römisches Heiligtum im Bereich des heutigen Ballplatzes in Mainz
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Das Mithräum am Ballplatz war ein römisches Heiligtum im Bereich der heutigen Mainzer Innenstadt. Es befand sich im Areal zwischen Ballplatz und Hinterer Präsenzgasse, im Umfeld der heutigen Weißliliengasse. Seine Existenz ist durch bauliche Reste, Kleinfunde und mehrere Weihdenkmäler, darunter ein großer Marmoraltar mit vollständiger Mithras-Weihung, belegt. Die Anlage wurde 1976 bei Bauarbeiten entdeckt, aber im Zuge der fortschreitenden Arbeiten zerstört, ohne dass eine systematische Ausgrabung oder Dokumentation erfolgte. In der Forschung wurde verschiedentlich für eine ungewöhnlich frühe Entstehung des Tempels bereits zu Beginn des letzten Drittels des 1. Jahrhunderts argumentiert. Das Heiligtum gilt als wichtiger Beleg für die Präsenz des Mithraskultes im römischen Mogontiacum.
Rekonstruktion des Mithräums von Ingeborg Huld-Zetsche.
Entdeckung und spätere Untersuchungen
Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Mainz Objekte aus dem Boden geborgen, die zur charakteristischen Ausstattung eines Mithras-Heiligtums gehörten. Die Funde boten jedoch für sich genommen keinen Anhaltspunkt für die exakte Lokalisierung des zugehörigen Tempels.[1] Im Sommer 1976 kam es im Zuge eines Neubaus eines Bürogebäudes für die Nordstern-Versicherung zwischen Ballplatz und Hinterer Präsenzgasse, im Umfeld der heutigen Weißliliengasse, schließlich zur Entdeckung umfangreicher römischer Gebäudereste und Fundstücke. Partiell war das vermörtelte Bruchsteinmauerwerk bis zu einer Höhe von 92cm erhalten; abschnittsweise wiesen die Mauerzüge farbigen Wandputz auf. Seitens des Staatlichen Amtes für Vor- und Frühgeschichte war weder eine archäologische Begleitung des Bodeneingriffs vorgesehen noch bestand die Möglichkeit, einen Baustopp zu veranlassen. Ursache hierfür war im Wesentlichen die erhebliche personelle Überlastung der Behörde, die angesichts der Vielzahl gleichzeitiger Bauvorhaben in Mainz und Rheinhessen außerstande war, sämtliche Eingriffe fachlich zu überwachen oder die Befunde im Rahmen einer Flächengrabung sachgerecht zu dokumentieren und zu bergen. Erschwerend kam hinzu, dass der Behörde mangels einer gesetzlichen Grundlage keine wirksamen rechtlichen Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung standen, da das Denkmalschutzgesetz des Landes Rheinland-Pfalz 1976 noch nicht in Kraft war.[2]
Verschärfend wirkte zudem, dass sich rasch zahlreiche, sich als „Freunde der Geschichte“ verstehende Privatpersonen in der Baugrube einfanden, um gezielt nach Funden aus der Römerzeit zu suchen. Da die Erdarbeiten der Kölner Baufirma zeitweise unterbrochen waren, konnten diese eigenmächtigen Grabungen über mehrere Wochen hinweg weitgehend ungestört und mit beträchtlichem Fundaufkommen durchgeführt werden. Die Aktivitäten dieser Privatpersonen reichten dabei von dilettantischem Vorgehen bis hin zu kriminellen Raubgrabungen. Viele aus der Grube geborgene Funde wurden später veräußert und damit der Forschung dauerhaft entzogen. Rückblickend stellt die Freilegung aus wissenschaftlicher und denkmalpflegerischer Sicht eine gravierende archäologische Fehlleistung sowie einen erheblichen und irreversiblen Verlust dar. Dass das Heiligtum dennoch nicht gänzlich der Vergessenheit anheimfiel, bleibt allein einer Verkettung glücklicher Umstände zu verdanken.[3]
Zunächst verlief die Fundbergung in der Baugrube stillschweigend unter den Beteiligten; einen Wendepunkt markierte jedoch der 4. August 1976, als ein großer Marmoraltar mit vollständiger Mithras-Weihung freigelegt wurde.[4] Nach Bekanntwerden dieses außergewöhnlichen Fundes wurde das Amt informiert; der Altar sowie weitere von Privatpersonen ergrabene Stücke fanden zeitweise öffentliche Aufmerksamkeit und wurden in einem ersten Bericht[5] publiziert. Zudem konnte ein bedeutendes Fundstück, ein Schlangengefäß,[6] mit figürlicher Dekoration und aufgepinselter Inschrift, in den Bestand des Römisch-Germanischen Zentralmuseums überführt werden, wo das Kultgefäß 1980/81 restauriert wurde.[7] Ein erheblicher Teil der damals geborgenen Objekte wurde jedoch den Findern zurückgegeben und ist heute nicht mehr im Original nachweisbar.[8]
