Manuel Moran

philippinischer Jurist, Präsident des Obersten Gerichtshofes From Wikipedia, the free encyclopedia

Manuel Vicente Moran y Palisoc (* 27. Oktober 1893 in Binalonan, Pangasinan; † 23. August 1961 in Manila) war ein philippinischer Jurist und Diplomat, der zwischen 1945 und 1951 Präsident des Obersten Gerichtshofes der Philippinen sowie von 1951 bis 1953 Botschafter in Spanien und beim Heiligen Stuhl war.

Manuel Moran

Leben

Manuel Vicente Moran y Palisoc, Sohn von Juan Segundo Jacinto Gamboa Moran und Maria Guillerma Sison Palisoc, absolvierte nach dem Schulbesuch ein grundständiges Studium am Liceo de Manila, welches er 1909 mit einem Bachelor of Arts (B.A.) beendete. Ein darauf folgendes Studium der Rechtswissenschaften an der Escuela de Manila schloss er 1913 mit einem Bachelor of Laws (LL.B.) ab und wurde zudem 1913 als Rechtsanwalt zugelassen. Er begann seine Laufbahn als Hilfsrichter in Iloilo und Pampanga, bevor er zum ordentlichen Richter befördert wurde. Am 5. Februar 1936 wurde er zum Beigeordneten Richter auf einen neu geschaffenen Posten am Berufungsgericht (Court of Appeals of the Philippines) ernannt und hatte diese Funktion bis zum 8. Dezember 1938, woraufhin Alexander A. Reyes seine Nachfolge antrat. Er selbst wurde daraufhin am 12. Dezember 1938 von Präsident Manuel Quezon[1] als Nachfolger von Claro M. Recto[2] zum Beigeordneten Richter am Obersten Gerichtshof der Philippinen berufen und hatte dieses Richteramt bis zum 9. Juli 1945 inne, woraufhin Mariano H. de Joya diesen Posten übernahm.[3][4]

Im Anschluss wurde Moran am 9. Juli 1945 von Präsident Sergio Osmeña[5] zum siebten Chief Justice of the Philippines ernannt und übernahm damit von José Yulo[6][7] das Amt des Präsidenten des Obersten Gerichtshofes. Er bekleidete diese Funktion bis zum 20. März 1951 und wurde daraufhin von Ricardo Paras[8][9] abgelöst.[10][11] Während seiner Amtszeit als Chief Justice kam es zur Entscheidung im „Fall Alexander A. Krivenko gegen das Grundbuchamt der Stadt Manila“ (G.R. Nr. L-630), ein wegweisendes Urteil, das das in der Verfassung verankerte Verbot des Erwerbs von privatem oder öffentlichem Agrarland, einschließlich Wohngrundstücken, durch Ausländer weiter bekräftigte. Das Urteil wurde am 15. November 1947 verkündet.[12]

Nach seinem Ausscheiden aus dem Richterdienst wurde Moran am 20. März 1951 zum ersten Botschafter in Spanien und gleichzeitig beim Heiligen Stuhl ernannt. Er behielt diese diplomatischen Posten bis 1953, ehe Pedro Sabido[13] am 31. August 1954 seine Nachfolge antrat.[14] Während der Amtszeit von Präsident Elpidio Quirino[15] wurde ihm 1953, gegen Ende von Quirinos Präsidentschaft, erneut ein Posten am Obersten Gerichtshof angeboten. Moran lehnte die kurzfristige Ernennung jedoch ab. Er war mit Nieves Gonzalez de Moran verheiratet.

Veröffentlichungen

  • The law of evidence in the Philippine Islands, 1931, Neuauflage 1939
  • Comments on the Rules of court, 1940 mit Neuauflagen 1947, 1950, 1952
  • Remedial law review, 1956

Literatur

  • Isagani A. Cruz, Cynthia Cruz-Datu: Res Gestae. A Brief History of the Supreme Court, Rex Book Store, Manila 2000
Commons: Manuel Moran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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