Moosbach (Oberpfalz)

Markt im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Moosbach ([ˈmoːsˌbax] ) ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Moosbach (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Moosbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 35′ N, 12° 25′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 64,3 km²
Einwohner: 2473 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92709
Vorwahl: 09656
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 137
Marktgliederung: 37 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Brunnenstraße 1
92709 Moosbach
Website: www.moosbach.de
Erster Bürgermeister: Armin Bulenda (CSU)
Lage des Marktes Moosbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Gesamtansicht Moosbach (2021)

Geografie

Geografische Lage

Moosbach liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord im Oberpfälzer Wald, einem Mittelgebirge entlang der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Der Markt befindet sich rund zwölf Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der 771 m hohe Eisberg in der Nähe der Ortschaft Rückersrieth.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind Pleystein, Waidhaus, Eslarn, Oberviechtach, Teunz, Tännesberg, Vohenstrauß.[2]

Wappen von Vohenstrauß
Vohenstrauß
6,5 km
Wappen von Pleystein
Pleystein
6 km
Wappen von Waidhaus
Waidhaus
8,5 km
Wappen von Tännesberg
Tännesberg
9 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wappen von Eslarn
Eslarn
7,4 km
Wappen von Teunz
Teunz
12 km
Wappen von Oberviechtach
Oberviechtach
14,3 km
Wappen von Oberviechtach
Oberviechtach
14,3 km

Gemeindegliederung

Es gibt 37 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]

Die Gemeindeteile Mühlschleif und Tradlhof sind unbewohnt.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Zentrum
Blick auf Moosbach

Um 1144 wird ein Reginboto de Mosebach erstmals erwähnt.[5] Die Pfarrei wird 1297 erstmals erwähnt. Das weitläufige Pfarrgebiet verringerte sich 1300 durch die Abtrennung der Filialen Böhmischbruck und Etzgersrieth. Moosbach wird von alters her als Markt bezeichnet und war der Hauptort des Amtes Treswitz, das eine herrschaftliche Marktverfassung hatte. Im Wittelsbacher Hausvertrag von Pavia von 1329 wird auch die Burg Treswitz genannt, die bei diesem Teilungsvertrag an die Pfalzgrafschaft bei Rhein fiel. 1623 wurde die Oberpfalz und somit auch Treswitz und Moosburg an Kurfürst Maximilian verpfändet und ihm 1628 dauerhaft zugesprochen, Treswitz und Moosburg wurden demzufolge ein kurbayerisches Pflegamt und Gericht.

Der Markt Moosbach gehörte somit lange zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Treswitz des Kurfürstentums Bayern. Moosbach besaß bis um 1802 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. 1809 wurde das zuständige Landgericht nach Vohenstrauß verlegt. Im Jahr 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Jahr 1939 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Niederland eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Januar 1971 Gröbenstädt hinzu. Burgtreswitz folgte am 1. April 1971. Im Jahr 1972 vergrößerte sich das Gebiet der Gemeinde Moosbach noch um Tröbes und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Heumaden am 1. Januar sowie Etzgersrieth und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burkhardsrieth am 1. Juli.[6]

Mit Wirkung zum 1. August 2013 wurden Moosbach einige Flurstücke des zuvor gemeindefreien Gebiets Michlbach zugeschlagen, die einen Flächenzuwachs von rund 35 Hektar bedeuten. Dieses zusätzliche Gebiet ist unbebaut und unbewohnt.[7]

Einwohnerentwicklung

Jahr18401900193919501961197019871991199520002005201020152020
Einwohner31473221262430922607264126392790269426782553248724502353

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 2628 auf 2370 um 258 bzw. um 9,8 %.

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Sitzverteilungen bzw. Stimmenanteile:

Weitere Informationen Partei/Liste, Sitze 2014 ...
Partei/Liste 2020[8] Sitze 2014
% Sitze
CSU 37,7 5 6
SPD 11,5 2 3
UWG 22,4 3 3
Freie Wähler Union 16,6 2 2
Bürgerliste Moosbach 11,9 2
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Erster Bürgermeister ist Armin Bulenda (CSU).[9]

Gemeindefinanzen

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.031.000 Euro, davon waren 191.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen

Wappen von Moosbach
Wappen von Moosbach
Blasonierung:Geteilt und oben gespalten; oben vorne in Schwarz ein rot gekrönter, rot bewehrter goldener Löwe, hinten die bayerischen Rauten; unten in Silber wachsend aus blauen Wellen ein Strauß grüner Blätter mit drei schwarzen Mooskolben.“[10]

Das Wappen ist seit 1543 bekannt.

Sehenswürdigkeiten

Wieskirche Moosbach
  • Schloss Burg Treswitz, heute im Besitz der Gemeinde
  • Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist die Nachfolgerin der 1848 durch einen Brand zerstörten, von 1734 bis 1738 erbauten Pfarrkirche. Sie wurde ab 1850 erbaut, der Rohbau war 1853 vollendet. Am 30. August 1859 weihte Bischof Ignatius von Senestrey die neue Kirche, die 1861 ihre Turmuhr erhielt. Die damalige Ausstattung wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt.
  • Am nördlichen Ortsrand von Moosbach steht die von 1747 bis 1769 erbaute Wallfahrtskirche Wies. Das Gnadenbild des gegeißelten Heilands hat die gleichnamige Statue aus der Wieskirche zum Vorbild.
  • Der Kurpark mit einer Fläche von acht Hektar
  • Wanderwege
  • Hammer Waltenrieth

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 180 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 46 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 854. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 3405 ha, davon waren 1995 ha Ackerfläche und 1396 ha Wiesen und Weiden.

Bildung

Im Jahr 2012 (Schuljahr 2011/12) bestanden folgende Einrichtungen:

  • ein Kindergarten mit 80 Kindergartenplätzen und 78 Kindern
  • zwei Volksschulen mit insgesamt 13 Lehrern und 190 Schülern

Bilder aus der Gemeinde

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Alfred E. Hierold (1941–2025), Theologe, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, wuchs in Saubersrieth auf; im Jahr 2008 wurde er zum Ehrenbürger ernannt[11]

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

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