Mädchen und Männer

Film von František Čáp (1957) From Wikipedia, the free encyclopedia

Mädchen und Männer (Originaltitel in Italien La ragazza della salina, Originaltitel in Jugoslawien Djevojke i muskarci; Verleihtitel in der Deutschen Demokratischen Republik Harte Männer – heiße Liebe)[1] ist ein deutsch-italienisch-jugoslawisches Filmdrama von František Čáp aus dem Jahr 1957. Neben Marcello Mastroianni, Jester Naefe, Isabelle Corey, Peter Carsten und Hans Reiser in den Hauptrollen, sind Mario Adorf, Kai Fischer, Trude Hesterberg und Edith Schultze-Westrum in tragenden Rollen besetzt. Der Film handelt von Marina, dem schönsten Mädchen des Adriastädtchens Portoroz, um das mehrere Männer werben, was zu Eifersucht und tödlichen Konflikten führt.

TitelMädchen und Männer
OriginaltitelLa ragazza della salina;
Djevojke i muskarci
OriginalspracheDeutsch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Mädchen und Männer
Originaltitel La ragazza della salina;
Djevojke i muskarci
Produktionsland Deutschland, Italien, Jugoslawien
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie František Čáp
Drehbuch František Čáp
Produktion Heinrich Schier
Musik Bert Grund
Kamera Václav Vích
Schnitt Friedel Buckow
Besetzung
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Bei der Produktion handelt es sich um eine typische Kolportage der 1950er Jahre mit dem Fokus auf Landschaftsaufnahmen und dramatischen Szenen.

Handlung

Marina, bildhübsch und in ihrer kindlichen Unbefangenheit äußerst anziehend, ist in dem Küstenstädtchen Portoroz an der Adria zuhause. Es gibt nicht nur einen Mann, der sie begehrt. Als einer dieser Männer, der unbeholfene Nico, um ihre Hand anhält, fühlt sie sich überrumpelt und auch verwirrt. Nico bekundet, dass er sich auch um Marinas elternlose Geschwister kümmern wolle. Marina möchte jedoch selbst für sich und ihre beiden Brüder sorgen und geht auf Fischfang im Revier einer vor Protoroz gelegenen Insel. Eigentlich weiß sie genau, dass es strenge Verbote für dieses Revier gibt, das von Menschen bewohnt wird, mit denen die Küstenleute verfeindet sind.

Als ein Sturm aufzieht, kentert Marina mit ihrem Boot und wird von dem Krabbenfischer Piero gerettet. Piero gilt als tollkühnster Bursche der Insel und Heißsporn. Der junge Mann ist für die Reize Marinas äußerst empfänglich, wird von Marina jedoch barsch zurückgewiesen. Sie möchte, dass er sie umgehend nach Hause zurückbringt und verbirgt geschickt, dass ihr Piero durchaus gefällt. Da die junge Frau nun nicht mehr fischen kann, beschließt sie gemeinsam mit ihren Brüdern in der am Ort ansässigen Saline zu arbeiten. Sie bittet darum, den Platz, den ihr Vater innehatte, einnehmen zu dürfen. Um Marina nahe zu sein, lassen sich auch Piero und seine Freunde in der Saline anstellen. Alberto, der Aufseher in der Saline ist und ein unehrlicher Mann, versucht mehrmals, Marina zu verführen. Doch sie kann sich jedes Mal aus der für sie unangenehmen Situation befreien. Ohne dass Marina etwas dafür kann, zieht sie sich die Feindschaft von Vida zu, die ebenfalls in der Saline arbeitet und Albertos heimliche Geliebte ist.

