Mark Kerr (Ringer)

US-amerikanischer Ringer u. MMA-Kämpfer From Wikipedia, the free encyclopedia

Mark Kerr (* 21. Dezember 1968 in Toledo, Ohio) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Ringer und Grappler, sowie MMA-Kämpfer. Nach einer erfolgreichen Ringerzeit an der Universität, die im Gewinn der NCAA Division I und dem Status als All-American gipfelte, war er als Freistilringer für die Nationalmannschaft aktiv, wo er unter anderem 1994 die US-Meisterschaft und den UWW-Weltcup gewinnen konnte. Nach dem Ausscheiden bei der US-Olympiaqualifikation 1996 wechselte er zum MMA-Sport, der zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen steckte. Nach dem Gewinn eines Turniers in Brasilien und zweier weiterer Turniere bei der UFC, wurde er anschließend einer der Stars in der japanischen Organisation PRIDE, wo er elf Kämpfe bestritt. Darüber hinaus gewann er drei Weltmeistertitel im Submission Wrestling. Er beendete seine Karriere 1998 und fand 2025 als 21. Mitglied Aufnahme in den Pionierflügel der UFC Hall of Fame.[1]

KampfnameThe Smashing Machine
Größe1,90 m
NationalitätVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schnelle Fakten Daten, Kampfname ...
Mark Kerr
Mark Kerr, 2025
Mark Kerr, 2025
Daten
Kampfname The Smashing Machine
Größe 1,90 m
Gewicht Schwergewicht
Nationalität Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtsdatum 21. Dezember 1968
Geburtsort Toledo
Team Team Kerr
Kampfstil Ringen
Website markkerr.com
MMA-Statistik
Siege 15
K. o. 4
Aufgabe 7
Punkte 2
Andere 2
Niederlagen 11
K. o. 6
Aufgabe 3
Punkte 2
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2002 erschien ein viel beachteter Sport-Dokumentarfilm über seine Karriere, sowie 2025 das Sportdrama The Smashing Machine, in dem er von Dwayne Johnson verkörpert wird.

Ringen und Grappling

Kerr war Ringer an der Waite High School in Toledo, wobei er 1986 die Ohio Division 1 State Championship (bis 79 kg) gewinnen konnte. Anschließend besuchte er die Syracuse University, wo er in seinem ersten Studienjahr 1988 den zweiten Platz bei den Meisterschaften der EIWA erreichte. Im zweiten Jahr 1989 gewann Kerr den EIWA-Titel in der Gewichtsklasse bis 86 kg und besiegte dabei im Finale Matt Ruppel, den Gewinner der NCAA Division I 1990. Nachdem Kerr die Saison 1990 ausgesetzt hatte, kehrte er 1991 zurück und holte sich einen weiteren EIWA-Titel in der Gewichtsklasse bis 86 kg, wobei er auch mit dem Fletcher Award als Ringer mit den meisten erzielten Mannschaftspunkten ausgezeichnet wurde. 1992 gewann er seinen dritten EIWA-Titel in der Gewichtsklasse bis 86 kg, holte in allen Kämpfen Bonuspunkte und gewann als bis dahin erst zweiter Ringer in der Geschichte der EIWA zum zweiten Mal den Fletcher Award. Darüber hinaus qualifizierte er sich erstmals für das nationale Turnier der NCAA Division I in Oklahoma City, wo er sich als Vierter der Setzliste in der Klasse bis 86 kg in das Finale vorkämpfte und dort Randy Couture mit einem deutlichen 12:4-Sieg bezwang. Damit verbunden war seine Auszeichnung als All-American.[2][3]

Nach dem College startete er eine Karriere im Freistilringen in der Klasse bis 100 kg, wo er 1992 den 2. Platz beim Weltcup der UWW in Moskau erreichte,[4] sowie 1993 und 1994 die USA World Team Trials gewann. Darüber hinaus erreichte er einen 7. Platz bei den FILA-Weltmeisterschaften in Toronto, gewann 1994 die US-amerikanische Meisterschaft[5] sowie den UWW-Weltcup in Edmonton[6] und startete bei der Weltmeisterschaft 1994 in Istanbul, wo er auf einem 11. Platz ausschied.[7] 1995 gewann er Silber bei den Panamerikanischen Spielen in Mar del Plata.[8] Nachdem er die Qualifikation für das US-amerikanische Olympiateam 1996 mit einer Niederlage gegen den späteren Olympiasieger Kurt Angle nur knapp verpasst hatte, wandte sich Kerr einer Karriere im MMA zu.[9][10]

