Mogami-Klasse (2022)

Klasse von Fregatten der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mogami-Klasse (japanisch もがみ型護衛艦 Mogami-gata-goeikan), auch als 30FFM-Klasse bzw. alternativ 30FF-, 30DX- oder 30DEX-Klasse, ist eine Klasse von zwölf Fregatten der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF), die seit 2022 in Dienst steht.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Mogami-Klasse
Die Mogami im Juni 2022.
Die Mogami im Juni 2022.
Schiffsdaten
Land Japan Japan
Australien Australien
Schiffsart Fregatte
Bauzeitraum seit 2019
Stapellauf des Typschiffes 3. März 2021
Gebaute Einheiten 17 (12+8)
Dienstzeit seit 2022
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 133,0 m (Lüa)
Breite 16,3 m
Tiefgang (max.) 9 m
Verdrängung Standard: 3.900 t
Einsatz: 5.500 t
 
Besatzung 90 Personen
Maschinenanlage
Maschine CODAG
1 × Rolls-Royce MT30
2 × MAN 12V28 / 33D STC
Maschinen­leistung 70.000 PS (51.485 kW)
Höchst­geschwindigkeit 30 kn (56 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren
Sonstiges
Bordhubschrauber 1 × Mitsubishi SH-60
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Geschichte

Der Stapellauf der ersten zwei Fregatten erfolgte bis März 2021 und beide Schiffe wurden im Jahr 2022 den Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräften übergeben.

Der Bau der relativ leichten Fregatten wird mit der zwölften Einheit beendet. Pläne, insgesamt 22 Einheiten zu beschaffen, wurden angesichts einer veränderten Bedrohungslage verworfen. Im Haushaltsplan für das Jahr 2024 enthalten sind stattdessen Mittel für den Bau der ersten zwei von insgesamt zwölf geplanten Einheiten einer neuen Klasse von größeren Fregatten.[1]

Ursprünglich waren sechs Einheiten der Mogami-Klasse geplant gewesen, später wurden weitere zwei Einheiten geordert. Die Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte hatten zwischenzeitlich einen Bedarf von bis zu 22 Einheiten angemeldet, welche sowohl von Mitsui als auch Mitsubishi gebaut werden sollten.[2] Insgesamt wurden zwölf Schiffe gebaut.

Danach wurde die Beschaffung auf eine modifizierte Variante, auch als 06FFM-Klasse bezeichnet, umgestellt. Die schiffstechnischen Modifikationen der Schiffe dieses zweiten Loses bildeten auch die Basis für die australische Version, dem ersten Exporterfolg des Designs.[3]

Export

Den ersten Exporterfolg verbuchte der Entwurf in Australien. Er war einer von vier möglichen Kandidaten für ein Fregattenprojekt der Royal Australian Navy über elf Schiffe, wobei die Schiffe 1 bis 3 in Japan und der Rest in Australien zu fertigen wären. Die anderen drei Entwürfe waren die MEKO A-200 aus Deutschland, FFX (Batch II/III) aus Südkorea und Alfa 3000 aus Spanien.[4] Ende Dezember wurde die Auswahl auf die MEKO A-200 und die Mogami-Klasse eingeengt,[5] und am 5. August gab die australische Regierung bekannt, dass der modifizierte Mogami-Entwurf die Ausschreibung gewonnen habe.[6] Er steht im Zentrum einer neuen strategischen Partnerschaft beider Länder.[7]

Interessenten

Zeitgleich mit der ersten Bestellung durch Australien wurde bekannt, dass Taiwan im Rahmen einer engeren Zusammenarbeit mit Japan erwäge, seine Flotte mit Fregatten auf Basis der Mogami-Klasse zu modernisieren.[8]

Ehemalige

Auch die indonesische Regierung strebte den Erwerb von bis zu acht Fregatten der Mogami-Klasse für ihre Marine an, wobei vier in Japan und vier durch die indonesische Schiffbauindustrie gefertigt werden sollen.[9] Letztendlich beschaffte das Land jedoch Schiffe aus Basis der britischen Inspiration-Klasse.

Einheiten

Japan

Das erste Los für die Marine Japans umfasst 12 Einheiten und lief ab 2022 zu.

