L’OrphiCube
Debütalbum der gleichnamigen Formation um Alban Darche
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L’OrphiCube ist das Debütalbum der gleichnamigen Formation um Alban Darche. Die im März 2012 in Rocheservieère im Département Vendée entstandenen Aufnahmen erschienen 2013 auf dem Label Pépin & plume.
| L’OrphiCube | ||||
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| Studioalbum von Alban Darche | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Pépin & plume | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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45:57 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Rocheservière | |||
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Hintergrund
Nach der Rückkehr seiner Formation Le Cube mit dem Album Frelon Rouge zum zehnjährigen Jubiläum des Trios, das mit einem Gastkünstler gefeiert wurde, gründete der Musiker Alben Darche aus Nantes sein neues Label Pépin et plume für das erste Album seines neu formierten Nonetts L’OrphiCube.
L’OrphiCube ist eine Erweiterung von Alban Darches regulärem Trio. Bestehend aus langjährigen Weggefährten wie Sébastien Boisseau, Matthieu Donarier und Sylvain Rifflet, spielte die Gruppe zwei von Darche komponierte Repertoires: eine Zusammenstellung aus Stücken seiner früheren Alben mit all seinen Formationen und neues Material, eigens für diese Gruppe geschrieben. Nach einem Debütkonzert im Veranstaltungsort Pannonica in Nantes im Januar 2012, unmittelbar gefolgt von einem Konzert bei Radio France, gab L’OrphiCube im Sommer 2013 weitere Konzerte, gekoppelt mit der Veröffentlichung des ersten Albums.
In den folgenden Jahren legte Darche mit L’OrphiCube noch die beiden Alben Perception instantanée (2014) und The Atomic Flonflons (2018) vor.
Titelliste
- Alban Darche: L’OrphiCube (Pépin & plume – P&P001)[1]
- 4 Brothers 3:47
- tbbm 5:46
- La Martipontine 4:09
- Le Triangle du Douboto 6:45
- Une chanson pour 6:10
- Pour mieux rebondir 7:24
- Les Parapluies 3:48
- Codex etc 7:08
- Requiem 1:00
Die Kompositionen stammen von Alban Darche.
Rezeption
Nach Ansicht von Eyal Hareuveni, der das Album in All About Jazz rezensierte, würden Darche und seine acht Musiker in ihrem musikalischen Vokabular Elemente des Kammerjazz, der zeitgenössischen Musik, des Chansons und sogar des Art-Rock vereinen, doch ihr eigener Stil sei unverwechselbar und zeitlos. Darches Kompositionen seien so vielschichtig wie ein kubistisches Gemälde, aber dramatischer – mitunter sogar theatralisch. Ihre Geschichten würden von verschiedenen Erzählern enthüllt, die jeweils eine andere Perspektive sowie die vielfältigen Klangfarben und Timbres der Instrumente betonen. So werde die Spannung und schließlich die Auflösung meisterhaft strukturiert. Oftmals, etwa in Kompositionen wie „tbbm“ oder „Pour mieux rebondir“, hebe Darche ein spielerisches Zusammenspiel hervor, das dem Chor der Stimmen eine weitere Dimension verleihe.[2]
Schon beim ersten Hören werde deutlich, dass L’OrphiCube ein typisches Produkt von Darches unermüdlichem Schaffensdrang ist, meint Julien Gros-Burdet (Citizen Jazz). Seine Kompositionsleidenschaft, die Verschmelzung verschiedener Einflüsse, die Erforschung von Klangfarben und das subtile Zusammenspiel der Texturen seien allesamt deutlich erkennbar. Unterstützt von einer Gruppe von Musikern, die er innig kennt – und umgekehrt –, würde Darche in seine Welt entführen: ob imaginäre Folklore („La Martipontine“, die Hymne von Pont Saint-Martin, einer Stadt in der Region Nantes, die an „La Pornicaise“ von Frelon Rouge erinnert), das fesselnde „Triangle du douboto“, Ausflüge in die Kammermusik („Codex, etc.“, „Requiem“), das mitreißende „tbbm“ oder „4 Brothers“ oder, wenn man so will, zeitgenössischer Klassizismus. Alles sei perfekt arrangiert und interpretiert, zugleich raffiniert, komplex, frei, fließend und ungemein reichhaltig, wobei jedes Hören eine neue Facette der Musik offenbare. Diese Kunst, mit Orchesterfarben und musikalischen Einflüssen zu spielen und eine einzigartige Welt zu erschaffen, mache Darche zu einem der großen Komponisten des zeitgenössischen französischen Jazz. Diese erste Aufnahme des Nonetts OrphiCube würde dessen ersten Konzerten in nichts nachstehen.[3]
Weblinks
- L'OrphiCube bei Discogs
- L'OrphiCube von alban darche. In: Bandcamp. (englisch).