Marquard I. von Hagel

Fürstbischof von Eichstätt From Wikipedia, the free encyclopedia

Marquard I. von Hagel († 8. Februar 1324) war Fürstbischof von Eichstätt von 1322 bis 1324.

Bischof Marquard I. im Pontifikale Gundekarianum

Herkunft

Marquard I. stammte wie der der gleichnamige Abt von Sankt Ulrich und Afra in Augsburg (1315–1334) aus dem schwäbischen Adelsgeschlecht derer von Hagel, einer edelfreien Familie, die aus einem Zweig derer von Hürnheim hervorgegangen war. Seine Mutter war eine geborene Speth von Faimingen (siehe auch Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/S).

Leben

Marquard I. von Hagel studierte an der Universität Bologna und ist seit 1296 als Domherr in Eichstätt bezeugt. Er gründete das Kollegiatstift Unsere Liebe Frau in Eichstätt. Bereits seit 1316 bekleidete er das Amt des Administrators. Verschiedene Maßnahmen, wie der Verkauf von letzten Besitzungen in Tirol, eine Klärung des Einflusses der Grafen von Oettingen in der Stadt Herrieden, die er unter Vermittlung von Ludwig dem Bayern mit einer Abfindung zufriedenstellte, oder das Anlegen eines ersten Lehenbuchs, trug er dazu bei, das Hochstift Eichstätt in ein geschlosseneres Territorium umzuformen. Er wurde „keine 60 Jahre“ alt und im Chor der von ihm gegründeten Kollegiatkirche bestattet.

Literatur

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