Michael Ostermann
deutscher Komponist, Dirigent, Musiker und Autor
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Leben und Werk
Michael Ostermann machte bereits mit 16 Jahren[2] als Schüler des humanistischen Maximiliansgymnasiums in München seine ersten Kompositionsversuche. Ein Jahr später wurde er als Jungstudent in Tonsatz und Klavier am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium unterrichtet.[2] Nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule München Dirigieren bei Jan Koetsier und Kurt Eichhorn und belegte als Nebenfächer Klavier, Tonsatz und Komposition. 1967 komponierte er eine Hochzeitsmesse für Vokalquartett und Kammerorchester.

Von 1970 an arbeitet er als Kapellmeister am Stadttheater St. Gallen, am Stadttheater Hildesheim und am Staatstheater Kassel.[3] Aus der Ehe mit der Schauspielerin Henny Lock-Ostermann[4] (geborene Henriette Lock) gingen die drei Kinder Merit Ostermann, Ruth-Maria Ostermann und Clemens Victor Ostermann († 2007) hervor. Ab 1979 arbeitete Ostermann in München freiberuflich als Komponist, Musikerzieher, Chorleiter und Liedbegleiter. Ab 1993 lebte er in Dachau.
Michael Ostermann starb am 4. Januar 2014 an den Folgen einer Krebserkrankung in der Klinik Bad Trissl. Die Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof München.[1]
Sein Schaffensspektrum erstreckte sich von Kammermusik über Sinfonien bis zu Bühnenstücken und literarischen Werken. Zu seinen späteren Kompositionen zählen geistliche Lieder für Chor und Instrumente. Besondere Aufmerksamkeit erregten seine 12 Geistlichen Gesänge[5] sowie seine Sinfonie der Anbetung, die Michael Ostermann aufgrund seiner Krebserkrankung nicht mehr realisieren konnte.
Werke (Auswahl)
- Deutscher Tanz. Klaviersolo, München 1970.
- Beda und Poldi 1916. Ein Schauspiel mit Musik.
- Sonate für Violoncello und Klavier
- Zwölf Minitrios für junge Spieler
- Sonate für Saxophon und Klavier
- Klaviertrio. Dachau 1997.
- Dolores De Rodillo. Erzählung mit Musik. Kreta 2003.
- 12 Geistliche Gesänge
- Sinfonie der Anbetung. Für Orchester, Mezzosopran, Bass und Chor
- Die Ballade vom armen Wanderer. Ein musikalisches Märchen für Mezzosopran, Chor und Kammerensemble. Dachau 2012.
Weblinks
- Website der Familie Ostermann archiviert vom Original im Internet Archive am 23. Juli 2019