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M72 (Waffe)

Panzerabwehrhandwaffe From Wikipedia, the free encyclopedia

Die M72 LAW ist eine in den Vereinigten Staaten entwickelte rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe mit Kaliber 66 mm. Das Akronym LAW steht für „Light Anti-Tank Weapon“ oder „Light Anti-Armor Weapon“. Die M72 gehört zur leichtesten Waffe ihrer Klasse und ist neben der RPG-7 eine der weltweit am weitesten verbreitete Panzerabwehrhandwaffe.

Schnelle Fakten Allgemeine Information, Ausstattung ...
M72 LAW
M72 (Waffe)
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung M72 LAW
Einsatzland Vereinigte Staaten u. a.
Entwickler/Hersteller Hesse-Eastern Division (Norris Thermadore)
Entwicklungsjahr 1958
Produktionszeit 1963 bis jetzt
Modellvarianten siehe Varianten
Waffenkategorie Rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe
Ausstattung
Gesamtlänge 893–980 mm
Lauflänge 893–980 mm
Technische Daten
Kaliber 66 mm
Munitionszufuhr Einweg-Waffe
Feuerarten Einzelfeuer
Visier Offene Visierung
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Entwicklung

Im Jahr 1956 wurde von der United States Army die Entwicklung einer neuen Panzerabwehrhandwaffe angestoßen. Diese sollte die aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Bazooka ersetzen. Die Entwicklung begann schließlich im Februar 1958 auf Grundlage eines Entwurfs von Frank Spinale der Hesse-Eastern Division von Norris Thermadore. Sein Entwurf war im Grunde eine Kombination aus der deutschen Panzerfaust 150 und der U.S. amerikanischen Bazooka. Der Raketenmotor für die M72 wurde von Rohm and Haas im Redstone Arsenal entwickelt. Die ersten Testschüsse wurden im Oktober 1959 durchgeführt. Nach der Truppenerprobung wurde der Entwurf nachgebessert und 1963 wurde die M72 LAW bei der United States Army eingeführt. Vom Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten bekam sie die offizielle Bezeichnung 66 mm HEAT Rocket M72. Die Serienfertigung in den Vereinigten Staaten lief bis 1983 bei Talley Inc. Danach wurde die Produktionslizenz an Nammo AS veräußert, welche die M72 seit 1986 als „Improved LAW“ im Lizenzbau produziert. Dort wurde die M72 LAW weiterentwickelt und Anfang der 2000er-Jahre ging man eine Kooperation mit Talley USA ein, um die Waffe auch wieder in den USA herzustellen. Daneben wurde und wird die M72 in mehreren Staaten im Lizenzbau hergestellt.

Bei der Einführung stellte die M72 LAW als leichte Einwegwaffe eine umwälzende Neuheit dar. Die Waffe war zudem so leicht, dass eine Person mehrere M72 tragen konnte. Die M72 diente als Vorbild für die Entwicklung ähnlicher Einweg-Waffen, wie beispielsweise die RPG-18, M80 Zolja, LAW 80, C90, APILAS, Armbrust und weiteren Waffen. Die M72 LAW wird noch heute produziert sowie weiterentwickelt. Die Produktionszahlen gehen in die Millionen.[1][2][3][4]

Varianten

Varianten von Talley Inc. aus den Vereinigten Staaten

  • M72A1 LAW: Version aus den frühen 1960er-Jahren. Mit verbessertem M54-Raketentriebwerk und verbesserter M18A-Hohlladung mit Octol-Sprengstoff. Mündungsgeschwindigkeit etwa 200 m/s. Durchschlagsleistung 275 mm Panzerstahl. Produktion eingestellt.[3][5][6]
  • M72A2 LAW: Version aus Mitte der 1960er-Jahre. Mit verbesserten Klappvisieren, vergrößerter M18A1-Hohlladung und verbessertem M412-Zünder. Durchschlagsleistung rund 300 mm Panzerstahl. Produktion eingestellt.[3][5][6]
  • M72A3 LAW: Version aus den späten 1970er-Jahren. Mit verbesserter Zuverlässigkeit und Handhabungssicherheit sowie erhöhter Treffererwartung. Gewicht 2,5 kg. Fahrende Ziele können auf 165 m und stehende auf 200 m bekämpft werden. Maximale Schussdistanz 1400 m. Produktion eingestellt.[3][5][6]
  • M190: Nachladbares Trainingsmodell, das eine Unterkaliberrakete mit Durchmesser 35 mm verschießt. Die Rakete hat eine 2 g wiegende Sprengstofffüllung, die nur zur Markierung von Treffern dient. Produktion eingestellt.

