Melanomakrophage
Art von Fresszellen (Makrophagen)
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Als Melanomakrophage bezeichnet man eine Art von Fresszellen (Makrophagen), die Pigmente wie Melanine, Lipofuszin und Hämosiderin enthalten. Melanomakrophagen kommen bei Fischen sowie einigen Amphibien und Reptilien vor.[1] Außer bei Lachsen und Amphibien sind sie zu Zellanhäufungen (Melanomakrophagenzentren) in der Milz zusammengeballt.[2] Bei Fischen kommen diese Zellen neben der Milz auch in der Kopfniere und Leber vor, bei Amphibien auch in der Leber, wo sie Kupffer-Zellen umgeben.[1]
Herkunft
Melanomakrophagen sind vermutlich Abkömmlinge der Blutstammzellen. Während Melanin in Hämozyten bei Gliederfüßern eine größere Rolle spielt, wird bei Warmblütern nur Zellen ektodermaler Herkunft eine Melaninbildung zugesprochen und Melanomakrophagen sind nicht im Klassifikationssystem für Makrophagen bei Wirbeltieren enthalten. Dennoch gibt es Hinweise, dass Melanin bei Kaltblütern auch in Leukozyten gebildet wird. Daher wurde vermutet, dass in den Melanomakrophagen keine Melaninsynthese stattfindet, sondern das Melanin von anderen Zellen produziert und phagozytiert wird. Andererseits konnte bei Knochenfischen festgestellt werden, dass eine Leukozyten-Zelllinie Melanosomen bilden kann. Daher konkurrieren derzeit zwei Hypothesen zur Herkunft der Zellen: Eine hält sie für Abkömmlinge des Neuroektoderms, die andere von Leukozyten.[1]
Funktion
Die Funktion der Melanomakrophagen ist, wie die Herkunft des Melanins, bislang nicht eindeutig geklärt. Sie sind zur Phagozytose verschiedenen Materials befähigt und können dieses zersetzen. Ob das Melanin als Radikalfänger bei der Abwehr von Bakterien freiwerdender Radikale dient, wurde vermutet. Es schließt vermutlich Antigene ein, modifiziert die Reaktionen bei der Immunabwehr und schützt die Zellmembranen vor Selbst-Oxidation.[1]