Mittelehrenbach
Ortsteil von Leutenbach in Oberfranken
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Mittelehrenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Leutenbach im Landkreis Forchheim (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Mittelehrenbach hat eine Fläche von 7,729 km². Sie ist in 1557 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4963,90 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Ortspitz und Seidmar.[4]
Mittelehrenbach Gemeinde Leutenbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 41′ N, 11° 10′ O |
| Höhe: | 357 m ü. NHN |
| Einwohner: | 418 (23. Nov. 2021)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 91359 |
| Vorwahl: | 09199 |
Der Leutenbacher Gemeindeteil Mittelehrenbach | |

Geografie
Geschichte
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unterstand Mittelehrenbach der Hochgerichtsbarkeit des zum Hochstift Bamberg gehörenden Centamtes Forchheim. Die grundherrschaftlichen Besitzverhältnisse im Ort verteilten sich auf mehrere Vogteiherren, darunter das ebenfalls bambergische Amt Neunkirchen, das brandenburg-bayreuthische Oberamt Baiersdorf sowie mehrere Adelsfamilien. Das bambergische Oberamt Forchheim hatte zwar nur über ein Bauerngut die Vogtei, übte aber die Dorf- und Gemeindeherrschaft in Mittelehrenbach aus.[6] Als das Hochstift Bamberg infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1802/03 säkularisiert und unter Bruch der Reichsverfassung vom Kurfürstentum Pfalz-Baiern annektiert wurde, wurde auch Schlaifhausen ein Bestandteil der bei der „napoleonischen Flurbereinigung“ in Besitz genommenen neubayerischen Gebiete.
Durch die Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern wurde Mittelehrenbach mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 eine Ruralgemeinde, zu der das Dorf Ortspitz und der Weiler Seidmar gehörten.[7] Die Gemeinde Mittelehrenbach wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Leutenbach eingegliedert.[8]
Verkehr
Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird hauptsächlich durch die Staatsstraße St 2242 hergestellt, die aus dem Nordnordwesten von Dietzhof kommend nach dem Ort in das etwa einen Kilometer westsüdwestlich gelegene Kunreuth weiterführt, wo sie die Staatsstraße 2236 kreuzt. Die Kreisstraße FO 14 führt von Mittelehrenbach in südöstlicher Richtung nach Oberehrenbach und die FO 36 verbindet den Ort mit dem etwa dreieinhalb Kilometer östlich gelegenen Haidhof, einem Gemeindeteil der Stadt Gräfenberg.
Baudenkmäler
In Mittelehrenbach gibt es 20 Baudenkmäler.[9]
Literatur
- Ingomar Bog: Forchheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 5). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955, DNB 450540367, S. 71 (Digitalisat). Ebd. S. 121 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Mittelehrenbach, Mittelerrenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 621–622 (Digitalisat).
Weblinks
- Mittelehrenbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 17. September 2021.
- Mittelehrenbach im BayernAtlas, abgerufen am 23. Mai 2019
- Mittelehrenbach auf historischer Karte, abgerufen am 23. Mai 2019
- Mittelehrenbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 5. November 2019.
