Masters of the Universe (2026)
Film von Travis Knight (2026)
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Masters of the Universe ist ein im Juni 2026 veröffentlichter US-amerikanischer Superhelden- und Fantasyfilm, der auf dem gleichnamigen Franchise von Mattel basiert. Der Film wurde von Regisseur Travis Knight inszeniert; Nicholas Galitzine und Jared Leto spielen die Hauptrollen. Es handelt sich um die zweite Realverfilmung nach Masters of the Universe (1987). Im Film wird Prinz Adam als Kind von seinem Planeten getrennt und wächst auf der Erde auf. Nach dem Wiederfinden des Zauberschwerts kehrt er zurück und nimmt die Identität He-Man an, um seine Heimat von Skeletor zu befreien.
| Film | |
| Titel | Masters of the Universe |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 140 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Amazon MGM Studios, Mattel Studios, Escape Artists |
| Stab | |
| Regie | Travis Knight |
| Drehbuch | Chris Butler, Aaron und Adam Nee, Dave Callaham |
| Produktion | Todd Black, Jason Blumenthal, Robbie Brenner, DeVon Franklin, Steve Tisch |
| Musik | Daniel Pemberton |
| Kamera | Fabian Wagner |
| Schnitt | Paul Rubell |
| Besetzung | |
| |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Handlung
Auf dem Planeten Eternia befindet sich im Castle Grayskull der Hauptstadt Eternos ein Schwert, in das göttliche Macht eingefasst sein soll. Der junge Prinz Adam wird als Kind von dem königlichen Waffenmeister Duncan trainiert, erscheint seinem Vater aber als schwach und nicht mannhaft. Eines Tages wird die Hauptstadt von der Armee des bösen Skeletor angegriffen. Nachdem Duncan in einem Kampf gegen Trap-Jaw versagt und Skeletor König Randor gefangen nimmt, schickt die Zauberin, die das Schwert bewacht, Adam mit diesem durch ein magisches Portal auf die Erde. Während des Transports verliert er es aber aus seiner Hand.
Fünfzehn Jahre später arbeitet Adam als junger Mann in einem Großraumbüro. Er hat seine Erinnerungen an Eternia in Kinderzeichnungen festgehalten und sucht besessen nach dem Schwert. Als er es in einem Spielzeugladen findet und an sich nimmt, erscheinen durch ein Signal des Schwerts alarmiert Skeletors Handlanger, das Biest (Beast-Man), und Duncans Ziehtochter Teela, die Adam vor Beast-Man rettet. In ihrem Raumschiff fliegt sie ihn nach Eternia, das nun unter Skeletors Tyrannei steht. Im Unterschlupf der überlebenden Krieger zweifeln diese zunächst an Adam und dem Schwert und werfen ihn und Teela in eine Zelle, in der sich auch Duncan, mittlerweile ein Alkoholiker, und ein Roboter befinden.
Als Skeletors Truppen den Unterschlupf angreifen, entfliehen die vier der Zelle. Im Kampf gegen Trap-Jaw beschwört Adam die Macht des Schwerts, die ihn in einen muskulösen Helden verwandelt. Er reißt Trap-Jaw seinen mechanischen Arm ab und tötet damit weitere Handlanger. In Teelas Schiff fliegen sie davon in einen Wald. Skeletor sendet ihm eine Herausforderung und enthüllt, dass Adams Eltern noch am Leben seien. Adam geht darauf mit seinen Freunden zu Skeletors Versteck im Snake Mountain, wo die anderen sofort gefangen genommen werden. Skeletor führt Adam seinen Vater, König Randor, vor und Adam kämpft gegen den Bösewicht, doch ein fehlgehender Schlag Adams lässt die Höhlenwand einstürzen, wodurch sein Vater stirbt. Skeletor schlägt Adam nieder und wirft ihn in die Zelle. Dort trifft er seine Freunde, seine Mutter Königin Marlena, seine Katze Cringer und Krieger wie Dian, Fisto, Ram-Man und Mekanek, deren Namen Adam sich als Kind ausgedacht hatte. Skeletor hat das Schwert an sich genommen, das in seiner Hand aber nicht seine Macht entfesselt, sodass die böse Zauberin Evil-Lyn vorschlägt, es nach Castle Grayskull zu bringen.
