Mortimer von Kessel

deutscher Offizier, zuletzt General der Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg From Wikipedia, the free encyclopedia

Guido Ernst Alfred Constantin Mortimer von Kessel (* 25. Mai 1893 in Arnswalde; † 8. Januar 1981 in Goslar)[1] war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg.

Mortimer von Kessel.

Leben

Mortimer von Kessel entstammte dem thüringischen Adelsgeschlecht von Kessel, seine Eltern[2] waren der Hauptmann a. D. und kaiserliche Postdirektor Constantin von Kessel und Julie Freiin von Buddenbrook, selbst Tochter eines Offiziers und Kammerherrn. Er begann seine Militärkarriere am 1. August 1914, als er zu Beginn des Ersten Weltkriegs als Fahnenjunker in das Thüringische Husaren-Regiment Nr. 12 der Preußischen Armee eintrat. Am 22. März 1915 wurde er zum Leutnant befördert und fungierte ab September 1916 als Regimentsadjutant in seiner Stammeinheit.

Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen und diente im 10. (Preußisches) Reiter-Regiment. Vom 1. Oktober 1926 bis 31. Januar 1928 war er hier Regimentsadjutant und anschließend bis 30. September 1933 Chef der 3. Eskadron in Züllichau.

Mortimer von Kessel diente im Zweiten Weltkrieg als Kommandeur der 20. Panzer-Division an der Ostfront und erhielt in dieser Zeit das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In der Endphase des Krieges führte er ab 27. Dezember 1944 als Kommandierender General das VII. Panzerkorps. Von Kessel befand sich vom 2. Mai 1945 bis 5. Juni 1947 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

Mortimer von Kessel war mit der entfernt verwandten Dorothee von Kessel-Zöbelwitz, 1898 in Potsdam als Tochter der Margarete von Korn und des Silvius von Kessel-Zöbelwitz geboren, verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder,[3] u. a. den Landwirt Mortimer von Kessel (1928–1986), Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, welcher der Vater des Erfurter Domorganisten Silvius von Kessel ist, und Immo von Kessel (1934–2011), der als Jurist unter anderem Generalkonsul für die Bundesrepublik Deutschland in Boston und Lille, und von 1996 bis 1999 Deutscher Botschafter in der Dominikanischen Republik war. Immo von Kessel ist der Vater der Schauspielerin Sophie von Kessel und der Fernsehreporterin Julie von Kessel.[4] Der dritte und 1931 in Züllichau geborene Sohn Silvius wurde Bankkaufmann.

Er war Mitglied der Studentenverbindung Canitz-Gesellschaft Leipzig.[5]

Auszeichnungen

Literatur

  • Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke: Genealogisches Handbuch der Adelige. Häuser. 2009. Band XXXI, Band 147 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Limburg an der Lahn 2009, ISSN 0435-2408, S. 195–198.
  • Dermot Bradley (Hrsg.): Die Generale des Heeres 1921–1945 Band 6: Hochbaum-Klutmann, Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterninäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang, Biblio Verlag, Bissendorf 2002, ISBN 3-7648-2538-3.
  • Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel vor 1400 nobilitiert). 1960. Band IV, Band 22 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsche Adelsverbände in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, ISSN 0435-2408, S. 386–388.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). Teil A (Uradel). 1941. Jg. 40. GGT, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 219–220.

Einzelnachweise

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