Nürburgring Langstrecken-Serie

Rennserie auf dem Nürburgring From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Nürburgring Langstrecken-Serie[1] ist eine Breitensport-Rennserie und wird seit dem Jahr 1977 auf der Nürburgring-Nordschleife ausgetragen. Bis 2000 lief sie unter der Bezeichnung Langstreckenpokal und bis 2019 unter der Bezeichnung VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Fahrer unterschiedlichster Fahrzeuge – vom serienmäßigen Auto bis zum reinrassigen Rennfahrzeug – treten in verschiedenen Klassen gegeneinander an. Die Rennen dauern vier bzw. sechs Stunden und finden aktuell auf der Nordschleife in Verbindung mit der Sprintstrecke (Kurzanbindung) des Grand-Prix-Kurses statt. Im Schnitt sind bei einem Rennen mehr als 175 Fahrzeuge am Start, die in der Regel von mehreren Fahrern pilotiert werden, die sich am Steuer abwechseln. Ausgewählte Events der VLN zählten 2010 und 2011 zusätzlich zur Deutschen GT-Meisterschaft für GT3-Fahrzeuge. Seit 2020 werden die Rennen unter dem Namen Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) weitergeführt, die weiterhin von der VLN organisiert werden.[2]

Schnelle Fakten
Nürburgring Langstrecken-Serie
Aktuelle Saison Nürburgring Langstrecken-Serie 2026
Fahrzeugtyp Tourenwagen und Gran Turismos
Land oder Region Deutschland
Aktueller Name Nürburgring Langstrecken-Serie
Bisherige Namen VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (bis 2019)
Erste Saison 1977
Offizielle Website nuerburgring-langstrecken-serie.de
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Ulrich Andree, Dominik Brinkmann und Christian Krognes gewannen den VLN-Titel 2012
Audi TT bei der VLN-Serie auf dem Nürburgring

Veranstalter

Weitere Informationen Club, Rennen ...
Club Rennen Distanz
ADAC-Westfalen e. V.ADAC Westfalenfahrt4 Stunden
Renngemeinschaft Düren e. V. DMVDMV 4-Stunden-Rennen4 Stunden
AC Altkreis Schwelm e. V. im ADACADAC ACAS H&R-Cup4 Stunden
MSC Adenau e. V. im ADACAdenauer ADAC Simfy Trophy4 Stunden
Dortmunder MC e. V. im ADACADAC Reinoldus-Langstreckenrennen4 Stunden
Rheydter Club für Motorsport e. V. DMVRCM DMV Grenzlandrennen4 Stunden
MSC Ruhr-Blitz Bochum e. V. im ADACOpel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen6 Stunden
MSC Sinzig e. V. im ADACADAC Barbarossapreis4 Stunden
AC Monheim e. V. DMVROWE DMV 250-Meilen-Rennen4 Stunden
MSC Münster e. V. DMVDMV Münsterlandpokal („Schinkenrennen“)4 Stunden
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Der Begriff VLN bedeutet Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Die Clubs der Veranstaltergemeinschaft schreiben die „VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ im Automobilsport aus. Bis 2015 wurden 39 Saisons ausgetragen.

Die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bezeichnet sich als erfolgreichste Breitensportserie Europas. Tatsächlich findet inzwischen schon eine Art Export statt, denn nach dem 24-Stunden-Rennen von Dubai wurde 2006 auch einmalig in Bahrain ein 24-Stunden-Rennen veranstaltet. Federführend war dort der MSC Ruhr-Blitz Bochum.

Das vom ADAC Nordrhein ausgerichtete 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zählt derzeit nicht zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, die Veranstalter kooperieren jedoch.

Namensgebung

Diese Clubs veranstalten die lange Jahre als „Veedol Langstreckenpokal“ bekannte Serie von Langstreckenrennen für Tourenwagen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Das V in VLN wurde früher oft mit den langjährigen Sponsoren Valvoline bzw. später Veedol in Verbindung gebracht, bevor von 2001 bis 2009 der Reifenhersteller BFGoodrich Namensgeber wurde. Zudem wurde 2001 der Serie vom Deutschen Motor Sport Bund der Status einer Meisterschaft verliehen. Die Serie hieß forthin „BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ (BFGLM), ab 2010 „VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“. Zur Saison 2020 wurde das Championat erneut umbenannt. Um die Einzigartigkeit der Rennserie zu unterstreichen, entschied man sich für den Namen Nürburgring Langstrecken-Serie.[3]

Rennformat

Austragungsort der Rennen ist der Nürburgring

Eine Rennrunde ist 24,358 km lang und besteht aus der Sprintstrecke mit Mercedes-Arena und Motorrad-Schikane des Grand-Prix-Kurses sowie der Nordschleife.[4] Die Zeitdistanzen sind unterschiedlich: Bis 2016 wurden insgesamt zehn Rennen ausgetragen, nach dem Austritt des AC Monheim aus der Veranstaltergemeinschaft reduzierte sich die Anzahl auf derzeit neun, von denen acht über vier Stunden gehen, während der traditionelle Saisonhöhepunkt, das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, sechs Stunden dauert.

