Mairbek Taisumow

russischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer From Wikipedia, the free encyclopedia

Mairbek Wachajewitsch Taisumow (russisch Майрбек Вахаевич Тайсумов; * 8. August 1988 in Grosny, Tschetscheno-Inguschetien, Russische SFSR) ist ein ehemaliger österreichischer MMA-Kämpfer russisch-tschetschenischer Abstammung im Leichtgewicht, der von 2014 bis zu seinem Karriereende 2020 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag stand. Er war der erst zweite Österreicher nach Nandor Guelmino, der von der UFC verpflichtet wurde.[1]

KampfnameBeckan
Größe1,75 m
NationalitätOsterreich Österreich
Schnelle Fakten Daten, Kampfname ...
Mairbek Taisumow
Mairbek Taisumow (2018)
Mairbek Taisumow (2018)
Daten
Kampfname Beckan
Größe 1,75 m
Gewicht Leichtgewicht
Nationalität Osterreich Österreich
Geburtsdatum 8. August 1988
Geburtsort Grosny
Team MT GYM23 in Wien
MMA-Statistik
Siege 27
K. o. 15
Aufgabe 9
Punkte 2
Andere 1
Niederlagen 6
K. o. 1
Aufgabe 1
Punkte 4
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Nach seiner Wettkampfkarriere war er unter anderem als Kampfsporttrainer im Wiener MT GYM23[2] und für die Deradikalisierungs-Initiative „Not in God’s name“ aktiv.[3][4]

Kampfsportkarriere

Taisumow ist in Tschetschenien geboren und aufgewachsen, ehe er mit seiner Familie im Zuge des Zweiten Tschetschenienkrieges, in dem sein Vater ums Leben kam, nach Wien in Österreich auswanderte.[5] Seine MMA-Laufbahn begann er im Club City Thong in Wien.[6] Sein Kampfsporthintergrund war Boxen, Muay Thai, Ringen und Brazilian Jiu-Jitsu, wobei er unter anderem mit der türkischen Ringer-Nationalmannschaft und seit 2012 im thailändischen Tiger Muay Thai von Phuket trainierte.[7] Zu seinen Trainern zählten unter anderem der Ringer Selimchan Chusseinow, Fernando Maccachero (BJJ), sowie die UFC-Kämpfer Roger Huerta, Brad Riddell und Brian Ebersole.[8][9]

Von Februar 2007 bis November 2013 bestritt er 24 MMA-Profikämpfe, elf davon bei M-1 Global, wobei er eine Bilanz von 20-4 erreichte.

Ultimate Fighting Championship (UFC)

Sein Debüt in der Organisation bestritt er am 4. Januar 2014 bei UFC Fight Night 34 in Singapur, wobei er einstimmig nach Punkten gegen den ehemaligen Deep-Champion Bang Tae-hyun gewinnen konnte.[10] In seinem zweiten Kampf, am 23. März desselben Jahres bei UFC Fight Night 38 in Natal, verlor er dann selbst einstimmig gegen den Brasilianer Michel Prazeres.[11]

Im Anschluss gewann Taisumow sechs Kämpfe in Folge gegen Marcin Bandel[12], den ehemaligen CFO-Champion Anthony Christodoulou[13], den bis dahin ungeschlagenen Alan Patrick[14], Damir Hadžović[15], den bis dahin ungeschlagenen Felipe Silva[16] und Desmond Green.[17] Bis auf Green konnte er jeden seiner Kämpfe vorzeitig durch Schlagwirkung gewinnen und erzielte damit die zu diesem Zeitpunkt längste KO-Siegesserie aller aktiven UFC-Kämpfer. Aufgrund wiederholter Visaprobleme konnte er keinen seiner Kämpfe in den USA bestreiten und auch ein Duell gegen einen Kämpfer aus den Top 15 blieb ihm deshalb verwehrt; so musste sein für den 7. April 2018 geplanter Kampf bei UFC 223 in New York City gegen den auf Rang 14 gesetzten Evan Dunham visabedingt abgesagt werden.[18][19] Aus gleichen Gründen war ihm auch unter anderem eine Teilnahme an den Events UFC Fight Night 81 (17. Januar 2016) in Boston und UFC 203 (10. September 2016) in Cleveland verweigert worden.[20]

Im Oktober 2018 wurde Taisumow aufgrund einer positiven Dopingprobe der USADA, welche nach dem Kampf gegen Green am 15. September 2018 genommen worden war und Rückstände von Stanozolol ergab, für sechs Monate suspendiert.[21] Er bestritt seinen nächsten Kampf daher erst am 7. September 2019 bei UFC 242 in Abu Dhabi, wo er nach Punkten gegen den Brasilianer Diego Ferreira unterlag.[22] Ohne einen weiteren Kampf bestritten zu haben, wurde er nach Auslaufen seines Vertrages im März 2020 aus dem Kader der UFC gestrichen.[23][24][25] Von seinem Manager Sufyan Cultrera bekanntgegebene Vertragsangebote von PFL, KSW und ACA, sowie die Option auf einen neuen UFC-Vertrag, kamen nicht zu Stande.[26]

Einzelnachweise

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