Maurice Colrat
französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung
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Jean Charles Maurice Colrat de Montrozier (geboren am 23. September 1871 in Sarrazac, Département Lot; gestorben am 4. März 1954 in Paris) war ein französischer Rechtsanwalt und Politiker der Dritten Republik.


Leben
Maurice Colrat wurde am 23. September 1871 im Dorf Muzac in der Gemeinde Sarrazac als Sohn von Paul Colrat, einem Bergbauingenieur aus Firmy bei Decazeville, und Madeleine Doutres geboren. Er besuchte das Gymnasium in Rodez und anschließend in Paris das Jesuitenkolleg in der Rue de Vaugirard.[1] 1902 heiratete er in Seclin Anne Claire Charlotte Delaune.[2]
Als Anwalt am Pariser Gericht war er nur selten als Prozessanwalt tätig und widmete sich vor allem der Politik und dem Journalismus. 1905 war er Vorsitzender der Conférence Molé-Tocqueville. Er war 1899 Mitbegründer der Union républicaine et démocratique[A 1]. 1910 übernahm er die Leitung der Zeitung L’Opinion[3] und wurde zu einer prominenten Persönlichkeit der Pariser Presse. Während des Ersten Weltkriegs dient er im Generalstab, während er weiterhin L’Opinion leitete.[1]
1919 und 1924 wurde er als Vertreter der Alliance démocratique in die Abgeordnetenkammer gewählt; 1928 scheiterte er bei den Wahlen.[1]
1921 war er als Sous-secrétaire d’État im Innenministerium Mitglied des Kabinetts Briand VII; dem nachfolgenden Kabinett Poincaré II gehörte er als Justizminister an. Denselben Posten übte er zwei später noch einmal im Kurzzeitkabinett Herriot II aus.[1]
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Colrat bei La Revue universelle mit und unterstützte Marschall Pétain.
Weblinks
- Maurice, Jean, Charles Colrat de Montrozier. In: Assemblée nationale. (französisch).
- Colrat, Maurice. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
- Angaben zu Maurice Colrat in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
Anmerkungen
- Nicht zu verwechseln mit der Fraktion Union républicaine et démocratique; diese ist erst später entstanden.