Die nun durchgeführte amtliche Dokumentation beschränkte sich auf eine hastige Einmessung und fotografische Erfassung der noch verbliebenen römischen Mauerreste. Eine vollständige Freilegung unterblieb, da wesentliche Teile des Befundes bereits zerstört waren. Entsprechend war die Deutung der Anlage als Mithräum zunächst unsicher.[9] Erst die große Resonanz, die eine erneute Untersuchung des bereits erwähnten Schlangengefäßes durch die Archäologin Ingeborg Huld-Zetsche auf einer internationalen Fachtagung in Belgien im November 2001 erfahren hatte,[10] führte dazu, dass beschlossen wurde, eine umfassende Gesamtbearbeitung des Tempelbefundes in Angriff zu nehmen. Für dieses Vorhaben brachte Huld-Zetsche besondere fachliche Voraussetzungen mit. Als langjährige Kustodin der römischen Abteilung des Archäologischen Museums Frankfurt am Main hatte sie sich bereits intensiv mit den materiellen Zeugnissen des Mithraskultes auseinandergesetzt, insbesondere im Rahmen der Auswertung der Fundkomplexe aus den vier Mithräen des römischen Nida im heutigen Frankfurter Stadtteil Heddernheim.[11] Ergänzend verfügte sie über eine Spezialisierung auf römische Keramik. Nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Museumsdienst nahm Huld-Zetsche, unterstützt durch die Mainzer Archäologin Marion Witteyer, Leiterin der Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der GDKE Rheinland-Pfalz, die wissenschaftlich anspruchsvolle Sichtung und Auswertung des überlieferten Fundmaterials in Angriff. Dabei wurden die Bestände aus insgesamt 13 privaten Sammlungen systematisch erfasst und in die Untersuchung einbezogen.[12]
Die genaue Beobachtung der stratigraphischen Situation durch private Ausgräber ermöglichte wichtige Rückschlüsse auf Bau- und Nutzungsphasen. Zusammengenommen erlaubten diese nachträglichen Rekonstruktionen erstmals eine plausible Vorstellung vom Aussehen des Tempels und seiner unmittelbaren Umgebung.[13] Das Mithras-Heiligtum stellt neben dem 1999 entdeckten Tempel der Magna Mater und der Isis[14] – bei dem die Fehler von 1976 nicht wiederholt wurden[15] – den einzigen Tempel in Mainz dar, dessen Standort bekannt ist, obgleich für die Stadt von einer deutlich größeren Zahl römischer Kultbauten ausgegangen werden muss.[16]
Rekonstruktion
Ingeborg Huld-Zetsche stützt ihre Rekonstruktion des Heiligtums einerseits auf die amtlichen Einmessungen, andererseits auf die Befragung von privaten Ausgräbern, die sich 1976 in der Baugrube eingefunden hatten. Ungeachtet der lückenhaften Befunddokumentation können für den Mainzer Bau drei der vier charakteristischen Ausstattungsmerkmale eines Mithräums als gesichert gelten. So ist zunächst die klare funktionale Gliederung der Anlage in einen etwa 22m langen und damit außergewöhnlich großen Kultraum (cella) sowie in einen vorgelagerten, möglicherweise auch zweigeteilten Vorraum eindeutig belegt. Darüber hinaus konnten beiderseits des rund 3m breiten, axial geführten Ganges abschnittsweise Mauerzüge nachgewiesen werden, die als innere Begrenzungen der Liegebänke für die Kultmähler zu interpretieren sind, denen innerhalb des Kultgeschehens eine zentrale performative Funktion zukam. Die Rückwand des Kultraumes selbst lag außerhalb der erfassten Baugrube und entzieht sich daher einer näheren Untersuchung, sodass Aussagen zur konkreten Ausgestaltung der Tauroktonie nicht möglich sind; in unmittelbarer Nähe dieses Bereichs fand sich jedoch eine Altarbasis. Schließlich markieren freigelegte Treppenstufen am südöstlichen Ende des Bauwerks den baulichen Übergang zwischen Vorraum und eigentlichem Kultraum. Die Wandputzreste sind spärlich, sodass keine Rekonstruktion von Wand- oder Deckenmalerei möglich ist. Sterne auf blauem Grund, wie sie als Ausstattungsmotiv in Mithräen häufig begegnen, konnten nicht nachgewiesen werden. Die erhaltenen Reste zeigen Muster auf weißem Grund, die ebenfalls zu den in Mithräen nicht ungewöhnlichen Dekorationsformen zählen. Ein nördlich gelegener Eingangsbereich ist hypothetisch, stützt sich aber auf Parallelen aus Martigny, wo ein Kultschacht und Münzfunde den Zugang markieren. Zudem wird eine Einfriedung in etwa 6m Abstand vermutet, wie sie für freistehende Mithräen typisch war, für die es jedoch keinerlei Belege gibt. Die Einfriedung ist im Zusammenhang mit der Interpretation von Gruben mit Wetterauer Ware als Kultabfallgruben zu sehen; ein direkter Beleg dafür, dass diese Gruben tatsächlich zum Heiligtum gehörten, liegt jedoch nicht vor. Für den überlieferten Steinbau nimmt Huld-Zetsche einen hölzernen Vorgängerbau an.[17]
