Mandibuloakrale Dysplasie

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Die Mandibuloakrale Dysplasie (MAD) ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen später Schluss der Fontanelle, Gesichtsauffälligkeiten, Hypoplasie des Unterkiefers und der Schlüsselbeine sowie fleckige Hautpigmentierung.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q87.5 Sonstige angeborene Fehlbildungssyndrome mit sonstigen Skelettveränderungen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Synonyme sind: Restriktive Dermopathie; Kraniomandibulare Dermatodysostose

Der Erstbeschrieb erfolgte im Jahre 1971 durch L. W. Young und Mitarbeiter.[3]

Die Abgrenzung als eigenständiges Krankheitsbild erfolgte durch O. Welsh im Jahre 1975.[4]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.[1]

Einteilung und Ursache

Je nach dem klinischen Ausmaß der Lipatrophie werden zwei Formen unterschieden:

  • MADA mit Typ A-Lipodystrophie, hauptsächlich die Gliedmaßen betreffend, mit homozygoten Missense-Mutationen im LMNA-Gen (Arg527His und Ala529Val) im Chromosom 1 am Genort q21.2, welches für die Kernstrukturproteine Lamin A/C kodiert.[5][6]
  • MADB mit Typ B-Lipodystrophie, den ganzen Körper betreffend, und Mutationen im ZMPSTE24-Gen im Chromosom 1 am Genort p34, das für eine Zink-Endoprotease kodiert, die für das Lamin A/C-Protein benötigt wird.[7][8]

Weitere Erkrankungen mit Mutationen im LMNA-Gen sind:[1] Partielle Lipatrophien, Emery-Dreifuss-Muskeldystrophie, Gliedergürteldystrophie LGMD1B, nicht-obstruktive Kardiomyopathien (CMD 1A), Morbus Charcot-Marie-Tooth und Hutchinson-Gilford-Syndrom.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[2][1]

Mitunter finden sich auch Zeichen einer Progerie sowie eine diffuse Veränderung des Bindegewebes und der Gefäßwände.

Differentialdiagnose

Therapie

Die Behandlung richtet sich gegen die Insulinresistenz. Leptin kann möglicherweise die Lipatrophie beeinflussen.[1]

Literatur

  • M. R. D’Apice, A. De Dominicis, M. Murdocca, F. Amati, A. Botta, F. Sangiuolo, G. Lattanzi, M. Federici, G. Novelli: Cutaneous and metabolic defects associated with nuclear abnormalities in a transgenic mouse model expressing R527H lamin A mutation causing mandibuloacral dysplasia type A (MADA) syndrome. In: Acta myologica : myopathies and cardiomyopathies : official journal of the Mediterranean Society of Myology. Band 39, Nummer 4, Dezember 2020, S. 320–335, doi:10.36185/2532-1900-036, PMID 33458588, PMC 7783430 (freier Volltext).
  • V. Cenni, M. R. D’Apice, P. Garagnani, M. Columbaro, G. Novelli, C. Franceschi, G. Lattanzi: Mandibuloacral dysplasia: A premature ageing disease with aspects of physiological ageing. In: Ageing research reviews. Band 42, März 2018, S. 1–13, doi:10.1016/j.arr.2017.12.001, PMID 29208544 (Review).
  • J. C. Hoeffel, L. Mainard, P. Chastagner, C. C. Hoeffel: Mandibulo-acral dysplasia. In: Skeletal radiology. Bd. 29, Nr. 11, November 2000, S. 668–671, PMID 11201039.

Einzelnachweise

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