Historisch bedingt haben einige Rennen Bezeichnungen, die mit der tatsächlichen Renndistanz kaum noch etwas zu tun haben, so etwa das 250-Meilen-Rennen. Auch das 4-Stunden-Rennen wurde teilweise nur über die kürzeste Zeitspanne von 3,5 Stunden angesetzt, die inzwischen zugunsten einer fast einheitlichen Länge von vier Stunden kaum noch ausgefahren wird. Ausnahmen sind Veranstaltungen, bei denen zwischen Training und Rennen eine Gastserie ein kurzes Rennen durchführt, sowie natürlich das seit 1993 durchgeführte 6-Stunden-Rennen.

Die meisten Fans beobachten die Rennen an der Nordschleife. Um zu bestimmten Streckenabschnitten zu gelangen, muss teilweise einige Meter gewandert werden. Denn mehrere Streckenabschnitte, darunter „Schwedenkreuz“, „Adenauer Forst“, „Karussell“ und „Wippermann“, sind zum Teil einige hundert Meter von der nächsten Hauptstraße entfernt. Gut zu erreichen und stets gut besucht hingegen sind z. B. „Breidscheid“, „Brünnchen“ und „Pflanzgarten“. Am Großteil der Nordschleife muss kein Eintrittspreis bezahlt werden. Nur für das Fahrerlager, die Bereiche „Brünnchen“ und „Pflanzgarten“ sowie die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings sind Tickets zum Preis von 25 Euro (Stand 2025)[5] erforderlich. Im Preis enthalten ist außerdem der Besuch der Startaufstellung („Gridwalk“) vor dem Rennen.

Wertungssystem

Das Wertungssystem der Meisterschaft berücksichtigt die Anzahl der Starter in der jeweiligen Wertungsklasse. Es gab in der Saison 2009 33 Fahrzeugklassen, verteilt auf vier Fahrzeugarten, die „Division“ genannt werden. Je mehr Fahrzeuge in einer Klasse am Start sind, desto mehr Punkte können Sieger und Platzierte gewinnen. Deshalb gewinnt nicht automatisch das stärkste Auto am Ende der Saison den Meistertitel, sondern in der Regel das Fahrzeug, das sich in der Klasse mit den meisten Startern am häufigsten vorne platzierte.

Für den Klassensieger werden fast zehn Punkte berechnet, für den Letztplatzierten fast keine Punkte. Ausgeschiedene bekommen keine Punkte. Die Formel lautet Punkte= 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter, es wird auf zwei Stellen gerundet. Ein einzelnes Fahrzeug erzielt somit 5,00 Punkte, bei zwei Startern werden 7,5 und 2,5 Punkte verteilt, bei fünfen sind es 9, 7, 5, 3 und 1 Punkt. Bei zehn Wagen in der Klasse bekommt der Sieger 9,5 Punkte, bei Zwanzig sind es 9,75. Bei hundert Fahrzeugen in einer Klasse, bekommt der Sieger 9,95 Punkte.

Ein Rennen gilt grundsätzlich als Wertungslauf, sobald es gestartet wurde. Finden alle neun Läufe statt, dann gibt es in der Meisterschaftswertung zwei Streichresultate, somit werden die besten sieben der neun Läufe gewertet. Fällt dagegen ein Rennen aus (was insbesondere bei der ersten und letzten Veranstaltung des Jahres witterungsbedingt vorkommen kann), so gibt es nur ein Streichergebnis. Fast immer stellen die preisgünstigen seriennahen Klassen unter zwei Liter Hubraum die Meister, da dort aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen die meisten Punkte vergeben werden, und auch noch ein zweiter Platz bei 18 Startern soviel Punkte einbringt wie ein Sieg bei sechs Startern.

Fahrzeuge

An einem Rennen nehmen weit über 100 Fahrzeuge von etwa 30 verschiedenen Herstellern gleichzeitig teil. Zur gerechten Bewertung sind diese in vier Gruppen mit jeweils mehreren Unterklassen sowie drei eigenständigen Klassen eingeteilt.[6][7] Abhängig von der Klasse benötigen die Fahrer für die Teilnahme an den Rennen das DMSB-Permit-Nordschleife (DPN) des Deutschen Motor Sport Bundes in der Stufe A oder B.[8]

VLN-Produktionswagen

In den sieben Klassen sind seriennahe Fahrzeuge mit serienmäßigen Motoren eingestuft. Neben sicherheitstechnischen Anpassungen für den Rennbetrieb, sind nur minimale Modifikationen erlaubt.

