Marcos Calderón

peruanischer Fußballtrainer und Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Marcos Calderón Medrano (* 11. Juli 1928 in Lima; † 8. Dezember 1987 nahe Distrikt Ventanilla) war ein peruanischer Fußballspieler und -trainer. Vor allem als Trainer machte er sich mit dem Gewinn der Copa América 1975 einen Namen. Im Dezember 1987 kam er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Marcos Calderón
Calderon als Südamerikameister 1975
Personalia
Voller Name Marcos Calderón Medrano
Geburtstag 11. Juli 1928
Geburtsort Lima, Peru
Sterbedatum 8. Dezember 1987
Sterbeort nahe Distrikt Ventanilla, Peru
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
194?–1951 Carlos Concha
1951–1956 Sport Boys
Stationen als Trainer
Jahre Station
1958–1962 Sport Boys
1961 Peru
1963 Defensor Lima
1964–1968 Universitario de Deportes
1965 Peru
1967 Peru
1969–1971 Defensor Arica
1972–1974 Sporting Cristal
1974–1976 Alianza Lima
1975 Peru
1977–1978 Peru
1978–1979 Barcelona SC
1979 Alfonso Ugarte
1979–1981 Sporting Cristal
1980 Peru
1981 UANL Tigres
1981–1982 Deportivo Municipal
1983 Deportivo Táchira
1984 Sport Boys
1985–1986 Universitario de Deportes
1987 Juventud La Joya
1987 Alianza Lima
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Karriere

Spieler

Marcos Calderón war als Spieler bei Carlos Concha aus Callao und ab 1951 bei den Sport Boys aktiv, bei denen er 1956 seine Spielerkarriere beendete. Mit den Sport Boys gewann er den Meistertitel 1951.[1]

Trainer

Nur zwei Jahre nach dem Ende seiner aktiven Spielerkarriere übernahm Marcos Calderón das Traineramt bei den Sport Boys und trat damit die Nachfolge von Dan Georgiadis an. Bereits in seiner ersten Saison als Cheftrainer führte er den Klub 1958 zur Meisterschaft und feierte damit zugleich seinen ersten Titel als Trainer. Dieser frühe Erfolg war der Beginn einer außergewöhnlich titelreichen Laufbahn: Insgesamt gewann Calderón zehn Meisterschaften auf Vereinsebene sowie einen Titel mit der Nationalmannschaft. Aufgrund dieser beeindruckenden Bilanz erhielt er vom bekannten peruanischen Sportjournalisten Pocho Rospigliosi den Beinamen „Don Títulos“ („Herr der Titel“).[2] Neben seinen Erfolgen bei den Sport Boys, mit denen er 1984 einen weiteren Meistertitel errang, prägte Calderón vor allem die drei größten Vereine Perus. Mit Universitario de Deportes wurde er 1964, 1966, 1967 und 1985 Meister,[3] mit Sporting Cristal gewann er die nationalen Titel 1972, 1979 und 1980,[4] und mit Alianza Lima triumphierte er 1975. Mit Alianza Lima erreichte er zudem 1976 das Halbfinale der Copa Libertadores.

Als Trainer der peruanischen Nationalmannschaft erlebte Calderón Höhen und Tiefen. Nach der Übernahme des Teams von György Orth im Jahr 1961 betreute er Peru in den Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft 1962, scheiterte jedoch überraschend an Kolumbien. Trotz dieses Rückschlags berief ihn der peruanische Fußballverband 1965 erneut, doch auch in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1966 blieb der Erfolg aus, da sich Uruguay den Gruppensieg sicherte. Erst nach seiner dritten Rückkehr auf die Trainerbank im Jahr 1967 stellte sich nachhaltiger Erfolg ein: In den 1970er Jahren führte Calderón Peru zum Gewinn der Copa América 1975[5] und anschließend zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, bei der das Team die zweite Runde erreichte. Seine letzte Tätigkeit als Nationaltrainer folgte 1980 und umfasste lediglich ein Spiel.

Erfolge

Spieler

Sport Boys

Trainer

Sport Boys

Universitario de Deportes

Sporting Cristal

Alianza Lima

Peru

Tod

Am 8. Dezember 1987 starb er im Alter von 59 Jahren bei einem Flugzeugunglück, als er sich mit der Mannschaft Alianzas auf dem Rückflug von einem Spiel gegen Deportivo Pucallpa befunden hatte. Die Fokker der peruanischen Marine stürzte wenige Kilometer entfernt vom Flughafen Lima nahe Ventanilla in Callao ins Meer. 43 Personen, darunter 16 Spieler Alianza Limas, starben. Nur der Pilot überlebte den Absturz.[6][7]

Sonstiges

Sein Cousin Luis Calderón und sein Neffe Julio Meléndez waren ebenfalls Profifußballspieler.

Einzelnachweise

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