Mære
Siedlung in Norwegen
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Mære ist eine Ortschaft in der norwegischen Kommune Steinkjer in der Provinz Trøndelag. Der Ort hat 419 Einwohner (Stand: 1. Januar 2025).[1] Bis 1964 gehörte Mære zur Kommune Sparbu.[2]
| Mære | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | |||
| Provinz (fylke) | Trøndelag | ||
| Gemeinde (kommune): | Steinkjer | ||
| Koordinaten: | 63° 56′ N, 11° 26′ O | ||
| Einwohner: | 419 (1. Januar 2025) | ||
| Fläche: | 0,35 km² | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1197 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 20 moh. | ||
| Verkehr | |||
| Straße: | Europastraße 6 | ||
| Bahnanschluss: | Nordlandsbanen 1. April 1917– 7. Jan. 2000 | ||
Øvre Mære gård (2020) | |||
Geografie und Verkehr
Das Dorf liegt an der Europastraße 6, etwa 10 Kilometer südlich von Steinkjer und etwa 2,5 Kilometer nördlich von Sparbu.[2] Östlich des Dorfes liegt der Børgin, ein Seitenarm des Trondheimfjordes. Mære ist ein Tettsted, also eine Ansiedlung, welche für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet wird.
Mære hatte vom 1. April 1917 bis 16. Februar 1969 einen Bahnhof an der Nordlandsbane. Dieser wurde zum Haltepunkt abgestuft, der am 7. Januar 2001 geschlossen wurde. Die Anlagen dienen seit 24. Oktober 1977 als ferngesteuerte Kreuzungsstation.
Im öffentlichen Nahverkehr hält im Ort täglich mehrmals ein Bus der Strecke Levanger–Steinkjer–Namsos.
Geschichte

Die ältesten Siedlungsspuren in Mære stammen aus der Zeit der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert. Diese wurden bei Ausgrabungen unterhalb der Kirche im Jahr 1966 entdeckt. Später befand sich in Mære eine heidnische Kultstätte, wie die eben genannten Ausgrabungen belegen.[3]
In Mære befand sich ein Gut, das seit 1354 dem Erzbischof von Trondheim gehörte.[2] Dieses Gut wurde im Jahr 1548 erneut erwähnt[2] und nach mehrfachem Besitzerwechsel 1735 in Øvre Mære und Nedre Mære aufgeteilt.
Øvre Mære umfasst heute eine Gesamtfläche von 716 Acres (1 ac. entspricht ungefähr 4050 m²), davon 350 ac. Ackerland und 340 ac. Nutzwald. Früher gab es auf dem Hof eine Mühle, eine Ziegelei und ein Sägewerk.[2]
Nedre Mære lag bis 1819 auf dem Plateau bei der Kirche, dann wurde der Hof an seinen heutigen Standort, der Mære Landbruksskole, verlegt. 1894 wurde der Hof an Nordre Trondhjems amt verkauft. Auf Initiative des späteren Landwirtschaftsministers Hans Konrad Foosnæs wurde der Bauernhof in eine Landwirtschaftsschule umgewandelt. Die Schule nahm 1895 ihre ersten Schüler auf. Das Gelände der Landwirtschaftsschule umfasst insgesamt 1477 Acres, davon sind 800 ac. Ackerland und 494 ac. Nutzwald.[2]
Bildung
Der Ort verfügt über eine Grundschule (Klassen 1–7). Die Landwirtschaftsschule Mære Landbruksskole ist eine weiterführende Schule.[2]
Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten in Mære gehört die Kirche von Mære aus dem 12. Jahrhundert. In dieser befinden sich mehrere bemerkenswerte heidnische Holzschnitzereien sowie eine Kopie der Madonna von Mære aus der Zeit um 1250. Die 157 cm hohe Figur wurde am 8. September 2013 in Anwesenheit von Bischof Tor Singsaas aufgestellt und geweiht. Das Original stand bis 1878 in der Kirche von Mære. Der Kirchenvorstand Sparbu schenkte die Skulptur damals dem Vitenskapsmuseet (Wissenschafts- oder Geschichtsmuseum) in Trondheim, wo sie Teil der Ausstellung zur Geschichte der Kircheneinrichtungen ist.[4]
Östlich der Kirche steht das Pfarrhaus, das erstmals 1431 erwähnt wurde.[3]
Weblinks
- Mære. In: steinkjerleksikonet.no. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (norwegisch).
- Mære landbruksskole. In: steinkjerleksikonet.no. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (norwegisch).
