Maik Menke
deutscher Bausachverständiger, Unternehmer und humanitärer Helfer
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Maik Menke (* 20. Juli 1984 in Paderborn) ist ein deutscher Bausachverständiger, Unternehmer und humanitärer Helfer. Bekanntheit erlangte Menke durch sein Engagement in Krisen- und Katastrophengebieten, insbesondere nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 und während des Ukrainekriegs seit 2022, sowie durch zahlreiche Medienauftritte.

Leben und berufliche Tätigkeit
Menke stammt aus Paderborn und studierte Bauingenieurwesen an der Universität Paderborn. Er arbeitet seit 2007 als Bausachverständiger[1] und leitet die „Menke-Gruppe“, eine auf Rohrreinigung, Kanalreinigung (Abwassertechnik) und Schadensanierungen spezialisierte Unternehmensgruppe mit 50 Mitarbeitern. 2012 wurde Menke als Sachkundiger für die Durchführung der Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserleitungen nach Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen[2] und durch den Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verband (DGuSV) als verifizierter Sachverständiger und Gutachter anerkannt.[3] Regelmäßig erstellt Menke in dieser Funktion Gutachten über Grundstücke und Gebäudeschäden, die bei Versicherungen und Gerichten vorgelegt werden. Er lebt in Lichtenau, ist verheiratet und hat drei Kinder.[4]
Menke war Vorstandsmitglied beim Vermieterbund Paderborn.[5]
Humanitäres Engagement und Auszeichnungen
Seit seiner Jugendzeit engagiert sich Menke bei der Freiwilligen Feuerwehr und unterstützte unter anderem bei der Beseitigung von Flutschäden nach dem Oderhochwasser 2010 und den Überschwemmungen in Münster nach dem Pfingstmontag-Unwetter 2014.[6] Er leistete ab Juni 2021 gemeinsam mit bis zu zwölf Mitarbeitern sowie unter Einsatz eigener Sonderfahrzeuge mit ADR-Zulassung und Spezialmaschinen insgesamt sieben Monate lang ehrenamtliche Katastrophenhilfe im besonders von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiet um die Städte Sinzig (Landkreis Ahrweiler) und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Neben seinen Hilfeleistungen in der Gefahrenabwehr, insbesondere als Einsatzleiter für die Ölwehr, unterstützte Menke auch die Entsorgungsarbeiten und die Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur sowie die Freiwilligenkoordination.[7][8] Er beklagte öffentlich die mangelnde Unterstützung durch die Politik und wurde im Zuge dessen zum Opfer von Diffamierungskampagnen.[9][10]
Menke verklagte nach Beendigung seiner Tätigkeiten im Ahrtal den Landkreis Ahrweiler auf Schadensersatz in Höhe von 90.000 Euro vor dem Landgericht Koblenz. Er scheiterte mit der Klage, weil er nicht „hinreichend klar“ vortragen konnte, welche Leistungen seine Firma „für ihre Handlungen bereits von anderer Stelle erhalten“ habe. Die vorgenannten Voraussetzungen für die Erstattung von Schäden lägen gemäß dem Urteil im Fall von Menke nicht vor, zumal er nicht habe dokumentieren können, dass er Hilfeleistungen in der Katastrophenlage erbracht hat.[11]
Für den angesichts der Flutkatastrophe gegründeten Verein Stützpfeiler.org aus Lengerich, als dessen Ehrenmitglied der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard von Grünberg ernannt wurde, engagiert sich Menke als Schirmherr und zeitweiliges Vorstandsmitglied.[12] Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 organisierte und finanzierte der Paderborner zahlreiche medizinische Hilfstransporte mit Medikamenten, Stromgeneratoren und sonstigen Hilfsgütern in das Kriegsgebiet, überwiegend in die Region um die Stadt Lwiw.[13][14][15] Im Juni 2023 überführte Menke einen Baby-Notarztwagen, dessen Finanzierung auch durch Spenden der Organisation Ein Herz für Kinder ermöglicht wurde.[16] Er unterstützt außerdem weitere Hilfsprojekte zugunsten ukrainischer Flüchtlinge in Deutschland,[17] die Opferschutzorganisation Weißer Ring[6] sowie den auf seine Initiative ins Leben gerufenen Paderborner Kältebus, der insbesondere Obdachlosen zugutekommt.[18]
Für sein ehrenamtliches Engagement und als „Anerkennung für besondere Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen“ wurde Menke mit der „Ehrenspange der Ukraine“[19][20] und dem Landesverdienstkreuz der Oblast Lwiw[16] ausgezeichnet.
Medienpräsenz
Seit 2020 bekämpft Menke durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit die Praktiken unseriöser Handwerker, insbesondere die betrügerische „Kanal-Mafia“.[21][22] Daneben steht der Bausachverständige regelmäßig für verschiedene TV-Redaktionen im Rahmen von Beiträgen zum Thema Verbraucherschutz als Schadensgutachter und Experte vor der Kamera zur Verfügung, beispielsweise Achtung Kontrolle! (Kabel Eins), Punkt 12 (RTL), akte. (Sat.1), drehscheibe und hallo deutschland (ZDF), Lokalzeit (WDR), Markt (NDR) und Marktcheck (SWR)[23]. 2022 berichtete Menke mehrfach für den Sender n-tv zur humanitären Lage aus der Ukraine.[24]
Zudem betreibt Menke seit 2021 einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem über Verbraucherschutz und seine humanitären Einsätze aufgeklärt wird.[25]