Auf der Grundlage der Aussagen mehrerer Finder rekonstruiert Huld-Zetsche zudem einen älteren, ungefassten Bachlauf mit gelblich-grünlichen, sandigen Schichten sowie einem Fundspektrum, das vornehmlich dem 3. und 4. Jahrhundert zuzuordnen ist. Aufgrund der Mainzer Topografie kann dieser Bach nur von Süden nach Norden in Richtung Rhein geflossen sein; im Plan wäre er demnach durch den westlichen Teil des Heiligtums zu führen, wenngleich seine genaue Ausrichtung unklar bleibt. Geht man davon aus, dass an dieser Stelle tatsächlich in römischer Zeit ein Bach bestanden hat, so wäre er nach Huld-Zetsche einerseits ohne größere Schwierigkeiten überbaubar gewesen, könnte andererseits jedoch die ungewöhnlich massive Ausführung des ersten Estrichbodens erklären. Darüber hinaus sei, so die Archäologin, eine kultische Nutzung, etwa in Form eines Wasserbeckens, nicht auszuschließen. Auch andernorts standen Mithräen häufig mit Brunnen oder Quellen in Verbindung.[18]
Topographische Lage
Mogontiacum entstand unter Augustus im zweiten vorchristlichen Jahrzehnt als militärischer Stützpunkt auf einer Rhein-Anhöhe und blieb bis etwa Mitte des 4. Jahrhunderts dauerhaft mit einer Legion belegt. Nach der Gründung der Provinz Germania Superior um 85n.Chr. diente der Ort als Amtssitz des Statthalters. Das Legionslager war von einer zivilen Siedlung, den canabae legionis, umgeben; deren Bewohner lebten östlich des Kastellhügels nahe dem Flusshafen und genossen einen besonderen Rechtsstatus. Ab 253n.Chr. wurde das Areal der zivilen Siedlung durch eine Stadtmauer befestigt.[19] Das Heiligtum wurde als freistehendes Bauwerk innerhalb dieser Vorstadt errichtet. Das Gebäude war keineswegs versteckt oder geheim; der Mithraskult unterlag in der Kaiserzeit keinen Repressalien.[20]
Funde
Übersicht
Ein Großteil der von Huld-Zetsche in den Katalog aufgenommenen Objekte sind als Lesefunde anzusprechen; d.h. stratigraphische bzw. befundbezogene Einordnung sind im Wesentlichen unklar, sodass eine eindeutige Zuordnung zu Nutzungs-, Zerstörungs- oder Verfüllungsschichten des Tempels nicht möglich ist. Auffällig ist zudem das vollständige Fehlen ganzer Objektkategorien, darunter Glocken, Fensterglas und Knochen.
Innerhalb der überlieferten Funktionsgruppen treten jedoch charakteristische Merkmale hervor, die auch aus gut dokumentierten Mithras-Heiligtümern bekannt sind. Besonders ins Gewicht fällt die außergewöhnlich hohe Zahl von Lampen, darunter eine beträchtliche Anzahl von Sonderformen. Ebenfalls stark vertreten sind Räucherkelche, deren Verwendung auf Bestattungsrituale und sakrale Handlungen beschränkt war. Typisch sind ferner großformatige Kultgefäße, im vorliegenden Fall aus Wetterauer Ware,[21] häufig versehen mit Schlangenapplikationen. Daneben verweisen zahlreiche Gefäße auf Vorrats-, Koch- und Servierfunktionen; Ess- und Trinkgeschirr aus Keramik und Glas macht hierbei einen auffallend hohen Anteil aus. Besonders charakteristisch ist die Häufigkeit feintoniger Trinkbecher, die vielfach als gleichartige oder zusammengehörige Garnituren auftreten. Bemerkenswert ist schließlich das Fehlen von Waffen; lediglich eine Bogenversteifung aus Bein ist bezeugt. Gleichwohl ist nach Huld-Zetsche von der ursprünglichen Präsenz von Lanzenspitzen, Pfeilen und Schwertern auszugehen, die sich aufgrund ungünstiger Erhaltungsbedingungen jedoch im Boden nicht erhalten haben. Ein in der Baugrube aufgefundener Schleifstein entspricht Befunden aus anderen Mithräen.[22]
Der sogenannte Mainzer Krater; 1976 aus dem Mithräum am Ballplatz geborgen und später im Römisch-Germanischen Zentralmuseum restauriert.