Bei der ADCC Submission Wrestling World Championship gewann er 1999 Gold in der Klasse über 99 kg,[11] sowie im Jahr 2000 ebenfalls Gold in derselben Klasse sowie auch der offenen Klasse.[12] 2001 gewann er den „ADCC Main Superfight“ gegen Mário Sperry.[13][14] 2022 wurde er mit einer Bilanz von 12 Siegen und nur einer Niederlage in die ADCC Hall of Fame aufgenommen.[15]

Mixed Martial Arts

Kerr gewann am 19. Januar 1997 mit drei Siegen an einem Abend die World Vale Tudo Championship im brasilianischen São Paulo[16] und stieg anschließend in die UFC ein, wo er am 27. Juli 1997 in Birmingham (Alabama) das Turnier UFC 14 - Showdown sowie am 17. Oktober 1997 in Bay St. Louis das Turnier UFC 15 - Collision Course gewinnen konnte, wobei er jeden seiner vier Kämpfe vorzeitig in der ersten Runde beendete.[17][18] Er ist damit neben Royce Gracie, Mark Coleman, Dan Severn und Don Frye einer von nur fünf Kämpfern, die mehr als ein UFC-Turnier gewinnen konnten.[19]

Danach kämpfte er in der damals berühmten, japanischen Organisation PRIDE, wo er in seinem Debüt am 15. März 1998 bei Pride 2 in Yokohama auf den mehrfachen Kickboxweltmeister Branko Cikatić traf; da dieser während des Kampfes in die Seile griff, um Takedown-Versuche von Kerr abzuwehren, was einen Regelverstoß darstellte, wurde Cikatić nach 2:14 Minuten der ersten Runde disqualifiziert.[20][21] Er blieb auch in fünf weiteren Kämpfen ungeschlagen, wobei es am 12. September 1999 zu einem wertungslosen Urteil im Duell gegen Igor Wowtschanin kam, nachdem der Ukrainer Kerr mit regelwidrigen Kniestößen zum Kopf attackiert hatte.[22] Am 1. Mai 2000 erlitt er beim Pride Grand Prix in seinem 14. MMA-Kampf die erste Niederlage, als er nach Punkten gegen den japanischen Wrestler Kazuyuki Fujita unterlag.[23] In seinen folgenden vier PRIDE-Kämpfen bis Februar 2004 erzielte er nur einen Sieg, wobei er eine der Niederlagen nach Punkten im Rückkampf gegen Wowtschanin erlitt.[24] Weiters verlor er jeweils durch KO/TKO gegen Heath Herring[25] und Yoshihisa Yamamoto.[26]

Bis zu seinem Karriereende im August 2009 bestritt er noch neun Kämpfe mit zwei Siegen und sieben Niederlagen bei unterschiedlichen Promotionen. So verlor er im April 2008 bei YAMMA Pit Fighting in Atlantic City (New Jersey) durch Submission gegen Oleg Taktarow[27] und im September 2008 bei Vengeance Fighting Championship in Concord (North Carolina) ebenfalls durch Submission gegen Jeff Monson.[28] Seinen letzten Kampf verlor er am 28. August 2009 bei M-1 Global in Kansas City (Missouri) durch TKO gegen Muhammed Lawal.[29]

Sonstiges

2002 war er in John Hyams Sport-Dokumentarfilm The Smashing Machine: The Life and Times of Extreme Fighter Mark Kerr zu sehen.[30]

2025 wurde der Spielfilm mit dem Namen The Smashing Machine veröffentlicht und basiert auf dem Leben von Mark Kerr, der dabei von Dwayne Johnson verkörpert wird.[31][32]

Quellen

Commons: Mark Kerr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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