Markus Knauss

Schweizer Politiker der Grünen From Wikipedia, the free encyclopedia

Markus Knauss (* 27. Juli 1961 in Wattwil) ist ein Schweizer Verkehrspolitiker der Grünen. Er gehörte zwischen 1998 und 2026 dem Gemeinderat der Stadt Zürich an und leitet seit 1993 gemeinsam mit seiner Partnerin Gabi Petri die Zürcher Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz.

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Werdegang

Politik

Knauss wurde am 27. Juli 1961[1] in Wattwil geboren[2][3][4] und wuchs im Toggenburg auf.[5] Er ist gelernter Historiker (lic. phil. I). Aus deutscher Familie stammend erlebte er als KInd 1970 die Schwarzenbach-Initiative, die eine Reduktion der Ausländeranzahl vorsah, als politisch prägendes Ereignis. Dieses Erlebnis bewog ihn nach eigenen Angaben, sich politisch zu engagieren.[5]

Er trat 1985 der Grünen Partei bei.[1] Von 1992 bis 2002 war Knauss Mitglied der Kreisschulpflege Limmattal.[6] 1993 übernahm er zusammen mit Gabi Petri die Geschäftsführung der Zürcher Sektion des Verkehrs-Club der Schweiz (VCS).[1] Ab dem 8. April 1998 gehörte er dem Gemeinderat der Stadt Zürich an[6], wo er Mitglied der Fraktion der Grünen war. Ebenfalls seit 1998 war er Mitglied der Verkehrskommission des Gemeinderats – dieses Amt bekleidete er zweimal als Präsident.[6] Von 2009 bis 2013 war Knauss Fraktionspräsident der Grünen.[1] Im Jahr 2014 kandidierte Knauss für den Stadtrat, wurde jedoch nicht gewählt.[5] Nach 28-jähriger Tätigkeit im Stadtparlament verpasste Knauss bei den Erneuerungswahlen 2026 die Wiederwahl knapp.[7][8]

Wirken

Die Verlängerung der Tramlinie 8 in Richtung Hardturm im Jahr 2017 ging auf einen Vorstoss von ihm zurück.[9] 2020 war er zusammen mit seiner Partnerin federführend bei der erfolgreichen Nein-Kampagne im Vorfeld der Volksabstimmung über den Umbau der Rosengartenstrasse,[10] welche die meistbefahrene innerstädtische Verkehrsachse ist.[11] Die Abstimmung forderte den Rosengartentunnel und wurde national beachtet.[12][13][14] Über 60 Prozent der Bevölkerung stimmten Nein, die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete das Abstimmungsresultat als «einen der grössten Siege in der jahrzehntelangen Tätigkeit des Politikerpaars».[10]

Unter Knauss' Führung bekämpfte der VCS erfolgreich eine von der Zürcher Kantonalbank vorgeschlagene Seilbahn (ZKB-Seilbahn)[15], das Bauprojekt Pentagon für das Fussballstadion, das Bauprojekt Eurogate Zürich beim Zürcher Hauptbahnhof und erstritt die Auslagerung des Formel-E-Rennens im Jahr 2017.[16]

Knauss ist wegen seiner Verkehrspolitik national bekannt und fand mehrfach Erwähnung in nationalen Medien.[1][17][18][19] Der Tages-Anzeiger nannte ihn nach seiner Abwahl den «profiliertesten Verkehrsstrategen» der Grünen, einen «Parkplatz-Terminator» und einen der «härtesten Widersacher» der Autolobby.[7] Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete ihn als «grünen Dogmatiker»[20] und «Urgestein»[21]. Zudem sei er aufgrund seiner «kompromisslosen» Politik «einer der bekanntesten Velolobbyisten der Stadt»[21]. Politische Gegner beschreiben ihn als erfahrenen, aber kompromisslosen Politiker.[1] Tsri.ch würdigte ihn neben seiner Partnerin zum drittwichtigsten Zürcher im Jahr 2025, weil die beiden «für ihre Dossierkenntnis und häufigen Rekurse gegen grosse Projekte» gefürchtet seien und das «physische Gesicht der Stadt» formen würden.[22]

Privatleben

Markus Knauss wohnt mit seiner Partnerin Gabi Petri in Zürich Wiedikon und ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern.[1]

Einzelnachweise

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