Marquard I. von Hagel
Fürstbischof von Eichstätt
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Marquard I. von Hagel († 8. Februar 1324) war Fürstbischof von Eichstätt von 1322 bis 1324.

Herkunft
Marquard I. stammte wie der der gleichnamige Abt von Sankt Ulrich und Afra in Augsburg (1315–1334) aus dem schwäbischen Adelsgeschlecht derer von Hagel, einer edelfreien Familie, die aus einem Zweig derer von Hürnheim hervorgegangen war. Seine Mutter war eine geborene Speth von Faimingen (siehe auch Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/S).
Leben
Marquard I. von Hagel studierte an der Universität Bologna und ist seit 1296 als Domherr in Eichstätt bezeugt. Er gründete das Kollegiatstift Unsere Liebe Frau in Eichstätt. Bereits seit 1316 bekleidete er das Amt des Administrators. Verschiedene Maßnahmen, wie der Verkauf von letzten Besitzungen in Tirol, eine Klärung des Einflusses der Grafen von Oettingen in der Stadt Herrieden, die er unter Vermittlung von Ludwig dem Bayern mit einer Abfindung zufriedenstellte, oder das Anlegen eines ersten Lehenbuchs, trug er dazu bei, das Hochstift Eichstätt in ein geschlosseneres Territorium umzuformen. Er wurde „keine 60 Jahre“ alt und im Chor der von ihm gegründeten Kollegiatkirche bestattet.
Literatur
- Alfred Wendehorst: Das Bistum Eichstätt. Band 1: Die Bischofsreihe bis 1535. Reihe: Germania Sacra – Neue Folge 45. Berlin 2006. ISBN 978-3-11-018971-1. S. 150–154.
- Franz Heidingsfelder
Weblinks
- Eintrag zu Marquard I. von Hagel auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Marquard I. von Hagel auf gcatholic.org (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Marquard I. von Hagel |
| KURZBESCHREIBUNG | Fürstbischof von Eichstätt (1322–1324) |
| GEBURTSDATUM | 13. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 8. Februar 1324 |