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Maximilian von Hagenow

preußischer General der Kavallerie From Wikipedia, the free encyclopedia

Maximilian Carl August Friedrich Robert von Hagenow (* 9. März 1844 in Langenfelde; † 14. Februar 1906 in Metz) war ein preußischer General der Kavallerie.

Leben

Herkunft

Maximilian war ein Sohn des Politikers Gustav von Hagenow (1813–1876) und dessen erster Ehefrau Luise, geborene Finelius (1813–1859), Tochter von Johann Christian Friedrich Finelius. Der Landrat Gustav von Hagenow war sein älterer Bruder.

Militärkarriere

Hagenow studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und wurde dort Mitglied des Corps Hansea Bonn.[1] Er trat am 1. Oktober 1864 als Einjährig-Freiwilliger in das Königs-Husaren-Regiment (1. Rheinisches) Nr. 7 der Preußischen Armee ein. Ende April des Folgejahres erfolgte seine Versetzung in das Thüringische Husaren-Regiment Nr. 12 und Hagenow avancierte Anfang Dezember zum Sekondeleutnant. 1866 nahm er während des Krieges gegen Österreich an der Schlacht bei Königgrätz sowie dem Gefecht bei Blumenau teil und wurde nach dem Friedensschluss Ende Oktober nach Hofgeismar in das Husaren-Regiment Nr. 13 versetzt.[2] Nach der Mobilmachung anlässlich des Krieges gegen Frankreich war Hagenow vom 27. Juli 1870 bis zum 1. Juli 1871 als Ordonnanzoffizier der 22. Infanterie-Division kommandiert. In dieser Eigenschaft nahm er an den Kämpfen um Wörth und Sedan, der Einschließung von Paris mit dem Ausfallgefecht am Mont Mesly, dem Gefecht bei Artenay sowie den Schlachten bei Châteaudun, Loigny, Orléans und Le Mans teil. Neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes wurde er mit dem Mecklenburgischen Militärverdienstkreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Nach dem Krieg absolvierte Hagenow ab Oktober 1871 für drei Jahre die Kriegsakademie in Berlin, rückte Mitte Februar 1872 zum Premierleutnant auf und war ab Mai 1874 auf ein Jahr zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Daran schloss sich seine Kommandierung als Adjutant der 25. Kavallerie-Brigade (Großherzoglich Hessische) in Darmstadt an und Hagenow wurde unter Belassung in dieser Stellung am 1. Juni 1875 in das 3. Badische Dragoner-Regiment „Prinz Karl“ Nr. 22 versetzt. Unter Beförderung zum Rittmeister trat er am 11. März 1876 als Eskadronchef im 2. Hessischen Husaren-Regiment Nr. 14 wieder in den Truppendienst zurück. Im Mai 1879 erhielt er die Erlaubnis zur Annahme des Ritterkreuzes des Ordens der Krone von Italien und des Offizierskreuzes des Belgischen Leopoldsordens.[3]

Unter Überweisung zum Großen Generalstab wurde Hagenow am 5. Februar 1881 als Hauptmann in den Generalstab der Armee versetzt. Von dort folgte Anfang April 1881 seine Versetzung zum Generalstab der 30. Division und am 1. Februar 1883 zum Generalstab der Kavallerie-Division des XV. Armee-Korps, beide in Metz. 1882 war Hagenow anlässlich des Anglo-Ägyptischen Krieges als Beobachter in das Hauptquartier der British Army in Ägypten kommandiert, wofür er die britische Feldzugmedaille erhielt.[4] Am 22. April 1884 wurde er nach Schwerin zum Generalstab der 17. Division versetzt, avancierte Mitte April 1885 zum Major und erhielt im Mai 1887 für seinen Dienst die Erlaubnis zur Annahme des Ehrenkreuzes des Greifenordens[5] Mitte Oktober 1888 trat Hagenow zum Generalstab des Gouvernement von Köln über. Unter Beförderung zum Oberstleutnant und Verleihung des Ranges als Regimentskommandeur erfolgte am 18. November 1890 seine Versetzung zum Großen Generalstab und gleichzeitige Kommandierung zur Dienstleistung beim Kürassier-Regiment „Graf Gessler“ (Rheinisches) Nr. 8. Unter Entbindung von diesem Kommando wurde er am 19. Februar 1891 zur Vertretung des Kommandeurs des 2. Rheinischen Husaren-Regiments Nr. 9 nach Trier kommandiert und am 29. April 1891 zum Kommandeur dieses Verbandes ernannt. Hagenow rückte am 17. Juni 1893 zum Oberst auf, wurde am 14. Juni 1895 unter Stellung à la suite seines Regiments zum Kommandeur der 15. Kavallerie-Brigade in Köln ernannt und am 22. März 1897 zum Generalmajor befördert. Nachdem man ihn am 22. Mai 1899 zunächst mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Inspekteur der 1. Kavallerie-Inspektion in Königsberg beauftragt hatte, wurde er schließlich am 22. Mai 1900 mit der Beförderung zum Generalleutnant zum Inspekteur ernannt. Am 19. September 1901 erfolgte seine Ernennung zum Gouverneur von Köln. In gleicher Eigenschaft war Hagenow ab dem 18. Mai 1903 in Metz tätig und erhielt am 15. September 1904 den Charakter als General der Kavallerie. Anlässlich des Ordensfestes wurde ihm im Januar 1905 der Rote Adlerorden I. Klasse mit Eichenlaub verliehen.[6] Außerdem erhielt Hagenow die Erlaubnis zur Annahme der Großkreuze des Bayerischen Militärverdienstordens und des Albrechts-Ordens.[7][8]

Er war Rechtsritter des Johanniterordens.

Familie

Hagenow heiratete am 15. März 1884 in Berlin Marie Treutler (1857–1935). Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Max (* 1884) und Viktor von Hagenow (1886–1965) hervor.

Literatur

Einzelnachweise

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