Michail Schaidorow
kasachischer Eiskunstläufer
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Michail Stanislawowitsch Schaidorow (kasachisch Михаил Станиславович Шайдоров; * 25. Juni 2004 in Almaty) ist ein kasachischer Eiskunstläufer, der im Einzellauf antritt. Er ist der Olympiasieger von 2026 sowie der Vizeweltmeister und Vier-Kontinente-Meister von 2025. Er ist der erste Eisläufer, der einen Vierfachsprung als letzten Teil einer Kombination sprang.
| Michail Schaidorow | |||||||||||||||||||
Michail Schaidorow (2025) | |||||||||||||||||||
| Voller Name | Michail Stanislawowitsch Schaidorow Михаил Станиславович Шайдоров | ||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||
| Geburtstag | 25. Juni 2004 | ||||||||||||||||||
| Geburtsort | Almaty, Kasachstan | ||||||||||||||||||
| Größe | 174 cm | ||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||
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| Disziplin | Einzellauf | ||||||||||||||||||
| Verein | Altynalmas | ||||||||||||||||||
| Trainer | Alexei Urmanow | ||||||||||||||||||
| Ehemalige Trainer | Stanislaw Schaidorow | ||||||||||||||||||
| Choreograf | Ivan Righini | ||||||||||||||||||
| Status | aktiv | ||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||
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| Persönliche Bestleistungen | |||||||||||||||||||
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| Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix | |||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 14. Februar 2026 | |||||||||||||||||||
Sportliche Karriere
Anfänge im Eiskunstlauf und Juniorenzeit
Michail Schaidorow begann 2010 mit dem Eiskunstlauf. Sein Vater Stanislaw Schaidorow ist ein Eiskunstlauftrainer, der ihn anfangs auch trainierte. Er lernte das Eislaufen zunächst auf einer kleinen öffentlichen Eisfläche in einem Einkaufszentrum.[1] Zurzeit trainiert er bei Alexei Urmanow. Sein Choreograf ist der italienische Eisläufer Ivan Righini. Als sein Vorbild nennt er Yuzuru Hanyū.[2] Ein Ansporn seien für ihn die Erfolge von Denis Ten, dem kasachischen Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2014.[3] Vor Tens verfrühtem Tod besuchte Schaidorow bei ihm Kurse.[1]
Ein Teil von Schaidorows Juniorenzeit fiel in die Zeit der COVID-19-Pandemie, in der zahlreiche Wettbewerbe abgesagt wurden, wodurch er reduzierte Möglichkeiten hatte, internationale Wettbewerbserfahrung zu sammeln.
2020 wurde Schaidorow zum ersten Mal kasachischer Meister. 2021 vertrat er erstmals sein Land bei den Weltmeisterschaften, während er gleichzeitig noch im internationalen Wettbewerb bei den Junioren antrat. Bei seiner ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft belegte er den vorletzten Platz und qualifizierte sich nicht für die Kür. 2022 gewann er bei den Juniorenweltmeisterschaften die Silbermedaille hinter Ilia Malinin.
2023–2024: Erste internationale Erfolge und historische Sprungkombinationen

Bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2024 erreichte Schaidorow jeweils den 14. Platz. Bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften erreichte er 2022 und 2023 den 5., 2024 den 6. Platz. Er nahm außerdem an den Winter World University Games 2023 teil, wo er Vierter wurde.
2023 wurde Schaidorow erstmals in die ISU-Grand-Prix-Serie eingeladen. Er erreichte einen 3. und einen 5. Platz. 2024 erhielt er erneut zwei Einladungen. Mit einem 2. und einem 4. Platz war Schaidorow Siebter im Gesamtranking der Grand-Prix-Serie dieses Jahres und damit erster Nachrücker für das Grand-Prix-Finale. Durch die verletzungsbedingte Absage des französischen Läufers Adam Siao Him Fa rückte Schaidorow ins Finale auf. Dort lag der nach dem Kurzprogramm auf Platz 3, beendete aber den Wettbewerb insgesamt auf dem 5. Platz.

