Menthon

organische Verbindung, Naturstoff From Wikipedia, the free encyclopedia

Menthon (Betonung auf der zweiten Silbe: Menthon) ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Menthon
Enantiomere von Menthon
Allgemeines
Name Menthon
Andere Namen
  • 2-Propyl-(2)-5-Methyl-cyclohexanon
  • 2-Isopropyl-5-methylcyclohexanon
Summenformel C10H18O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit, (−)-Menthon besitzt einen schwachen Minzgeruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 89-80-5 (trans-Menthon)
EG-Nummer 201-941-1
ECHA-InfoCard 100.001.765
PubChem 6986
DrugBank DB15920
Wikidata Q54015201
Eigenschaften
Molare Masse 154,25 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,89 g·cm−3 (−)-Menthon[2]

Schmelzpunkt

−6 °C (−)-Menthon[2]

Siedepunkt

207–210 °C (−)-Menthon[2]

Dampfdruck

67 Pa (20 °C) (−)-Menthon[3]

Löslichkeit

308 mg·l−1 in Wasser[4]

Brechungsindex

1,451[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315317
P: 261264272280302+352333+313[5]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vertreter

Es gibt zwei enantiomere Menthone, das (2S,5R)-(−)-Menthon [auch kurz als (−)-Menthon bezeichnet] sowie das (2R,5S)-(+)-Menthon [auch kurz als (+)-Menthon bezeichnet].

Im Menthon sind die Substituenten am Cyclohexanonring trans-ständig angeordnet, die Isomere mit cis-Konfiguration werden als Isomenthon bezeichnet.

Enantiomere von Menthon
Name (−)-Menthon(+)-Menthon
Andere Namen (2S,5R)-(−)-Menthon
L-Menthon
(2R,5S)-(+)-Menthon
D-Menthon
Strukturformel
CAS-Nummer 14073-97-33391-87-5
89-80-5 (Racemat)
EG-Nummer 237-926-1 222-227-6
ECHA-Infocard 100.034.464 100.020.207
PubChem 26447 443159
FL-Nummer 07.176 (Isomerengemisch)
Wikidata Q424902 Q27105203

Vorkommen

(−)-Menthon findet sich im Geraniumöl und im Pfefferminzöl.

Pfefferminze (Mentha × piperita) enthält (−)-Menthon.

(+)-Menthon ist zusammen mit (−)-Isomenthon der Hauptbestandteil des Buchublätteröl (Agathosma betulina).

Gewinnung und Darstellung

Menthon lässt sich durch Oxidation von Menthol herstellen. Die einfachste Oxidation ist die Umsetzung mit Kaliumdichromat in Schwefelsäure.[6]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Menthon ist eine farblose Flüssigkeit mit Minzgeruch. Die Verbindung erstarrt bei −6 °C und siedet bei Normaldruck bei ungefähr 210 °C. Das Racemat siedet bei 207 °C. Beide Enantiomere sind in Wasser mit 308 mg·l−1 nur schwer[4] aber gut in Ethanol löslich und haben eine Dichte von 0,89 g·cm−3. Der Flammpunkt der Enantiomeren liegt bei 72 °C, der des Racemats bei 69 °C.

Analytik

Die zuverlässige qualitative und quantitative Bestimmung von Menthon gelingt nach angemessener Probenvorbereitung durch die Kopplung der Gaschromatographie mit der Massenspektrometrie in Verbindung mit der Dampfraumanalyse. So kann auch in der forensischen Analytik der Gebrauch von menthonhaltigen alkoholischen Getränken sicher festgestellt werden.[7]

Einzelnachweise

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