Varianten von Nammo AS aus Norwegen

  • M72A4 LAW & M72E4 LAW: Light Anti-tank Weapon der 2. Generation. Wird auch „Improved M72 Light Antiarmor Weapon System“ bezeichnet. Die M72A4 entstand in Kooperation zwischen Nammo und Talley. Eingeführt Anfang der 1990er-Jahre. Länge 0,775 bzw. 0,98 m. Gewicht 3,6 kg. Mit verschiedenen Detailverbesserungen sowie wirkungsvollerer Hohlladung. Durchschlagsleistung rund 355 mm Panzerstahl. Mündungsgeschwindigkeit etwa 200 m/s. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m. Produktion eingestellt.[3][6]
  • M72A5 LAW & M72E5 LAW: Version aus den späten 1990er-Jahren. Gewicht 3,6 kg. Mit abgeändertem Abschussrohr und verbesserter Abschussvorrichtung sowie zuverlässigerem Raketentriebwerk. Weiter wurde die Handhabung vereinfacht und die Treffererwartung erhöht. Ab dieser Version ist ein Reflexvisier mit Tritiumgaslichtquelle für den Einsatz bei Nacht montiert. Verwendet eine Hohlladung mit verbesserter Restwirkung nach dem Durchschlagen der Panzerung. Durchschlagsleistung rund 300 mm Panzerstahl. Mündungsgeschwindigkeit etwa 200 m/s. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m. Wird auf Anfrage noch produziert.[6][7]
  • M72A6 LAW: Version aus den späten 1990er-Jahren mit Mehrzweckgefechtskopf zur Bekämpfung von Infanteriezielen, Schützenpanzern, Feldbefestigungen und Gebäudestrukturen. Verwendet eine Hohlladung mit 315 g Octol-Sprengstoff und einen Splittermantel. Durchschlagsleistung rund 150 mm Panzerstahl oder 200 mm Stahlbeton. Gewicht 3,6 kg. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m. Produktion eingestellt.[6][7]
  • M72A7 LAW & M72E7 LAW: Version aus dem Jahr 1999. Weiterentwickelte Ausführung der M72A6 LAW, die einen Mehrzweckgefechtskopf mit insensitivem Sprengstoff vom Typ PBXN-9 verwendet. Von Nammo und Talley für das United States Marine Corps entwickelt. Durchschlagsleistung rund 150 mm Panzerstahl. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m. Produktion eingestellt.[6][7][8]
  • M72A8 LAW & M72E8 LAW: Auch „Next-Generation LAW“ und „FFE (Fire From Enclosure)“ bezeichnet. Modifizierte Ausführung der M72A4 / A5, die von Nammo und Talley für den Häuserkampf entwickelt wurde. Seit 2005 einsatzbereit. Kann aus kleinen, geschlossenen Räumen abgefeuert werden. Sie nutzt als Gegenmasse Salzwasser, um einen gefährlichen Abgasstrahl zu unterbinden. Verwendet eine Hohlladung mit PBXN-9-Sprengstoff. Durchschlagsleistung 350–355 mm Panzerstahl. Länge 0,785 bzw. 1,04 m. Gewicht 5,8 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 166 m/s. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m.[3][8]
  • M72A9 LAW: Auch „Multi-purpose Anti-structure Munition“ bezeichnet. Ausführung zur Bekämpfung von Feldbefestigungen, Bunkern, Gebäudestrukturen und ungepanzerten Fahrzeugen. Verwendet einen thermobaren Gefechtskopf mit einer Füllung aus 415 g DPX-6-Sprengstoff sowie einen Mehrzweckzünder. Gewicht 4,3 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 130 m/s. Effektive Schussdistanz 150–200 m. Maximale Schussdistanz 600 m. Produktion eingestellt.[7][8][9][10]
  • M72A10 LAW & M72E10 LAW: Auch „Next-Generation LAW“ und „FFE (Fire From Enclosure)“ bezeichnet. Seit 2005 einsatzbereit. Modifizierte Ausführung der M72A9, die von Nammo und Talley für den Häuserkampf entwickelt wurde. Kann aus kleinen, geschlossenen Räumen abgefeuert werden. Sie nutzt als Gegenmasse Salzwasser, um einen gefährlichen Abgasstrahl zu unterbinden. Verwendet einen thermobaren Gefechtskopf zur Bekämpfung von Infanteriezielen und Feldbefestigungen. Länge 0,785 bzw. 1,04 m. Gewicht 5,8 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 166 m/s. Effektive Schussdistanz 220 m. Maximale Schussdistanz 350 m.[3][8]
  • M72E11 LAW: Version für die Bekämpfung von Infanteriezielen. Seit 2020 einsatzbereit. Mit Splitter-Gefechtskopf mit Stahlkugeln der über dem Ziel (Air Burst) oder mit Aufschlagzünder im Ziel detoniert. Mit aufgesetzter MR550-Feuerleitanlage von Rheinmetall oder SFL-100-Laserentfernungsmesser von Nammo. Schussdistanz 300–700 m. Nur in Kleinserie hergestellt und danach Produktion eingestellt.[11][12]
  • M72A12 LAW: Auch „Anti-Structure Munition“ bezeichnet. Verbesserte Ausführung der M72A9. Zur Bekämpfung von Feldbefestigungen, Bunkern, Gebäudestrukturen und leicht gepanzerten Fahrzeugen. Verwendet einen Mehrzweckgefechtskopf mit einem Splittermantel. Der Zünder ermittelt beim Aufschlag die optimale Verzögerungszeit: kurze Verzögerung für harte/befestigte Ziele, die durchbrochen werden müssen, oder lange Verzögerung für weichere Ziele, die der Gefechtskopf vor der Detonation durchschlagen kann. Gewicht 4,2 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 125 m/s. Effektive Schussdistanz 300 m. Maximale Schussdistanz 1000 m.[13]
  • M72A12 EC-LAW Mk 1: Auch „Enhanced Capacity-Light Anti-tank Weapon“ bezeichnet. Zur Bekämpfung von Panzerfahrzeugen. Verwendet eine Hohlladung mit 315 g PBXW-11-Sprengstoff. Durchschlagsleistung über 450 mm Panzerstahl. Gewicht 3,4 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 200 m/s. Effektive Schussdistanz 300–350 m. Maximale Schussdistanz 1200 m.[8][14]
  • M72A12 EC-LAW Mk 2: Auch „Enhanced Capacity-Light Anti-tank Weapon“ bezeichnet. Verwendet einen Mehrzweckgefechtskopf zur Bekämpfung von Schützenpanzern, Feldbefestigungen und Gebäudestrukturen. Der Mehrzweckzünder unterscheidet zwischen harten und weichen Zielen und zündet entsprechend. Durchschlagsleistung 300 mm Panzerstahl. Gewicht 3,4 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 200 m/s. Effektive Schussdistanz 300–350 m. Maximale Schussdistanz 1200 m.[7]
  • M72 ASM RC: Wurde ab 2007 aus der M72A9 entwickelt. Auch „Anti-Structure Munition, Reduced Caliber“ bezeichnet. Zur Bekämpfung von Bunkern und Gebäudestrukturen. Der Gefechtskopf besteht aus einer kleine Hohlladung und einem anschließenden thermobaren Gefechtskopf mit 415 g DPX-6-Sprengstoff. Die Hohlladung durchschlägt Mauerwerk und Stahlbeton. Der thermobare Gefechtskopf folgt durch die entstandene Öffnung und detoniert im Gebäudeinneren. Gewicht 3,7 kg. Mündungsgeschwindigkeit etwa 170 m/s. Effektive Schussdistanz 350 m. Maximale Schussdistanz 1000 m.[7][8][10][15]
  • M72 TS: Nachladbares Trainingsmodell, das eine Unterkaliberrakete mit Durchmesser 21 mm verschießt.[7]

