Mariastein (Tirol)

Gemeinde in Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Mariastein ist mit 471 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2026) die kleinste Gemeinde des Bezirks Kufstein in Tirol.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Mariastein
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Mariastein
Mariastein (Tirol) (Österreich)
Mariastein (Tirol) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 2,37 km²
Koordinaten: 47° 32′ N, 12° 3′ O
Höhe: 575 m ü. A.
Einwohner: 471 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 199 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6324
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 16
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Mariastein 29
6324 Mariastein
Website: www.mariastein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Dieter Martinz (Liste gemeinsame Zukunft Mariastein)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(11 Mitglieder)

8 Liste gemeinsame Zukunft Mariastein,
3 MFG

Lage von Mariastein im Bezirk Kufstein
Lage der Gemeinde Mariastein (Tirol) im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)
Lage der Gemeinde Mariastein (Tirol) im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Mariastein mit Wallfahrtskirche und Bergfried
Mariastein mit Wallfahrtskirche und Bergfried
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geographie

Mariastein liegt auf einem Hochplateau, dem Mittelgebirgsrücken des Angerbergs im Unterinntal im Gerichtsbezirk Kufstein. Die Gemeinde ist mit einer Fläche von etwas mehr als zwei Quadratkilometern eine der kleinsten Österreichs.

Gemeindegliederung

Mariastein besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Weitere Informationen Katastralgemeinden, Ortschaften in der Gemeinde ...
Gliederung
Katastralgemeinden Ortschaften in der Gemeinde

Mariastein (2,37 km²)

Mariastein (D)

Brand (W)
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.

Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:

  • M = Hauptort der Gemeinde
  • Stt = Stadtteil
  • R = Rotte
  • W = Weiler
  • D = Dorf
  • ZH = Zerstreute Häuser
  • Sdlg = Siedlung
  • Hgr = Häusergruppe
  • E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)

Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT

Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.

Quelle: Statistik Austria

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Nachbargemeinden

Alle drei Nachbargemeinden liegen im Bezirk Kufstein

Angerberg Langkampfen Langkampfen
Angerberg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Langkampfen
Angerberg Angath Langkampfen

Geschichte

Es gibt keine Belege für eine vorzeitliche Besiedlung von Mariastein. Erst als die Ritter von Freundsberg um das Jahr 1350 die Burg Stein erbauten, kamen auch die ersten Siedler. Die Burg wurde Teil des Festungsbogens der Anlagen Matzen, Lichtwehr, Schintlburg, Stein, Niederbreitenbach und Tierberg. Mit dem Tiroler Unterland fiel das Gebiet 1369 an den Herzog von Bayern, bis es 1448 in den Besitz der Herren von Ebbs überging. Diese errichteten 1470 eine Schlosskapelle mit einer Marienstatue. Ab 1535 hatte der jeweilige Burgherr die niedere Gerichtsbarkeit für die umliegenden Gebiete inne. Die Anzahl der Höfe in der Umgebung der Burg blieb gering, es bildete sich keine Dorfstruktur.[1]

Im Jahr 1587 erwarb die Familie Schurff das Schloss. Unter ihrer Führung wurde die Marienwallfahrt ausgebaut.[2]

Nach mehreren Besitzern kam die Burg 1835 in das Eigentum der Erzdiözese Salzburg, in dem sie bis heute blieb.[1]

Bevölkerungsentwicklung

Seit 1981 sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv.[3] Allein im Jahr 2019 zogen 58 Menschen nach Mariastein, nur 19 verließen die Gemeinde.[4]

Mariastein: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
 
118
1880
 
130
1890
 
141
1900
 
124
1910
 
149
1923
 
141
1934
 
145
1939
 
142
1951
 
136
1961
 
150
1971
 
156
1981
 
170
1991
 
192
2001
 
271
2011
 
318
2021
 
458
2026
 
471
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Schloss Mariastein mit Bergfried von Westen.
Gnadenmutter­gottes in der Wallfahrtskirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss und Wallfahrtskirche Mariastein: Mariastein ist mit der bekannten Wallfahrtskirche das Ziel zahlreicher Pilger. Die Burg mit ihrem rund 42 m hohen Bergfried diente ehemals der Sicherung der alten Römerstraße, als diese noch am linken Innufer entlangführte. Die Kirche im Turm ist über 150 Stufen erreichbar. Der auf einem Felsen stehende Wohnturm (42 m) aus dem 14. Jahrhundert wurde nach einem Marienwunder im 18. Jahrhundert zum Wallfahrtsort. In der Burg befindet sich der „Fürstensaal“ mit reich geschnitzter Kassettendecke, ein Museum mit dem Tiroler Erzherzogshut und die ursprünglich gotische Gnadenkapelle (Umbau 1682–1685) mit Gnadenmuttergottes (um 1450) und Rokoko-Altar (18. Jahrhundert).

Wirtschaft und Infrastruktur

  • Arbeitsplätze: In der Gemeinde gibt es sechzig Arbeitsplätze, drei in der Landwirtschaft, sechs im Produktionssektor und mehr als achtzig Prozent im Dienstleistungssektor. Hierin sind die Bereiche Verkehr, Handel sowie soziale und öffentliche Dienste die größten Arbeitgeber (Stand 2011).[5]
  • Pendler: Von den über 160 Erwerbstätigen, die in Mariastein wohnen, arbeiten rund dreißig in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendeln aus.[6]
  • Verkehr: Mariastein ist durch die L211 Unterinntalstraße 1. Teil ans Inntal angebunden, wo die Inntal Autobahn A12 und die Tiroler Straße B171 verlaufen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe bzw. Haltestellen an der Unterinntalbahn sind Langkampfen, Kirchbichl und Wörgl Hauptbahnhof.

Politik

Gemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 11 Mitgliedern:

Weitere Informationen Partei, % ...
Partei 2010[7] 2016[8] 2022[9]
% Mandate % Mandate % Mandate
Liste gemeinsame Zukunft Mariastein 62,16 71,69 8 72,18 8
Menschen Freiheit Grundrechte 27,82 3
Mariastoana Liste 37,84 28,31 3
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Bürgermeister

  • 19??–20??: Rudolf Gschwentner
  • 20??–2010: Herbert Horngacher
  • seit 2010: Dieter Martinz[10]

Wappen

Der Gemeinde wurde 1955 folgendes Wappen verliehen: Wappen mit gerader goldener Spitze in Blau. In dieser eine auf einem Stein sitzende Marien-Figur mit dem Jesusknaben. In den blauen Feldern zu beiden Seiten der Spitze zwei goldene Schurfeisen.[11]

Maria auf dem Stein symbolisiert die Wallfahrt und den Ortsnamen Marienstein, das Schurfeisen stammt aus dem Siegel der Familie Schurff, der früheren Besitzer der Burg, die die Marienverehrung förderten.[12][2]

Commons: Mariastein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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