Das Mainzer Schlangengefäß gehört zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen des Mithraskultes und ist in dieser Funktion von hoher Relevanz für die Erforschung der Religionsgeschichte des Römischen Reiches.[23] Der Erhaltungszustand des Objekts ist vergleichsweise gut, was darauf zurückgeführt wird, dass es sich noch in situ befand. In Bezug auf die konkrete Fundsituation bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen. Während Heinz Günter Horn[24] davon ausgeht, dass das Gefäß nahe der Altarbasis am westlichen Ende der cella aufgefunden wurde, wo es auf dem Estrich stand und erst im Zuge der Ausschachtung zerscherbt wurde, interpretiert Ingeborg Huld-Zetsche[25] den Befund als bewusste Deponierung im Bereich des Mittelganges zwischen den Podien. Ihrer Ansicht nach wurde der Kelch in beschädigtem Zustand im Zuge eines Umbaus in der cella belassen und von den darüber verlaufenden Laufhorizonten überdeckt. Hinweise auf eine Beschädigung durch Baumaschinen sieht sie nicht.[26]
Das Gefäß weist einen Randdurchmesser von 27cm sowie eine Höhe von 39cm auf. Morphologisch ist es den sogenannten Schlangenkelchen zuzuordnen, funktional handelt es sich um einen Krater. Das Objekt gehört zur Wetterauer Ware, einer Gattung der Feinkeramik, die in Brennöfen in Nied bei Frankfurt hergestellt wurde. Zur plastischen Ausstattung zählen eine Schlange und ein Vogel; ursprünglich waren vermutlich weitere Tierfiguren vorhanden. Eine aufgemalte Stifterinschrift nennt einen Quintus Ca[…] als Dedikanten des Gefäßes für den unbesiegten Gott Mithras. Die Datierung der Herstellung wird in der Forschung überwiegend in den Zeitraum zwischen dem frühen 2. und der Mitte des 2.Jahrhunderts angesetzt.[27]
Besondere Aufmerksamkeit hat die figürliche Verzierung des Gefäßes in Barbotinetechnik erfahren. Die sieben dargestellten Figuren sind in zwei durch die Henkel getrennte Gruppen gegliedert und werden in der Forschung überwiegend als Darstellung ritueller Handlungen interpretiert, nicht als Erzählung eines mythologischen Ereignisses. Vergleichbare Darstellungen finden sich in mithräischen Bildprogrammen, etwa in Fresken aus Santa Maria Capua Vetere und im Mithräum unter Santa Prisca in Rom. In der Deutung der Einzelszenen bestehen unterschiedliche Ansätze, die Bezüge zu den Weihegraden, zu Elementen der Tauroktonie oder zu Motiven des Mithrasmythos herstellen. Ungeachtet dieser Divergenzen steht fest, dass Ikonographie und Inschrift das Gefäß eindeutig in den Kontext des Mithraskultes einordnen, während weitergehende Aussagen zur Stellung des Stifters innerhalb der Kultgemeinschaft hypothetisch bleiben.[28]
Altäre
Aus der Baugrube am Ballplatz konnten zwei Altäre geborgen werden; ein Fragment aus Sandstein, das eine Mithras-Weihung überliefert,[29] sowie ein nahezu vollständig erhaltener Marmoraltar, die beide in die Zeit der severischen Kaiser datiert werden.[30]
Die Inschrift des Marmoraltares, das sowohl Mithras als auch Mars gewidmet ist, lautet:[31]
Die Mithras und Mars gewidmete Weihinschrift aus dem späten 2. bis frühen 3. Jahrhundert n.Chr.D(eo) I(nvicto) M(ithrae) / et Marti / Secundini/us Amantius / cornicu(larius) / praef(ecti) leg(ionis) / XXII permi/ttente Pri/mulo patre / ex voto pos/uit I(ibens) I(aetus) m(erito)
Dem unbesiegten Gott Mithras und dem Mars (geweiht). Secundinius Amantius, cornicularius des praefectus der legio XXII, hat mit Erlaubnis des Primulus, des Vaters (Vorstehers der Kultgemeinschaft) aufgrund eines Gelübdes den Weihealtar aufgestellt, gern und freudig für erwiesene Wohltat.[32]
Der Altar weist eine Höhe von 0,89 m auf, die Breite am Sockel beträgt 0,48 m, die Tiefe am Sockel 0,36 m und am Giebel 0,29 m. Die Seitenflächen sind glatt gearbeitet, während die Rückseite nur grob behauen ist. Das Schriftfeld war ursprünglich weiß gefasst; die Lettern rot ausgezogen.