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
VT1 bis 1.620 cm³ Hubraum mit Turbo DPN B
V3 / (VT2) bis 2.000 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN B
V4 bis 2.500 cm³ Hubraum DPN B
V5 / (VT3) bis 3.000 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN B
V6 bis 3.500 cm³ Hubraum DPN B
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24h-Spezial

Diese Kategorie besteht hauptsächlich aus offenen Klassen, um ein möglichst breites Teilnehmerfeld zu ermöglichen.

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
SP2 / (SP2T) bis 1.750 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN B (DPN A)
SP3 / (SP3T) bis 2.000 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN B (DPN A)
SP4 / (SP4T) bis 2.500 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN B (DPN A)
SP5 bis 3.000 cm³ Hubraum DPN A
SP6 1 bis 3.500 cm³ Hubraum DPN A
SP7 1 bis 4.000 cm³ Hubraum DPN A
SP8 1 / (SP8T) bis 4.000 cm³ Hubraum (mit Turbo) DPN A (DPN A)
SP9 FIA-GT3-Fahrzeuge DPN A
SP-Pro 2 über 3.000 cm³ DPN A
SP10 SRO-GT4-Fahrzeuge DPN A
SP-X 3 Sonderfahrzeuge DPN A
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1 
Fahrzeuge mit seriennahem Motor
2 
Fahrzeuge der Klassen SP6, SP7 und SP8 ohne seriennahen Motor
3 
Zulassung nur auf gesonderten Antrag

Klasse AT

Die frühere Klasse SP-AT für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben wurde aus der Spezial-Gruppe herausgelöst und ist nun bezüglich der notwendigen Lizenz in zwei Leistungsstufen unterteilt.

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
Klasse AT Leistungsgewicht über 4,2 kg/PS (5,71 kg/kW) DPN B
Klasse AT Leistungsgewicht unter 4,2 kg/PS (5,71 kg/kW) DPN A
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CUP-Klassen

Hier treten Rennwagen aus modellspezifischen Rennserien jeweils gegeneinander an. Mit Ausnahme von Cup 2 können die Cup-Fahrzeuge bei reduzierter Leistung auch mit der niedrigeren Lizenz DPN B gefahren werden. Dabei gilt die gleiche Leistungsgrenze wie in der Klasse AT.[7]

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
Cup 2 Porsche Carrera Cup DPN A
Cup 3 Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing DPN A oder B
Cup 5 BMW M2 CS Racing Cup[9] DPN A oder B
Cup X KTM X-Bow Cup by Michelin DPN A oder B
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Einzelklassen

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
Klasse TCR TCR-Fahrzeuge DPN A
Klasse OPC Opel Astra OPC DPN B
Klasse BMW M240i BMW M240i Racing DPN B
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Gruppe H

Die letzten beiden Klassen sind für ältere Rennfahrzeuge bis einschließlich Baujahr 2009.[6]

Weitere Informationen Klasse, Beschreibung ...
Klasse Beschreibung Lizenz
Gruppe H 2 bis 2.000 cm³ Hubraum DPN B
Gruppe H 4 bis 6.250 cm³ Hubraum DPN A
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Meister