Nach einer Motivationsrede Adams arbeiten er und die anderen zusammen, aus der Zelle auszubrechen, und machen sich auf nach Eternos. Die Krieger kämpfen gegen Skeletors Armee und Duncan gegen Trap-Jaw; im Schloss kämpft Adam gegen Skeletor, Teela gegen Evil-Lyn und Cringer gegen das Biest. Das Schwert zerbricht in mehrere Teile, Skeletor rammt eines in Adam und verhöhnt ihn in einer Reihe von Visionen. In einer davon erscheint die Zauberin und erklärt Adam, dass nicht das Schwert das Gefäß für die Macht sei, sondern er selbst die Macht habe. Dadurch bestärkt besiegt Adam Skeletor; Evil-Lyn aber nutzt den Moment, um sich davon zu schleichen. Sechs Monate später ist Eternos unter Adams Mutter als Königin wiederhergestellt und aufgeblüht. Auf Teelas Nachfrage gesteht Adam, welchen Namen er für sich selbst ausgedacht hatte: He-Man.
Entstehung
Eine zweite Realverfilmung war bereits mehrere Jahren geplant, u. a. unter dem Arbeitstitel Grayskull, wurde jedoch aufgrund diverser Wechsel bei Regie, Drehbuch und Darstellern immer wieder verschoben, umgeschrieben oder verworfen.[3] 2017 war David S. Goyer (Blade: Trinity) als Regisseur und Drehbuchautor vorgesehen.[4] 2019 kündigte Sony Pictures eine Produktion der Tochterfirma Columbia Pictures an, bei der die Brüder Aaron und Adam Nee Regie führen sollten. Das Drehbuch schrieben Art Marcum und Matt Holloway; die Rolle des He-Man sollte Noah Centineo übernehmen.[3] Nachdem Centineo jedoch seinen Rückzug erklärte,[5] verwarf Sony Pictures 2020 das Projekt und gab es an Netflix ab.[6] Netflix schien das passende Studio zu sein, da es zu jenem Zeitpunkt mit Revelation und He-Man and the Masters of the Universe (2021) bereits zwei Fernsehserien der Marke produzierte. He-Man-Darsteller sollte nun Kyle Allen werden. Die Regie sollten weiterhin die Nee-Brüder übernehmen, die gemeinsam mit Dave Callaham auch das Drehbuch verfassten. Doch 2024 brach auch Netflix das Vorhaben ab, da das Budget mit 200 Millionen US-Dollar zu hoch war und eine geplante Reduzierung auf 150 Millionen scheiterte. Berichten zufolge waren bereits über 30 Millionen Dollar ausgegeben worden.[7]
Nach beiden erfolglosen Neuverfilmungsversuchen durch Sony Pictures und Netflix wird das Projekt nun von Metro-Goldwyn-Mayer realisiert, einer Tochter von Amazon MGM Studios.[8] Im Dezember 2024 wurden Travis Knight als Regisseur und Chris Butler als Drehbuchautor bestätigt.[9] Beide arbeiteten bereits bei Kubo – Der tapfere Samurai zusammen.
Für die Hauptrolle des He-Man wurde Nicholas Galitzine engagiert, der unter anderem im Mystery-Thriller Der Hexenclub mitspielte. Galitzine beschrieb seine Vorbereitung auf die Rolle als die härteste körperliche und emotionale Sache, die er je gemacht habe, und berichtete von Phasen der Körperdysmorphie.[10] Jared Leto, Sänger von Thirty Seconds to Mars und Oscar-Preisträger für seine Nebenrolle in Dallas Buyers Club, wurde für die Rolle des Skeletor engagiert.[11]
Die Hauptdreharbeiten begannen Anfang 2025 in London.[12] Kameramann ist der Deutsche Fabian Wagner,[13] der für seine Arbeiten in Sherlock und Game of Thrones jeweils für den Emmy Award nominiert war.[14]
Für die Filmmusik wurde Daniel Pemberton beauftragt; dieser komponierte u. a. die Musik zu Spider-Man: Across the Spider-Verse.[15]
Die Produktionskosten betrugen ca. 170 Millionen Dollar.[16]
Auf früheren Konzeptzeichnungen sieht Skeletor deutlich unheimlicher aus als später verwirklicht. Dies deutet darauf hin, dass ursprünglich eine düsterere Handlung angedacht war. Knights finaler Film setzt hingegen auf bunte Action und komödiantische Elemente.[17]
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Iyuno Germany. Dialogregie führte Björn Schalla, der auch das Dialogbuch schrieb.[18]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Königsfamilie | ||
| Adam / He-Man | Nicholas Galitzine | Max Felder |
