Myxothiazol

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Myxothiazol ist ein stark antifungisch wirkendes Antibiotikum. Die Verbindung hemmt spezifisch die Cytochrom-c-Reduktase in der Atmungskette am Qo-Zentrum. Im Unterschied zu Stigmatellin bildet Myxothiazol keine Wasserstoffbindung zum Rieske Eisen-Schwefel-Protein aus.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Myxothiazol
Allgemeines
Name Myxothiazol
Summenformel C25H33N3O3S2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 76706-55-3
EG-Nummer (Listennummer) 622-464-9
ECHA-InfoCard 100.151.224
PubChem 6437357
ChemSpider 4941921
DrugBank DB04741
Wikidata Q6949371
Eigenschaften
Molare Masse 487,68 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

79 °C[2]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300
P: 264301+310[1]
Toxikologische Daten

2 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Das Bithiazolsystem wird in der Biosynthese aus Cystein gebildet.[3]

Hans Reichenbach (GBF Braunschweig) gelang es in den 1970er Jahren Myxothiazol aus dem Myxobakterium Myxococcus fulvus zu isolieren.[4] Damit gelang es Gebhard von Jagow (Universität München), die Atmungskette exakt dort zu blockieren, wo die Elektronen vom Ubichinon weiter in Richtung Sauerstoff fließen; der zweite Weg konnte mit dem Antibiotikum Antimycin A abgeriegelt werden.[5]

Einzelnachweise

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