[33] Der Stifter Secundinius Amantius trägt einen für die gallisch-germanischen Provinzen typischen Namen und war als cornicularius des praefectuslegionis für die Schreibstube des Kommandanten der 22. Legion verantwortlich, womit er zu den principales, den unteren Offiziersgraden, gehörte; Primulus als pater, der höchste der sieben Ränge im Mithraskult, genehmigte die Weihung in seiner Funktion als mutmaßlicher Leiter der Gemeinde. Obgleich das Militär in der Forschung häufig als Träger und Verbreiter des Kultes hervorgehoben wird, zeigen Untersuchungen,[34] dass Soldaten unter den überwiegend durch Weiheinschriften belegten Anhängern im ganzen römischen Reich nur etwa elf Prozent ausmachten, wobei Legionäre häufiger vertreten waren als Hilfstruppensoldaten, sodass der Armee bei der anfänglichen Verbreitung des Kultes nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben kann; im Verlauf des 2. Jahrhunderts stieg ihr Anteil jedoch deutlich an und Legionäre bildeten einen nicht unerheblichen Teil der Gemeindemitglieder, wobei sich je nach Provinz und Standort große Unterschiede zeigen: In Germania Superior stammten die Stifter überwiegend aus der romanisierten ortsansässigen Bevölkerung, während Soldaten lediglich sechzehn Prozent der Weiheinschriften stellten, wobei insbesondere Angehörige aufstrebender Unteroffiziers- und Offiziersränge, nicht jedoch ranghohe Kommandeure, hervortreten.[35]
Runde Kugel aus Kalkstein
Der Fund einer sorgfältig bearbeiteten Kalksteinkugel mit einem Durchmesser von 6,6cm und erhaltenen Spuren einer grünlich-blauen Farbfassung[36] entspricht dem Befund vergleichbarer Objekte aus anderen Mithräen. Huld-Zetsche konnte in diesem Zusammenhang in zehn Fällen steinerne Kugeln unterschiedlicher Größe nachweisen; im Mithräum von Dormagen wurden insgesamt zwölf Exemplare geborgen. Diese Anzahl deutet sie als vollständigen „Kugelsatz“ und setzt dessen Bedeutung mit den zwölf Tierkreiszeichen bzw. den zwölf unterschiedlichen Sonnenständen in Beziehung. Unter Rückgriff auf eine von Roger Beck formulierte Hypothese nimmt sie an, dass die Kugeln in gleichmäßigen Abständen auf den Podien sowie in unmittelbarer Nachbarschaft zu den zwölf Zodiakalzeichen platziert waren und als kultische Hilfsmittel sowohl der Gliederung der cella als auch dem rituellen Handeln innerhalb des Tempels dienten.[37] Sowohl die Festlegung auf die nur schwach belegte Zwölfzahl als auch die funktionale Deutung der Kugelfunde wurden früh kritisch hinterfragt.[38] Ungeachtet dieser Einwände kann ausgehend von der Untersuchung von Huld-Zetsche als gesichert gelten, dass steinerne Kugeln unterschiedlicher Formate zum Ausstattungsspektrum des Mithraskultes gehörten.[39]
Plastische figürliche Darstellungen
Ein aus der Baugrube geborgenes Fragment eines rundformatigen, durchbrochen gearbeiteten Marmorreliefs gehört zu einer Gruppe kleinformatiger, kunstvoll gestalteter Tauroktonie-Darstellungen, die um die Wende zum 3. Jh. vor allem in den Provinzen Dakien und Pannonien im Donauraum gefertigt wurden.[40] Ferner wurde ein kleines steinernes Relief geborgen, das eine stehende Fortuna in Muschelnische darstellt, bekleidet mit Untergewand und Mantel, mit Steuerruder in der Rechten und Füllhorn in der Linken. Die Figur wird von glatten Pfeilern mit profilierten Basen und Kapitellen gerahmt, abschließend durch Eckakrotere aus Akanthusblättern und eine Voluten-Palmetten-Sima. Zwei runde Bohrungen in Kopfhöhe könnten der Befestigung metallener Rosetten gedient haben. Das Original gilt heute als verschollen, wahrscheinlich wurde es vom Finder veräußert.[41] Neben der Verehrung des Mars (vgl. oben) weist das Relief auf die Präsenz einer weiteren Gottheit des römischen Pantheons im Heiligtum hin. Solche Nebendarstellungen anderer Gottheiten sind dabei für Mithräen charakteristisch: Der Kultraum musst nicht ausschließlich der Verehrung des Mithras dienen, sondern konnte auch weitere Göttergestalten einschließlich romanisierte lokale Gottheiten aufnehmen.[42]
Weitere Spuren des Mithraskultes in Mainz
In Mainz sind seit langem Objekte bekannt, die eindeutig auf den Mithraskult hinweisen. Zu den zentralen Zeugnissen gehört die rechte untere Ecke eines steinernen Kultbildes mit der verlorenen Stiertötungsszene, die eine Windgott-Darstellung sowie Mithras beim Wasserwunder zeigt; ähnliche Motive finden sich am Heidelberger Kultbild.[43] Hinzu kommen eine Bronze-tabula ansata mit Weiheinschrift, drei Altarfragmente, ein mithräisches Kultgefäß der Wetterauer Ware mit figürlicher Bemalung sowie zwei durchbrochene Marmorreste von etwa 34cm Durchmesser, die in der Machart einer Miniatur aus dem Tempel am Ballplatz entsprechen. Die Funde legen das gleichzeitige Bestehen mehrerer Gemeinden und Heiligtümer in Mogontiacum nahe, ähnlich wie an anderen römischen Siedlungen am Rhein. Die breite Verbreitung charakteristischer Ausstattungsmerkmale sowie die teilweise hohe Qualität der Weihegaben und kultischen Objekte belegen das Wirken einer aktiven und wohlhabenden Anhängerschaft.[44]
