Minna Griebel

deutsche Lehrerin, literarische Übersetzerin und Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Minna Griebel, auch Minna Greif (* 2. September 1850 in Heide, Norderdithmarschen; † 1946 in Meldorf, Süderdithmarschen), war eine deutsche Lehrerin, literarische Übersetzerin und Schriftstellerin.

Leben und Wirken

Minna Griebels Eltern waren der der weitverzweigten holsteinischen Familie Griebel entstammende Kirchspielvogt und Oberamtsrichter Friedrich Griebel (1812–1885) aus Schlichting und Wiebke Margarethe, geborene Peters (1819–1893), aus Tiebensee. Sie wuchs mit zwei Brüdern und drei Schwestern in Meldorf auf, wo ihr Vater am Amtsgericht tätig war. Nach der Konfirmation leitete sie zunächst einen Kindergarten und arbeitete dann als Lehrerin an einer privaten Töchterschule in Meldorf. Minna Griebel lebte zwei Jahre in Dresden, bevor sie das Lehrerinnenseminar in Schleswig absolvierte. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sie nach dem Examen nur noch wenige Jahre als Lehrerin arbeiten und verstärkte daraufhin ihre schriftstellerischen Tätigkeiten. Neben zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften erschienen vor allem Übersetzungen in Buchform. Unter anderem übersetzte sie die Kinderbücher Helen's Babies and Other People's Children von John Habberton, außerdem Werke von Walter Rauschenbusch und Jean Ingelow. Hauptsächlich veröffentlichte Minna Griebel unter dem Pseudonym Minna Greif.[1]

Eine ihrer Schwestern war Lucie Griebel (1854–1922), ebenfalls Lehrerin und Schriftstellerin.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Alte Pfade für junge Pilger. J. G. Oncken Verlag, Hamburg.
  • Skizzen aus dem Mädchenleben. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1884.
  • Helenes Kinderchen. Reclam-Verlag, Leipzig 1885.
  • Andrer Leute Kinder oder Bob und Teddi in der Fremde. Reclam-Verlag, Leipzig 1886.
  • Frau Marburgs Zwillinge oder Mütterchens Freuden und Leiden. Reclam-Verlag, Leipzig 1890.
  • Das Reichsschul-Gesetz: Der Entscheidungskampf um das Schicksal der deutschen Volksschule; Staatsschule oder Kirchenschule? Ostthüringer Tribüne, Gera 1925.
  • Für Gott und das Volk: Gebete der sozialen Erweckung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1928.

Einzelnachweise

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