Mesitaldehyd

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Mesitaldehyd oder Mesitylaldehyd ist eine chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der aromatischen Aldehyde. Sie wird gelegentlich als Ausgangsstoff für die Synthese anderer organischer Verbindungen verwendet. Mesitaldehyd ist ein Derivat des Benzaldehyds mit Methylgruppen in den Positionen 2, 4 und 6 des Benzolrings. Es kann somit ebenfalls als Derivat des Mesitylens betrachtet werden.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Mesitaldehyd
Allgemeines
Name Mesitaldehyd
Andere Namen
  • 2,4,6-Trimethylbenzaldehyd (IUPAC)
  • 2-Formylmesitylen
  • 2-Mesitylencarboxaldehyd
  • Aldehydomesitylen
  • Mesitylaldehyd
Summenformel C10H12O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 487-68-3
EG-Nummer 207-662-1
ECHA-InfoCard 100.006.966
PubChem 10254
ChemSpider 21168786
Wikidata Q63408662
Eigenschaften
Molare Masse 148,22 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,005 g·cm−3 (20 °C)[2]

Schmelzpunkt

14,00 °C[2]

Siedepunkt

113–115 °C[2]

Brechungsindex

1,553 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315411
P: 264273280302+352332+313362+364[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Eigenschaften

Der +I-Effekt der Methylgruppen sorgt für mehr Elektronendichte im aromatischen System, wodurch dieser für weitere elektrophile Substitutionen aktiviert wird. Durch die hydrophoben Methylgruppen ist Mesitaldehyd schlecht in Wasser löslich, jedoch gut in organischen Lösungsmitteln.

Synthese

Mesitaldehyd erhält man in einer Gattermann-Synthese durch Umsetzung von Oxidation von Mesitylen mit Blausäure in Gegenwart von Aluminiumtrichlorid.[4] Alternativ kann die Aldehydgruppe mit (Dichlormethyl)methylether in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators eingeführt werden.[5]


Synthese von Mesitaldehyd aus Mesitylen und (Dichlormethy)methylether

Es sind eine Reihe weiterer Darstellungsmethoden bekannt.[6] Beispielsweise erhält man Mesitaldehyd in einer Grignard-Reaktion von Mesitylmagnesiumbromid[S 1] mit Orthoameisensäureestern,[7] die Palladium-katalysierte Reduktion von Mesitoylchlorid[S 2] mit Wasserstoff,[8] oder die Umsetzung von Mesityllithium mit Eisenpentacarbonyl.[9]

Reaktionen und Verwendung

Mesitaldehyd wurde gelegentlich in der organischen Synthese eingesetzt, insbesondere zur Herstellung von Tetramesitylporphyrin, das als Modellsystem in biologischen Studien verwendet wird.[10][11] Außerdem zum Beispiel zur Herstellung eines Azamethin-Farbstoffs[12] oder in einer Bibliothek für die kombinatorische Synthese im Bereich Medikamentenentwicklung.[13]

Einzelnachweise

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