Technik

M72 mit Schnittmodell und Rakete aus den 1980er-Jahren

Die M72 LAW ist eine Einweg-Panzerabwehrhandwaffe zur Bekämpfung von Panzerfahrzeugen und Feldbefestigungen. Die Waffe hat ein Kaliber von 66 mm und wiegt zwischen 2,3 und 5,8 kg. Die ersten Modelle hatten beim Transport eine Länge von 0,655 m und schussbereit 0,893 m. Die aktuellen Modelle sind beim Transport 0,775 m und schussbereit 0,93 m lang.[16][17]

Die Waffe besteht aus einer Rakete in einem Abschussrohr. Dieses ist ein Teleskoprohr mit zwei Teilröhren. Das äußere Rohr besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, das innere aus schwarzeloxiertem Aluminium. Oben auf dem Abschussrohr befinden sich eine Spannstange, ein Sicherungshebel, der unter Gummischutz liegende Abschussknopf sowie die Klappvisiere. Diese bestehen aus einem mittig liegenden Klappvisier mit Dioptern sowie einer vorne montierten Zielmarke (Korn bzw. Rahmenvisier). In letzterer sind Entfernungsmarkierungen in 25-m-Schritten von 50 bis 350 m sowie eine Skala für Vorhaltewerte vorhanden. Die Markierungen waren ursprünglich mit radioaktivem Promethium-147 in Acrylglas eingraviert. Seitlich am Abschussrohr ist ein Tragriemen angebracht, sowie eine Anleitung mit Bildfolge und Text, zum Bedienen der Waffe. Die Rohrenden sind mit Kunststoffkappen wasserdicht verschlossen.[18][19][20][21]

