Magnesiumarsenat
chemische Verbindung
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Magnesiumarsenat, Mg3(AsO4)2 ist das Magnesium-Salz der Arsensäure.
| Kristallstruktur | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| _ Mg _ As _ O | ||||||||||
| Kristallsystem |
tetragonal | |||||||||
| Raumgruppe |
I42d (Nr. 122) | |||||||||
| Gitterparameter |
a = 6,783 Å, c = 18,963 Å | |||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Magnesiumarsenat | |||||||||
| Verhältnisformel | Mg3(AsO4)2 | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißes Kristall oder Pulver[1] | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 350,75 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte | ||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser[1] | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Vorkommen
Gewinnung und Darstellung
Das Octahydrat kann durch Mischen der wässrigen Lösungen von Magnesiumsulfat, Dinatriumhydrogenarsenat und Natriumbikarbonat erhalten.[3]
Das Heptahydrat entsteht, wenn Natriumdihydrogenarsenat anstelle des Monohydrogensalz in der obigen Zubereitung benutzt wird. Das Decahydrat entsteht, wenn Kalium- oder Ammoniummagnesiumorthoarsenat mehrere Stunden lang mit Wasser aufgeschlossen wird. Bei der Entwässerung können Hydrate mit einem Gehalt von 6, 5, 3 und 2 erhalten werden.[3]
Das Anhydrat kann aus einer Schmelze von Magnesiumcarbonat und Arsen(V)-oxid bei 1450 °C gewonnen werden.[3]
Eigenschaften
Magnesiumarsenat ist ein weißes Kristall oder Pulver. Es ist nicht brennbar und praktisch unlöslich in Wasser. Ab 100 °C findet eine Kristallwasserabspaltung statt, welche sich mit höherer Temperatur verstärkt.[1] Die Kristallstruktur des Anhydrats ist tetragonal (a = 6,783 Å, c = 18,963 Å, Z = 6 und Raumgruppe I42d (Raumgruppen-Nr. 122). Die Struktur enthält zwei verschiedene AsO4-Gruppen mit durchschnittlichen Bindungslängen von 1,678 bzw. 1,690 Å. Zwei der drei Magnesium-Ionen sind oktaedrisch koordiniert, und das Dritte die Stelle der 4 Symmetrie einnimmt. Das wasserfreie Salz zersetzt sich bei Erwärmung über 1100 °C im Vakuum, wobei Magnesiumoxid, Arsen(III)-oxid und Sauerstoff entstehen.[3]
Verwendung
Magnesiumarsenat wird als rot fluoreszierender Leuchtstoff für die Auskleidung von Reklameleuchtröhren verwendet.[4] Es wurde auch als Insektizid eingesetzt.[5]
Toxikologie
Beim Inhalieren oder Verschlucken wirkt die Verbindung giftig. Der Stoff gilt als krebserzeugend.[1]
