Maria Maia dos Reis e Costa
osttimoresische Politikerin
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Maria Maia dos Reis e Costa (* 31. Mai 1958 in Baucau, Portugiesisch-Timor) ist eine Politikerin aus Osttimor. Sie ist Mitglied der FRETILIN[1] und war 1975 eine der Gründungsmitglieder der Frauenorganisation der Partei, der Organização Popular da Mulher Timorense (OPMT).[2]

Werdegang
Während der indonesischen Besatzung war Maia als Mitglied der OPMT eine der Brigadistas, freiwillige Lehrer, die Erwachsenen und Kindern Lesen und Schreiben neben revolutionäres Gedankengut beibrachten. Bis 1977 lebte sie mit ihren Eltern und Schwestern in der Wildnis, in der Umgebung von Baucau, bevor die Familie sich entschied, in die indonesisch besetzen Gebiete zurückzugehen. Sie wurde verhört und anschließend vom indonesischen Militär indoktriniert.[3.1]
1979 schloss sich Maia dem osttimoresischen Untergrund an und erhielt Instruktionen von einem FALINTIL-Kommandanten in Suai. Sie gab Informationen weiter und knüpfte Kontakte. Ihre Schwester stellte FRETILIN-Abzeichen und -Flaggen her. Für die Kämpfer beschaffte Maia Nahrungsmittel, Medikamente und Kleidung. Schließlich wurde Maias Widerstandsgruppe von einem Informanten verraten und sie wurde 1981 verhaftet. Sie wurde verhört, freigelassen und wieder für einen Monat ins Gefängnis gesteckt. Nach ihrer Freilassung, musste sie täglich beim indonesischen Militär Meldung machen, während sie weiter bedroht wurde.[3.1]
Nach ihrer Heirat und dem Umzug nach Dili begann Maia erneut für die Untergrundsbewegung zu arbeiten. 1991 wurde sie wegen des Besitzes einer CNRM-Zeitung verhaftet und drei Tage gefangengehalten. Auch nach ihrer Freilassung und unter Beobachtung blieb sie für den Widerstand aktiv und gehörte zu den Gründern der Organização da Mulher Timorense (OMT).[3.1]
Maia absolvierte ein Studium der Lehrwissenschaften an der Universidade Nasionál Timór Lorosa’e (UNTL).[1] Von 2007 bis 2012 war sie Abgeordnete im Nationalparlament Osttimors. Dort war sie Mitglied der Kommission für Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Natürliche Ressourcen und Umwelt (Kommission D).[1]
Weblinks
- Profil auf der Webseite des Parlaments ( vom 29. Oktober 2008 im Internet Archive) (portugiesisch)