Im Abschussrohr befindet sich die Rakete mit einem Gewicht von rund 1,8 kg und etwa 50,8 cm Länge. Die Rakete besteht aus dem überkalibrigen Gefechtskopf (Durchmesser 66 mm) im vorderen Teil sowie dem dahinter verbauten Feststoffraketentriebwerk. Dieses verwendet einen schnell abbrennenden Raketentreibstoff auf der Basis von Cellulosenitrat, welches in röhrenförmigen Bündeln verbaut ist. Dieser Treibstoff ist bereits komplett abgebrannt, wenn die Rakete das Abschussrohr verlässt. Hinten am Raketentriebwerk sind neben der Lavaldüse sechs federgespannte Stabilisierungsflügel montiert. Als Gefechtskopf wird primär eine Hohlladung verwendet. In dieser befindet sich vorne eine Einlage bzw. Auskleidung (englisch Liner) aus Kupfer und dahinter ist je nach Modell 315 bis 415 g Sprengstoff eingepresst. Anfänglich wurde Pentolit verwendet, welcher später durch Octol, PBXN-9 oder PBXW-11 ersetzt wurde. Hinten in der Sprengstofffüllung ist eine kleine Verstärkerladung mit Nitropenta einlaboriert. Vorne auf der Raketenspitze ist ein Piezoelement verbaut, welches die Zündspannung an den M412-Bodenzünder hinter der Hohlladung überträgt.[19][20][22]

Funktion & Einsatz

Soldaten des USMC beim Abfeuern einer M72A7 LAW

Mit der M72 LAW können fahrende Ziele auf 150 bis 220 m und stehende auf 200 bis 350 m bekämpft werden. Die minimale Schussdistanz beträgt 10 bis 15 m und die maximale bis zu 1400 m.[7][22]

Die M72 kann von einem einzelnen Soldaten getragen und eingesetzt werden. Die Waffe kann geschultert, liegend, kniend oder stehend abgefeuert werden. Aufgrund der nach hinten austretenden Verbrennungsgase besteht hinter der Waffe in einem Winkel von 30° ein Gefahrenbereich von 40 m Länge, der beim Abschuss nicht betreten werden darf. Auch kann aufgrund des Abgasstrahls die M72 nicht aus kleinen, geschlossenen Räumen abgefeuert werden (ausgenommen die FFE-Varianten). Um die M72 feuerbereit zu machen, werden nur wenige Sekunden benötigt. Dazu muss der Schütze hinten am Rohrende einen Sicherungs-Splint ziehen. Dann wird die Kunststoffkappe am Rohrende heruntergeklappt und Kappe an der Rohrmündung entfernt. Jetzt kann der Schütze das Teleskoprohr nach hinten auseinanderziehen, wobei die Spannstange gespannt wird. Gleichzeitig springen die Klappvisiere in vertikale Position. Ein erneutes Zusammenschieben des Abschussrohrs ist nicht möglich. Für einen Stellungswechsel kann die M72 mit dem Sicherungshebel gesichert werden. Da sich die Raketenflugbahn temperaturabhängig ändert, muss der Diopter entsprechend in der Höhe eingestellt werden: Bei Minustemperaturen wird der Diopter in die obere und bei Plustemperaturen in die untere Halterung geschoben. Abgefeuert wird die M72 durch Drücken des etwa 8 cm langen Abschussknopfes. Dieser löst einen einfachen Schlagmechanismus aus, der ein im hinteren Teil der Waffe verschraubtes Anzündhütchen zündet. Dieses ist über ein dünnes Polyethylen-Röhrchen mit dem Raketentriebwerk verbunden und gibt den Zündimpuls wie eine Zündschnur weiter, woraufhin die Rakete gestartet wird. Dabei beträgt die Mündungsgeschwindigkeit je nach Modell 125 bis 200 m/s. Beim Verlassen des Abschussrohrs entfalten sich die Stabilisierungsflügel und die Rakete wird in langsame Drehung um die Längsachse versetzt. Nach einer Flugdistanz von 10 m ist der Zünder scharf. Beim Auftreffen im Ziel wird durch den Aufschlagzünder die Hohlladung zur Detonation gebracht. Die Zünder der neueren M72 sprechen auch bei einem flachen Auftreffwinkel von 10° an. Die Hohlladung hat je nach Modell eine Durchschlagsleistung von 200 bis 450 mm Panzerstahl, 0,5 m Stahlbeton oder 1 m Mauerwerk. Neuere M72-Modelle verfügen über einen Selbstzerstörungs-Mechanismus, welcher den Gefechtskopf nach einer bestimmten Zeit nach dem Abschuss zündet. Das leergeschossene Abschussrohr wird nach Gebrauch weggeworfen.[6][17][23][24]

Nutzerstaaten

Neben den offiziellen Nutzerstaaten befinden, bzw. befanden sich eine unbekannte Anzahl M72 LAW in den Händen von Paramilitärs, Widerstandsgruppen und Terrororganisationen.

Daten aus:[6][25]

Galerie

Literatur

Commons: M72 LAW – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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