Margarete Beinlich

deutsche Arbeiterin, Arbeitersportlerin und Widerstandskämpferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Margarete Beinlich geborene Lange (* 5. April 1913 in Berlin-Wedding; † 28. April 1991 ebenda) war eine deutsche Arbeiterin, Arbeitersportlerin und Widerstandskämpferin der Uhrig-Römer-Gruppe.

Leben

Lange war Mitglied in der KPD und in einer Gewerkschaft. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war sie illegal für den Arbeiter-Turn- und Sportverein Fichte Berlin tätig.[1] Bei ihrer Tätigkeit als Montiererin bei Osram lernte sie Robert Uhrig kennen und arbeitete in der illegalen KPD-Betriebszelle der Uhrig-Römer-Gruppe bei Osram mit.[2] Sie war beteiligt an der Herstellung von Flugblättern und der Betriebszeitung Die Rote Osramlampe und verfasste auch selbst Artikel. Als geübte Skifahrerin übernahm sie Kurierdienste im Riesengebirge für illegale Publikationen, die sie über die Grenze schmuggelte.

1937 wurde Lange verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die sie im Gefängnis Moabit und im Zuchthaus Cottbus verbrachte. Nach ihrer Entlassung heiratete sie 1939 Gerhard Beinlich, mit dem sie 1941 einen Sohn bekam. Auch nach der Übersiedlung der Familie nach Lehnitz hielt sie weiter den Kontakt zu den Widerstandsgruppen aufrecht. In den 1940er Jahren setzte Beinlich ihre Kurierdienste im Riesengebirge fort und unterstützte weiter Verfolgte.

Nach dem Krieg übersiedelte sie in die DDR und wurde Vorsitzende des Komitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer in Weißensee.

Margarete Beinlich wurde auf der Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes auf dem Friedhof Friedrichsfelde bestattet.[3]

Literatur

  • Hans-Joachim Fieber, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Geschichtswerkstatt und Berliner Vereinigung Ehemaliger Teilnehmer am Antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener. Geschichtswerkstatt (Hrsg.): Widerstand in Berlin gegen das NS-Regime 1933 bis 1945 : ein biographisches Lexikon. Trafo-Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-89626-350-6.

Einzelnachweise

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