Weitere Informationen Kennung, Name ...
KennungNameBauwerftKiellegungStapellaufIndienststellungHeimathafen[10]
FFM-1Mogami (もがみ) Mitsubishi, Nagasaki 29. Oktober 20193. März 2021[11]28. April 2022[12] Yokosuka
FFM-2Kumano (くまの) Mitsui, Tamano 30. Oktober 201919. November 2020[2]22. März 2022[13] Yokosuka
FFM-3Noshiro (のしろ) Mitsubishi, Nagasaki 15. Juli 202022. Juni 2021[14]15. Dezember 2022[15] Sasebo
FFM-4Mikuma (みくま) 15. Juli 202010. Dezember 2021[16]7. März 2023[17] Sasebo
FFM-5Yahagi (やはぎ) 24. Juni 202123. Juni 202221. Mai 2024[18] Maizuru
FFM-6Agano (あがの) 24. Juni 202121. Dezember 2022[19]21. Juni 2024[20] Maizuru
FFM-7Niyodo (によど) 30. Juni 202226. September 202321. Mai 2025[21] Kure
FFM-8Yūbetsu (ゆうべつ) Mitsubishi, Tamano 30. August 202214. November 2023[22]19. Juni 2025[23] Ominato
FFM-9Natori (なとり) Mitsubishi, Nagasaki 6. Juli 202324. Juni 2024[24]21. Mai 2026[25] Ominato
FFM-10Nagara (ながら) 6. Juli 202318. Dezember 2024[26]
FFM-11Tatsuta (たつた) 3. Juli 20242. Juli 2025[27]
FFM-12Yoshii (よしい) 3. Juli 202422. Dezember 2025[28]
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Das zweite Los einer modifizierten Variante soll zehn bis zwölf Schiffe umfassen, von denen die ersten fünf bestellt sind.[29]

Weitere Informationen Kennung, Name ...
KennungNameBauwerftKiellegungStapellaufIndienststellungHeimathafen
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Australien

Die erste Bestellung über drei noch in Japan zu bauende Schiffe auf Basis der modifizierten Variante mit einer Reihe nicht-japanischer Systeme erteilte Australien 2026.[30]

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KennungNameBauwerftKiellegungStapellaufIndienststellungHeimathafen
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Technische Beschreibung

Rumpf und Antrieb

Der auf Optimierung seines Radarquerschnittes gestaltete Rumpf einer Fregatte der Mogami-Klasse ist 133,0 Meter lang, 16,3 Meter breit und hat bei einer maximalen Verdrängung von 5.500 Tonnen einen Tiefgang von 9,0 Metern. Der Antrieb erfolgt durch eine Gasturbine Rolls-Royce MT30 und zwei MAN 12V28 / 33D STC-Dieselmotoren, mit einer Gesamtleistung von 70.000 PS (51.485 kW). Diese geben die Leistung an zwei Wellen mit je einem Verstellpropeller weiter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Knoten (56 km/h).[2]

Bewaffnung

Die Bewaffnung besteht aus einem 127-mm-Geschütz in Kaliberlänge 62 (Mark 45) von BAE Systems sowie einem Mk 41 Vertical Launching System mit 16 Zellen. Des Weiteren gibt es zwei Vierfachstarter für Typ-17-Seezielflugkörper, ein Nahbereichsverteidigungssystem vom Typ SeaRAM, zwei Torpedorohr-Drillinge vom Typ HOS 303 für Typ-97- bzw. Typ-12-Torpedos und zwei fernbedienbare Waffenstationen mit einem 12,7-mm Maschinengewehr.[31]

Bordhubschrauber

Ebenso wie bei anderen großen Einheiten der JMSDF dient ein Bordhubschrauber der Bekämpfung von U-Booten und für Verbindungsaufgaben. Hierfür kann ein Hubschrauber vom Typ Mitsubishi SH-60K mitgeführt werden. Der Bordhubschrauber werden mit Hilfe einer Verfahranlage automatisch vom Helipad in den Hangar und umgekehrt verfahren.

Besatzung

Die Besatzung hatte eine Stärke von 90 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.

Siehe auch

Einzelnachweise

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