Baugeschichte
Die chronologische Verortung des Tempels stützt sich ebenso wie die unterschiedlichen Rekonstruktionsversuche im Kern auf die von der Archäologischen Denkmalpflege angefertigten Plan- und Profilzeichnungen sowie auf ein erst lange nach der Zerstörung des Befundes auf der Grundlage von Befragungen von privaten Findern erstelltes Gedächtnisprofil. Ergänzend werden archäologische Fundstücke herangezogen, deren genaue Fundzusammenhänge allerdings nur in Ausnahmefällen hinreichend dokumentiert sind.[45]
Huld-Zetsche[46] differenziert zwei Bauphasen; eine genauere Betrachtung legt jedoch die Annahme von insgesamt drei aufeinanderfolgenden Phasen nahe.[47]
Phase 1: Ein unterer Estrich wird mit einem initialen Kultraum in Verbindung gebracht. Liegebänke haben sich aus dieser Phase nicht erhalten. Die ältesten Funde aus dem Grabungsareal, sämtlich ohne stratigraphische Bindung, werden diesem Abschnitt zugeschrieben. Dazu zählen glatte, teils gestempelte Keramikgefäße, ein Tintenfass, ein Teil eines Pferdegeschirrs sowie Reliefschüsseln aus Terra Sigillata. Auf Grundlage dieses Fundspektrums wird die Errichtung eines ersten Tempelbaus von Huld-Zetsche um etwa 70n.Chr. angenommen.[48] Die geringe Zahl zeitgleicher Münzfunde – lediglich eine Prägung des Vespasian – ist, so Huld-Zetsche,[49] angesichts der allgemein hohen Verlustrate numismatischen Materials nicht ausschlaggebend. Entscheidend sei vielmehr, dass es sich um eine geschlossene Gruppe frühdatierender Funde handelt und nicht um vereinzelte Altfunde.
Phase 2: Mehrere als Laufhorizonte interpretierte Schichten gelten als Fußboden eines Bauwerks, dem sämtliche erhaltenen steinernen Baureste des Heiligtums zugewiesen werden. Direkt oberhalb dieses Nutzungshorizontes befand sich die Niederlegung des Schlangengefäßes neben einer Schüssel.[50]
Phase 3: Als Überrest des südlichen Podiums eines Um- oder Neubaus wird ein etwas höherer Estrich gedeutet. In dessen Zusammenhang werden die beiden Altäre (siehe Oben) gestellt, die in die severische Zeit datieren. Der Beginn dieser Bauphase setzt die Aufgabe und planmäßige Verfüllung des älteren Baus um etwa 200n.Chr. voraus. Das Ensemble aus Schlangengefäß und Schüssel soll bei dieser Umgestaltung sorgfältig deponiert worden sein. Andreas Hensen weist hierbei darauf hin, dass das Schlangengefäß zu diesem Zeitpunkt bereits ein Alter von mindestens sieben Jahrzehnten erreicht haben müsste. Die Oberfläche der mutmaßlichen Liegebank war von einer dünnen Nutzungsschicht überzogen, aus der mehrere Münzen geborgen werden konnten. Die jüngste Prägung stammt aus dem Jahr 324n.Chr. Darüber liegende Ablagerungen enthielten weitere Münzen, deren Schlussstück in das Jahr 348n.Chr. datiert. Der gesamte Münzbestand wird dem letzten Nutzungsabschnitt des Tempels zugerechnet.[51] Für das 3. sowie das 4. Jahrhundert ist ein deutlicher Rückgang der Funddichte zu verzeichnen. Dieser Befund ist jedoch nicht zwingend als Ausdruck eines Niedergangs zu interpretieren, sondern ist wahrscheinlich auf die neuzeitliche Überbauung des Areals im 19. Jahrhundert zurückzuführen, durch die erhebliche Teile der oberen römischen Schichten zerstört wurden.[52]
Für die Enddatierung des Mithräums kommen nach Huld-Zetsche mehrere Szenarien in Betracht; es könnte freiwillig aufgegeben, bei Germaneneinfällen zerstört oder – im Falle Mainz durchaus denkbar – einem christlichen Bildersturm zum Opfer gefallen sein. Für keine dieser Möglichkeiten liegen derzeit irgendwelche belastbaren archäologischen Belege vor. Die wenigen Funde der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts deuten jedoch darauf hin, dass das Mithräum weiterhin genutzt wurde. Innerhalb von Mainz war der Tempel am Ballplatz vermutlich der bedeutendste: Größe, Ausstattung und die Weihe durch einen hochrangigen Militär sprechen dafür.[53] Huld-Zetsche nimmt an, dass die Gemeinde mit dem Abzug der 22. Legion Mitte des 4. Jahrhunderts einen Einschnitt erlebte, und hält es für möglich, dass die nun deutlich verkleinerte Mainzer Mithrasgemeinde fortan nur noch diesen mutmaßlichen Haupttempel nutzte.[54] Es sei einschränkend darauf hingewiesen, dass sich unter den Funden keine militärischen Gegenstände finden[55] und das Militär nach heutigem Kenntnisstand nicht die große Rolle gespielt hat wie in der Forschung lange angenommen.[56]
