Mützens

Ortschaft in der Gemeinde Mühlbachl in Tirol From Wikipedia, the free encyclopedia

Mützens (früher „Mietzens“) ist eine Rotte und eine Ortschaft der Gemeinde Matrei am Brenner in Tirol, die bereits in den Jahren 1050–1065 im Traditionsbuch des Hochstifts Brixen als „Mucines“[1] sowie in den Jahren 1137/38–1147 im Traditionsbuch des Klosters Dießen als „Muzines“ bzw. „Mutzinis“ erwähnt wird.[2]

Schnelle Fakten Mützens (Rotte) Ortschaft ...
Mützens (Rotte)
Ortschaft
Mützens (Österreich)
Mützens (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Land (IL), Tirol
Pol. Gemeinde Matrei am Brenner  (KG Mühlbachl)
Koordinaten 47° 8′ 15″ N, 11° 26′ 51″ Of1
Höhe 1061 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 376 (1. Jän. 2025)
Postleitzahl 6143 Mühlbachl
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16514
Zählsprengel/ -bezirk Mühlbachl-Dorf, Mühlbachl-Umgebung (70330 X [000/001])
Bild
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS
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376

Der Ort liegt im Wipptal westlich vom Hauptort Matrei am Brenner am Weg zum Wallfahrtsort Maria Waldrast. Bedeutendstes Bauwerk in Mützens ist die Kirche St. Peter und Paul, die 1286 als St.-Peters-Kirchlein erstmals urkundlich genannt ist. 1750 wurde sie barockisiert – innen ausgestattet mit Rokokostukkaturen und barockem Altar (um 1625), seitlich Hl. Petrus und Paulus und Kreuzwegstationen (1738). Auf dem Altar steht eine geschnitzte Pietà von Jakob Pacher (1625), die von Johann Stolz aus Mietzens zum Dank für die glückliche Heimkehr aus der Schlacht am Weißen Berg in Prag gestiftet wurde.

Beim Bau der Brennerstraße wurden 1852 in Mützens 3000 Jahre alte illyrische Urnengräber freigelegt.

Im Weiler Mützens befand sich möglicherweise einst eine Siedlung römischer Veteranen.

Einzelnachweise

Literatur

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