Seine Kombination aus einem dreifachen Axel und einem vierfachen Toeloop, die er erstmals im Grand Prix de France 2024 sprang, ist die erste Sprungkombination mit einem Vierfachsprung an letzter Stelle. Mit einem Grundwert von 17,5 Punkten war diese Kombination zu diesem Zeitpunkt eines der am höchstwertigen möglichen Elemente.[4] Schaidorow gab an, seine Inspiration hierzu sei der japanische Eisläufer Shōma Uno gewesen. Der zweimalige Weltmeister hatte eine Sprungkombination mit einem Vierfachsprung an letzter Stelle erstmals 2019 in einem Wettbewerb versucht, war aber dabei gestürzt. Schaidorow wurde Zeuge eines erfolgreichen Versuchs in einem Trainingslauf durch Uno im Jahr 2021. In den folgenden drei Jahren habe Schaidorow unermüdlich daran gearbeitet, die Kombination zu meistern.[5] Für das folgende Grand-Prix-Finale erhöhte Schaidorow den letzten Sprung auf einen vierfachen Salchow und damit den Grundwert der Kombination auf 18,2 Punkte.[6] Er erreichte damit in dieser Saison die zweithöchsten Punktzahlen für Sprungelemente nach Ilia Malinin.
Schaidorow trat in dieser Saison mit einem Kurzprogramm zu Musik aus dem Film Dune an. Für seine Kür wählte er eine ungewöhnliche Kombination aus Beethovens Mondscheinsonate und Take On Me von a-ha.[7]
2025–2026: Vizeweltmeister und Olympiasieger
2025 nahm Schaidorow erneut an den Winter World University Games 2025 teil, wo er wie bereits 2023 den 4. Platz belegte, sowie an den Winter-Asienspielen 2025, wo er die Bronzemedaille gewann.
Die Vier-Kontinente-Meisterschaften 2025 in Seoul gewann Schaidorow durch zwei fehlerfreie Programme und eine persönliche Bestleistung in der Kür mit insgesamt über 20 Punkten Abstand zum Zweitplatzierten Cha Jun-hwan.[8] Er sagte, dieser Sieg bedeute ihm besonders viel, da genau zehn Jahre zuvor, ebenfalls in Seoul, Denis Ten bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften die erste Goldmedaille für Kasachstan gewonnen hatte.[9]
Seine persönliche Bestleistung in der Kür übertraf er kurz darauf bei den Weltmeisterschaften 2025. Mit einem 3. Platz im Kurzprogramm und dem 2. Platz in der Kür gewann er insgesamt die Silbermedaille.

In der Saison 2025/26 erreichte Schaidorow mit einer Silber- und einer Bronzemedaille in der Grand-Prix-Serie zum zweiten Mal das Grand-Prix-Finale, in dem er Sechster wurde. Bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften 2026 wurde er Fünfter.
Schaidorow vertrat Kasachstan bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand. Er startete im Kurzprogramm als vorletzter Läufer vor Ilia Malinin, der zu diesem Zeitpunkt als klarer Favorit galt.[10] Schaidorow platzierte sich im Kurzprogramm auf dem 5. Rang. In der Kür erzielte er eine neue persönliche Bestleistung von 198,64 Punkten, während alle bis dahin vor ihm platzierten Läufer hinter ihn zurückfielen. So gewann er die Kür ebenso wie die Gesamtwertung und die erste olympische Goldmedaille für Kasachstan im Eiskunstlauf.[6] Auch hier gelang Schaidorow eine Sprungkombination aus dreifachem Axel, Euler und vierfachem Salchow, die mit 21,39 Punkten das am höchsten bewertete Element im Kürwettbewerb der Männer war.[11]

In der olympischen Saison trat Schaidorow zunächst mit einem neuen Kurzprogramm an. Die Musik war eine Mischung aus In the Air Tonight und No Good von Kaleo.[12] Im Verlauf der Saison wechselte Schaidorow wieder zu seinem Dune-Kurzprogramm, das er bereits in der vorherigen Saison gezeigt hatte. Seine Kür lief er zu den Stücken Confessa und The Diva Dance aus dem Film Das fünfte Element, gesungen von dem kasachischen Sänger Dimash Kudaibergen.[13] Auch das verbindet Schaidorow mit seinem Vorbild Denis Ten, dessen letzte Kürmusik ein von Kudaibergen gesungenes Lied war.[14]
Für Aufmerksamkeit sorgte auch Schaidorows Auftritt in der Abschlussgala des olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerbs, in der er in einem Kung-Fu-Panda-Anzug auflief und trotz des sperrigen Kostüms Elemente bis hin zu Dreifachsprüngen vollführte.[15][16]
Bei seiner Rückkehr nach Kasachstan wurde Schaidorow feierlich empfangen. Das Nationale Olympische Komitee Kasachstans stellte ihm eine Dreizimmerwohnung zur Verfügung.[17] Der Sänger Dimash Kudaibergen schenkte Schaidorow ein Auto.[18]
Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 sagte Schaidorow ab. Kasachstan wird stattdessen von Dias Jirenbayev vertreten.[19]
Ergebnisse
| Meisterschaft/Saison | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele | 1. | ||||||
| Weltmeisterschaften | 32. | 14. | 14. | 2. | |||
| Vier-Kontinente-Meisterschaften | 5. | 5. | 6. | 1. | 5. | ||
| Winter-Asienspiele | 3. | ||||||
| Kasachische Meisterschaften | 1. | 1. | |||||
| Juniorenweltmeisterschaften | 22. | 2. | |||||
| World University Games | 4. | 4. | |||||
| Grand-Prix-Serie/Saison | 2019/20 | 2020/21 | 2021/22 | 2022/23 | 2023/24 | 2024/25 | 2025/26 |
| Grand-Prix-Finale | 5. | 6. | |||||
| Cup of China | 3. | 2. | 3. | ||||
| Grand Prix de France | 4. | ||||||
| Skate Canada | 5. | ||||||
| Skate America | 2. |
Weblinks
- Michail Schaidorow in der Datenbank der International Skating Union (englisch)
- Michail Schaidorow in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)