Sofern diese chronologischen Überlegungen zutreffen, wäre die Anlage eines der frühesten Zeugnisse der Mithrasverehrung im Römischen Reich. Bereits Horn[57] hatte das Mainzer Mithräum zu den ältesten bislang bekannten Anlagen nördlich der Alpen gerechnet; gründete diese Einschätzung jedoch auf seiner deutlich früher angesetzten Datierung des Schlangengefäßes. Ein derart früher Ansatz konnte durch die neuere Forschung zur Wetterauer Ware nicht verifiziert werden.[58] Nach heutigem Kenntnisstand setzen die frühesten archäologischen Belege des Mithraskultes nahezu zeitgleich um 100n.Chr. ein.[59]
Demgegenüber fügt sich das durch Münzfunde bestimmte Ende der Nutzung (Phase 3) in das breite Spektrum von Mithräen ein, die bis in das ausgehende 4. Jahrhundert und möglicherweise darüber hinaus in Gebrauch blieben. Die Mithras-Gemeinden sahen sich gegen Ende des 4. Jahrhunderts mit dem konsequenten Verbot des Besuchs paganer Heiligtümer durch Kaiser Theodosius I. konfrontiert, das in zwei Edikten der Jahre 391/392n.Chr. rechtlich fixiert wurde. Untersuchungen geopferter Münzen und deponierter Münzschätze legen allerdings nahe, dass zahlreiche Tempel auch in den folgenden Jahrzehnten – vermutlich im Verborgenen – weiterhin aufgesucht wurden.[60]
Die Rekonstruktion der Baugeschichte des Tempels ist insgesamt kritisch zu bewerten. Aufgrund der fehlenden stratigraphischen Auswertung besitzen sämtliche Versuche einer Phasengliederung oder differenzierten chronologischen Einordnung lediglich hypothetischen Charakter. Richard Gordon[61] hat die zentralen Schwächen dieser Argumentation bereits deutlich benannt. Weder der ältere Estrich der Phase 1 noch der jüngere Estrich der Phase 3 lassen sich eindeutig mit konkreten baulichen Strukturen verknüpfen. Zudem kann den über diesen Estrichen liegenden Nutzungsschichten kein eindeutig früh datierbares Objekt aus dem chronologisch sensiblen Fundmaterial sicher zugewiesen werden. Das Areal des Heiligtums gehörte zum Baugrund der canabae legionis, der seit der Anlage des Legionslagers kontinuierlich genutzt wurde; entsprechend überrascht es nicht, dass Keramik des 1. Jahrhunderts dort in großer Menge auftrat. Belastbare Hinweise auf eine außergewöhnlich frühe Etablierung der Mithrasverehrung ergeben sich daraus nicht.[62] Sicher erfassbar sind allein die der Phase 2 zugeordneten Baureste, die den dokumentierten Grundriss bilden und deren Deutung als Mithras-Tempel als gesichert gelten kann. Das Schlangengefäß sowie die beiden Altäre markieren jenen Zeitraum, in dem die Existenz und Aktivität einer Mithrasgemeinde am Ort zweifelsfrei nachweisbar ist.[63]
Literatur
Ingeborg Huld-Zetsche: Der Mithraskult in Mainz und das Mithräum am Ballplatz, Mainz 2008.
Andreas Hensen: Mithras. Der Kult des Unbesiegten und sein Tempel in Mainz. In: Beten in Mainz. Religion als Herausforderung in der Geschichte der Stadt, hrsg. v. Nina Gallion/Johannes Lipps, Oppenheim am Rhein 2023, S.73–100.
Bernhard Stümpel: Bericht des Staatlichen Amts für Vor- und Frühgeschichte Mainz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1976. In: Mainzer Zeitschrift73–74 (1978/79), S. 311–63, dort: S.343; auch Taf. 58d–f.
Erstmals veröffentlicht von Heinz Günter Horn: Das Mainzer Mithrasgefäß. In: Mainzer Archäologische Zeitschrift1 (1994), S.21–66. Seither ist eine große Zahl weiterer Arbeiten zu dem Krater erschienen, siehe unten.
Ingeborg Huld-Zetsche: Der Mainzer Krater mit den Sieben Figuren. In: Roman Mithraism. The Evidence of the Small Finds, hrsg. v. Marleen Martens/Guy De Boe, Brüssel 2004, S.213–29, hier: S.213.
Ingeborg Huld-Zetsche: Der Mainzer Krater mit den Sieben Figuren. In: Roman Mithraism. The Evidence of the Small Finds, hrsg. v. Marleen Martens/Guy De Boe, Brüssel 2004, S.213–29.