| Artie Wilkinson-Hunt (Jung) | Keanu Peters (Jung) | |
| Cringer / Battle Cat | Tom Wilton (Stimme) | Hannes Maurer |
| König Randor | James Purefoy | Klaus-Dieter Klebsch |
| Königin Marlena Glenn | Charlotte Riley | Victoria Sturm |
| Helden-Horde | ||
| Teela | Camila Mendes | Birte Baumgardt |
| Eire Farrell (Jung) | Emilia Raschewski (Jung) | |
| Man-At-Arms / Duncan | Idris Elba | Oliver Stritzel |
| Roboto | Kristen Wiig (Stimme) | Katrin Fröhlich |
| Die Zauberin | Morena Baccarin | Melanie Hinze |
| Fisto | Jóhannes Haukur Jóhannesson | Torben Liebrecht |
| Ram Man | Jon Xue Zhang | Marius Clarén |
| Dian | Christiaan Bettridge | Lisa May-Mitsching |
| Mekanek | James Wilkinson | Leonhard Mahlich |
| Moss Man | Stephen Adentan (Stimme) | |
| Komodo | Alex Davison | |
| Schiff der Helden | Piotr Michael | Frank Schaff |
| Böse-Horde | ||
| Skeletor | Jared Leto (Stimme) | Jaron Löwenberg |
| Evil-Lyn | Alison Brie | Christin Marquitan |
| Trap Jaw | Sam C. Wilson | Marti Fischer |
| Beast Man | Gary Martin (Stimme) | Matti Klemm |
| Tri-Klops | Kojo Attah | |
| Karg | Hung Dante Dong | |
| Spikor | James Apps | Martin Kautz |
| Goat Man | Hafþór Júlíus Björnsson | Marco Kröger |
| Pig Boy | Arun Bassi | Gerald Schaale |
| Auf der Erde | ||
| Hussein | Christian Vunipola | Sebastian Fitzner |
| Suzie | Sasheer Zamata | Britta Steffenhagen |
| Schwert-Nerd | Connor Crawford | Jan-Marten Block |
| Nerd #1 | Callum Burns | Tim Sander |
| Officer T. Black | Max Kraus | |
| Officer Blumenthal | Kelly Coughlin | |
| Macho-Man | Dolph Lundgren | Manfred Lehmann |
Spoiler (Post-Credit-Szene)
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Adora / She-Ra | Lauren Saliu | Lea Kalbhenn |
| Orko | Christopher Ragland (Stimme) |
Veröffentlichung
Am 23. Juli 2025 erschien der erste Teaser.[19] Am 22. Januar 2026 wurde der erste Main-Trailer veröffentlicht,[11] gefolgt von einem zweiten am 31. März,[20] einem dritten am 23. April[21] und einem finalen, vierten am 20. Mai.[22]
Der Film kam am 4. Juni 2026 in Deutschland in die Kinos, in den USA einen Tag später.[23] Der US-Vertrieb erfolgte durch Amazon MGM Studios, der internationale Vertrieb durch Sony Pictures Releasing International.[24] Der Film lief auch in 3D und in IMAX-Kinos.[25]
In Frankreich wurde der Kinostart abgesagt, stattdessen erscheint der Film dort später auf Amazons Streamingplattform Prime Video.[26]
In den USA spielte der Film am Startwochenende ca. 29 Millionen Dollar ein, in Deutschland 1,9 Millionen.[27]
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| James Berardinelli | |
| RogerEbert.com | |
| Slant Magazine | |
| Cinema | |
| Prisma | |
| Filmdienst | |
| Screen Rant | |
| IGN |
Zur Veröffentlichung erhielt der Film ein durchmischtes Echo aus der Kritik. Auf Rotten Tomatoes wurde er mit 74 % positiv bewertet[36], bei Metacritic ist er mit 54 % im Mittelfeld.[37] Gelobt werden der Unterhaltungswert, die seltsam anmutende, farbenfrohe Ausstattung und die Hingabe zum Ausgangsmaterial. Bemängelt werden der teils dümmliche Humor, die stellenweise banalen und zu langen Action-Szenen und die übertriebenen Spezialeffekte. Auch könne sich der Film nicht entscheiden, welcher Zielgruppe er gefallen möchte.[38]
Der Filmdienst kritisierte, der Film fühle sich an wie eine kalkulierte Mischung aus einem Marvel-Film und Barbie. Der Versuch, mit selbstironischem Humor alten und neuen Fans gerecht zu werden, gelinge zu selten. Trotz eines überzeugenden Looks bleibe der Film ein inhaltlich substanzloses Hochglanzprodukt.[39]
Cinema urteilte: „Augenzwinkerndes Fantasyspektakel, das gut unterhält, aber nicht im Gedächtnis bleibt.“[40]
Welt-Autor Jan Küveler nannte das Ergebnis eine trashig-heitere und krude Mischung aus Fantasy, Science-Fiction und Muckibude. Intellektuelle Kulturkämpfe müsse hier keiner fürchten. Der Film ironisiere seine eigene Lächerlichkeit und bleibe an sein Ausgangsmaterial gekettet. Wer sich damit begnüge, der könne dem Film etwas abgewinnen.[41]