Nachdem es eines Abends wiederum zu einem Streit zwischen Marina und Vida gekommen ist, überschlagen sich die Ereignisse. Verzweifelt gesteht Vida Alberto, dass sie schwanger sei. Seine Reaktion auf diese Eröffnung fällt so heftig aus, dass die junge Frau unglücklich stürzt und stirbt. Alberto, der bei den Arbeitern im Verdacht steht, einen Teil des ihnen zustehenden Lohns einzubehalten, will daraufhin von den Insel fliehen. Es gelingt Nico und Piero jedoch ihn aufzuhalten, was letztendlich auch dazu führt, dass Marina, die dem Verdacht ausgesetzt war, am Tode von Vida nicht unschuldig zu sein, entlastet werden kann.

Am nächsten Morgen bedankt sich Marina bei Nico für seine Hilfe und signalisiert ihm, dass sie mit ihm gehen werde. Dann bemerkt sie jedoch Piero, der zur Insel aufbricht, rennt zum Pier und stürzt sich ins Meer, gefolgt von ihren Brüdern. Als Piero die drei an Bord nimmt, versichert sie ihm, dass sie bei ihm bleiben möchte.

Produktion

Produktionsnotizen

Salinen – Anlegestelle hinter dem Salzmuseum, einer der Drehorte des Films

Es handelt sich um einen Film der Bavaria Filmkunst AG (München-Geiselgasteig), Rizzoli Film S.p.A.(Rom) und Zagreb Film (Zagreb), dessen Produktionsleitung bei Lutz Hengst und Kruno Grahek und Aufnahmeleitung bei G. Konzar, K. Hudec, Hans-Joachim Sommer und Gorazd Koncar lag. Das Drehbuch von Johannes Kai beruht auf einer Idee von František Čáp und Vjeko Dobrincic. Die Dreharbeiten zum Film begannen am 23. Juli 1956 und dauerten bis in den August hinein. Gedreht wurde in den Salinen von Sečovlje bei Portorož in Slowenien sowie in der Gemeinde Piran in Dalmatien. Die Filmbauten stammen von Mirko Lipuzić. Der tschechische Regisseur František Čáp nannte sich in Deutschland auch Franz Cap.

Veröffentlichung

Der Film wurde in einer FSK-Prüfung vom 12. Februar 1957 ab 16 Jahren freigegeben. Uraufgeführt wurde er am 27. Februar 1957 in der Lichtburg in Essen. Der Film trug den Arbeitstitel Salz und Brot. In Italien kam er erstmals am 15. Mai 1957 in die Kinos und lief dort auch unter dem weiteren Titel La ragazza und in den englischsprachigen Ländern unter dem Titel Sand, Love and Salt.

In den Niederlanden wurde der Film im Mai 1957 veröffentlicht, in Dänemark im Juli 1957, in Japan im August 1957, in Portugal im November 1957, in Schweden im März 1958, in Mexiko im Januar 1960 und in Frankreich in einer limitierten Ausgabe im Juli 1962. Veröffentlicht wurde er zudem in Brasilien, in Griechenland, Polen, Russland und in Jugoslawien, dort auch unter dem serbischen Titel Hleb i so.

Kritik

Der Filmdienst/Lexikon des internationalen Films kam zu der knappen Bewertung: „Mit attraktiven Landschaftsaufnahmen, etwas Humor und reißerischer Spannung ausgestattete Kolportage. (DDR-Titel: ‚Harte Männer – heiße Liebe‘) – Ab 16.“[2]

Cinemas Kritik fiel ebenfalls knapp und negativ aus: Dort war zu lesen: „Isabelle Corey bringt die Adria zum Überkochen“ in diesem „Melodram“. Fazit: „Selbst Mastroianni rettet den Film nicht.“[3]

Auf der Seite FilmBooster war von einem „beeindruckenden Film“ die Rede, der „mit meisterhaften Aufnahmen von Küstenlandschaften“ besteche. Weiter hieß es, dass „die Romanze nicht linear erzählt“ werde, „sondern kunstvoll mit spannenden und dramatischen Elementen sowie dokumentarischen Aufnahmen verwoben“ werde.[4]

Einzelnachweise

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