Ingeborg Huld-Zetsche: Mithras in Nida-Heddernheim, Frankfurt 1986; sowie dies.: Der Mithraskult im römischen Germanien. In: Religion in den germanischen Provinzen Roms, hrsg. v. Wolfgang Spickermann u.a., Tübingen 2001, S.339–59.
Ingeborg Huld-Zetsche: Ein Mithräum in Mainz. In: Archäologie in Rheinland-Pfalz 2002 (2003), S.75–78; dies.: Mithräum am Ballplatz, 2008, S.1f.; Andreas Hensen: Kult des Unbesiegten, 2023, S.74f. Die Untersuchung durch Huld-Zetsche hat in Fachkreisen große Anerkennung erfahren; so von Rainer Wiegels in: Germania87 (2009), S.641–44; und Richard L. Gordon in: Klio92/1 (2010), S.253–56.
Zu diesem Heiligtum vgl. Svenja Nagel: Isis im Römischen Reich, Tbd.2: Adaption(en) des Kultes im Westen, Wiesbaden 2019, S.1192–97; Marion Witteyer: Rogo te domina. Bitten um göttlichen Beistand im Heiligtum für Isis und Mater Magna in Mainz. In: Beten in Mainz. Religion als Herausforderung in der Geschichte der Stadt, hrsg. v. Nina Gallion/Johannes Lipps, Oppenheim am Rhein 2023, S.101–23.
Marion Witteyer: Rogo te domina. Bitten um göttlichen Beistand im Heiligtum für Isis und Mater Magna in Mainz. In: Beten in Mainz. Religion als Herausforderung in der Geschichte der Stadt, hrsg. v. Nina Gallion/Johannes Lipps, Oppenheim am Rhein 2023, S.101–23, hier: S.101.
Ingeborg Huld-Zetsche: Mithräum am Ballplatz, 2008, S.2; skeptisch gegenüber den Deutungen Huld-Zetsches Richard L. Gordon in: Klio92/1 (2010), S.253–56, hier: S.255.
Gordon vertritt in seiner Rezension der Arbeit von Hultsch-Zetsche 2008 in: Klio 92/1 (2010), S.253–56; die Auffassung, dass sich das Heiligtum vor den Mauern der Stadt befunden hätte. Dies ist von Andreas Hensen: Kult des Unbesiegten, 2023, S.96, Anm. 26; zurückgewiesen worden.
Für das Thema der Wetterauer Ware im Allgemeinen vgl. Vera Rupp: Wetterauer Ware. Eine römische Keramik im Rhein-Main-Gebiet, Bonn 1988; sowie Ingeborg Huld-Zetsche: Die Lampen aus den römischen Töpfereien von Frankfurt am Main-Nied, Regensburg 2014.
Ingeborg Huld-Zetsche: Der Mainzer Krater mit den Sieben Figuren. In: Roman Mithraism. The Evidence of the Small Finds, hrsg.v. Marleen Martens/Guy De Boe, Brüssel 2004, S.213–29, hier: S.213, 215; dies.: Mithräum am Ballplatz, 2008, S.99.
Zu den unterschiedlichen Deutungsansätzen vgl. Heinz Günter Horn: Das Mainzer Mithrasgefäß. In: Mainzer Archäologische Zeitschrift1 (1994), S.21–66; Reinhold Markelbach: Das Mainzer Mithrasgefäß. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik108 (1995), S.1–6; Roger Beck: Ritual, Myth, Doctrine, and Initiation in the Mysteries of Mithras. New Evidence from a Cult Vessel. In: Journal of Roman Studies90 (2000), S. 145–80; Richard L. Gordon: Ritual and Herarchy in the Mysteries of Mithras. In: Arys4 2001 (2005), S.245–74; Ingeborg Huld-Zetsche: Der Mainzer Krater mit den Sieben Figuren. In: Roman Mithraism. The Evidence of the Small Finds, hrsg.v. Marleen Martens/Guy De Boe, Brüssel 2004, S.213–29; dies.: Mithräum am Ballplatz, 2008, S.77–79, 99–108; Andreas Hensen: Kult des Unbesiegten, 2023, S.83–87.
Peter Herz: Permittente Primulo patre. In: Journal of Mithraic Studies2/2 (1978), S.184–88; Hans G. Frenz: Denkmäler römischen Götterkultes aus Mainz und Umgebung, Bonn 1992, S.125f. zu Nr.110 u. 111.
Richard L. Gordon: Roman Army and the Cult of Mithras. A Critical View. In: L’armée romaine et la religion sous le Haut-Empire romain. Actes du quatrième congrès de Lyon, 26–28octobre 2006, hrsg. v. Catherine Wolff/Yan Le Bohec, Paris 2009, S.379–450.
Richard L. Gordon: Roman Army and the Cult of Mithras. A Critical View. In: L’armée romaine et la religion sous le Haut-Empire romain. Actes du quatrième congrès de Lyon, 26–28octobre 2006, hrsg. v. Catherine Wolff/Yan Le Bohec, Paris 2009, S.379–450.