Der österreichische Standard bemängelte, Knights eklektische Effektorgie schwanke zwischen Materialschlacht und Ratlosigkeit. Im Vergleich dazu würden selbst Marvel-Helden wie Shakespeare-Figuren wirken. Zumindest bleibe Prinz Adam als sympathischer, leichtgewichtiger Posterboy, der sich freue, seinen grünen, sprechenden Tiger wiederzutreffen, und mit einem aus Star Wars geliehenen Roboter plaudere. Der Film sei "für alle, die sich mit videospielverliebten Effektgewittern unter Marvel-Niveau unterhalten lassen wollen".[42]
IGN kam zu dem Fazit: „Kurzweiliger Ausflug in ein angestaubtes Franchise, dessen charismatischer Hauptdarsteller und rockige Musik das lahme Drehbuch und den nicht immer zündenden Humor zum Teil kaschieren können.“[43]
Das Slant Magazine kritisierte, Knights Film sei darauf bedacht, das Publikum über ihn statt mit ihm lachen zu lassen. Die Kampfszenen seien zwar bombastisch und stellenweise sogar dramatisch, doch jedes Mal, wenn der Film an Fahrt aufnehme, würden diese Momente durch billige Comedy-Versuche im Keim erstickt. Masters of the Universe sei trotz seiner offensichtlichen Ausrichtung auf Vierzigjährige, die in ihrer Kindheit die Blütezeit von He-Man erlebten, letztlich ein Kinderfilm. Kinder hätten vermutlich kein Problem damit, dass alberne Witze die an Frank Frazetta erinnernde Atmosphäre in ihren besten Momenten zunichtemachten.[44]
Die IT-Website Heise online kritisierte, der Film sei „ganz witzig, aber sinnlos“. Der Zuschauer bekomme eine Parodie, eine ernst gemeinte Geschichte über die Bedeutung von Macht und Männlichkeit, einen Haufen Fantasy-Action, teure Spezialeffekte und ziemlich alberne Kostüme. Die Schauspieler wirkten ratlos, indem sie stets „ernst schauen, aber vorsorglich eine ironische Augenbraue heben“, da in jeder Szene prinzipiell alles passiere. Ein Krieg breche aus und daraufhin werde es wieder albern. Skeletor sei sadistisch und zugleich witzig und jederzeit könne Idris Elba ins Bild kommen und ernstgemeinte Männergefühle ausdrücken. Masters of the Universe weise keine Logik, keine Spannung und keine funktionierende Dramaturgie auf. Nichts habe Gewicht oder eine Bedeutung. Viele Charaktere sterben, nie sei es schlimm. Der Film wirke wie ein Brainstorming aus altbekannten Ideen von Conan bis Bud Spencer. Nach einer langatmigen Rahmenhandlung und einer platt geschriebenen und schlecht gespielten Bürohandlung werde es zumindest auf Eternia besser. He-Mans Heimat habe nostalgischen Reiz und sei ein prototypisches Fantasyreich mit starken Designbezügen zu Spielzeug und Zeichentrickserie. Doch der Film verirre sich auf einer Länge von 142 Minuten immer wieder. Für kurzweilige Action mit ein wenig Selbstironie wäre ein Zusammenschnitt auf 90 Minuten genug gewesen. Stattdessen sei ein zerfahrener Quatsch mit Überlänge und Fragezeichen herausgekommen.[45]
Merchandising
Zum Kinostart erschien eine neue Action-Figuren-Reihe namens Chronicles. Bereits auf der 75. Nürnberger Spielwarenmesse im Januar 2026 präsentierte Mattel sie einem Fachpublikum. Die Figuren unterscheiden sich in Design und Proportionen deutlich von den Originalen der 1980er-Jahre. Sie sind detaillierter gestaltet, insbesondere bei den Gesichtern, die an die Darsteller des Films angelehnt sind, und fallen größer aus als die Originale: Während diese damals etwa 14 Zentimeter groß waren und einen gedrungenen, stark muskulösen Körperbau aufwiesen, sind die neuen bis zu 2,5 Zentimeter höher und verfügen über realistischere Körperproportionen.[46]
Weblinks
- Masters of the Universe bei IMDb
- Offizielle Website zum Film bei Sony Pictures (deutsch)
- Offizielle Website zum Film bei Mattel (deutsch)
- Offizielle Website zum Film bei Amazon MGM Studios (englisch)