Weitere Informationen Jahr, Fahrer ...
Jahr Fahrer Team Fahrzeug
1977 Ernst Thierfelder ETH Tuning Simca Rallye
1978 Hans Weisgerber MSTC Erbach BMW 2002
1979 Wolfgang Kudrass / Norbert Schiffbauer Veytal Tuning Audi 50
1980 Johannes Scheid Scheid Motorsport Autobianchi A112 Abarth 70 HP
1981 Johannes Scheid / Reinhold Köster Scheid Motorsport Fiat 127 Sport
1982 Arno Wester / Walter Jirak Tannenkamp Motorsport VW Golf GTI
1983 Karl-Heinz Schäfer Mich Tuning Opel Kadett GT/E
1984 Heinrich Sprungmann / Dierk Meyer VAG Sprungmann Essen VW Golf GTI
1985 Karl-Heinz Kuhlendahl Nothelle Motorsport VW Scirocco
1986 Herbert Kummle Pontus Racing Ford Escort RS 2000
1987 Ludwig Nett / Jürgen Nett Nett Tuning Peugeot 205
1988 Wolfgang Schrey / Günter Schrey Team Matter Sicherheit Mercedes-Benz 190 E 2.3-16
1989 Lutz-Wilhelm Höhl Veytal Tuning VW Polo Coupé
1990 Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche Mantzel Tuning Opel Kadett GSi
1991 Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche Mantzel Tuning Opel Kadett GSi
1992 Dirk Adorf / Guido Thierfelder ETH Tuning Citroën AX Sport
1993 Heinz-Otto Fritzsche / Roland Senge Kissling Motorsport Opel Astra F GSi
1994 Johannes Scheid / Hans Widmann Scheid Motorsport BMW M3 (E30)
1995 Johannes Scheid / Hans Widmann Scheid Motorsport BMW M3 (E30)
1996 Dirk Adorf / Thomas Winkelhock Mühlner Motorsport Opel Astra F GSi
1997 Dirk Adorf / Heinz-Josef Bermes Mühlner Motorsport Opel Astra F GSi
1998 Johannes Scheid / Sabine Reck Scheid Motorsport BMW M3 (E36)
1999 Peter Zakowski / Hans-Jürgen Tiemann Zakspeed Chrysler Viper GTS-R
2000 Jens Lührsen / Uwe Unteroberdörster Fleper Motorsport Suzuki Swift GTi
2001 Klaus-Peter Thaler / Heinz Remmen Kissling Motorsport Opel Astra F GSi
2002 Mario Merten Bonk Motorsport BMW 318is (E36)
2003 Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche Kissling Motorsport Opel Corsa C
2004 Arnd Meier / René WolffSAX RacingBMW 318ti compact (E36)
2005 Claudia HürtgenSchubert MotorsBMW 320i (E46)
2006 Mario Merten / Wolf SilvesterBonk MotorsportBMW 318is (E36)
2007 Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche / Marco WolfKissling MotorsportOpel Astra GTC
2008 Alexander Böhm / Matthias UngerBlack FalconBMW 325i (E90)
2009 Alexander Böhm / Christer Jöns / Seán Paul BreslinBlack FalconBMW 325i (E90)
2010 Mario Merten / Wolf SilvesterBonk MotorsportBMW Z4 (E86) 3.0si
2011 Carsten Knechtges / Manuel Metzger / Tim ScheerbarthBlack FalconBMW Z4 (E86) 3.0si
2012 Ulrich Andree / Dominik Brinkmann / Christian KrognesLMS EngineeringVW Scirocco GT24
2013 Dirk Groneck / Tim GroneckGroneck MotorsportRenault Clio
2014 Rolf Derscheid / Michael FlehmerTeam Derscheid MotorsportBMW 325i (E90)
2015 Dirk Groneck / Tim GroneckGroneck MotorsportRenault Clio Cup
2016 Alexander Mies / Michael SchreyBonk-MotorsportBMW M235i Racing Cup
2017 Michael SchreyBonk-MotorsportBMW M235i Racing Cup
2018 Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny BrinkPixum Team Adrenalin MotorsportBMW 325i (E90)
2019 Yannick Fübrich / David GriessnerPixum Team Adrenalin MotorsportBMW M240i Racing Cup
2020 Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny BrinkPixum Team Adrenalin MotorsportBMW 325i
2021 Philipp Leisen / Danny BrinkPixum Team Adrenalin MotorsportBMW 325i
2022 Oskar Sandberg / Sindre Setsaas / Daniel Zils[10]Adrenalin Motorsport Team Alzner AutomotiveBMW 330i
2023 Philipp Leisen / Oskar Sandberg / Daniel Zils[11]Adrenalin Motorsport Team MotecBMW 330i
2024 Toby Goodman / Sven Markert / Ranko Mijatovic[12] Adrenalin Motorsport Team Mainhatten Wheels BMW 240i Racing Cup
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Statistiken

Fahrer mit den meisten Gesamtsiegen

Weitere Informationen Platz, Fahrer ...
Platz Fahrer Siege[13]
01 Olaf Manthey 30
02 Jürgen Alzen 29
Ulrich Richter 28
04 Marc Basseng 26
Arno Klasen 26
06 Edgar Dören 24
07 Peter Zakowski 22
08 Hans-Jürgen Tiemann 21
09 Marcel Tiemann 19
10 Frank Stippler 15
11 Marc Lieb 13
Uwe Alzen 13
13 Otto Altenbach 12
Jürgen Oppermann 12
Jürgen Lässig 12
Axel Felder 11
17 Timo Bernhard 10
Lucas Luhr 10
Dieter Gartmann 10
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Gesamtsiege der Konstrukteure

Weitere Informationen Siege, Konstrukteur ...
Siege Konstrukteur
62 DeutschlandDeutschland Mercedes
54 DeutschlandDeutschland BMW
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ford
30 DeutschlandDeutschland Audi
21 DeutschlandDeutschland Opel
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chrysler
3 ItalienItalien Alfa Romeo
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich V8Star-Jaguar
2 DeutschlandDeutschland Porsche
2 ItalienItalien Ferrari
1 JapanJapan Lexus
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Aston Martin
1 JapanJapan Toyota
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Meister der Konstrukteure

Weitere Informationen Siege, Konstrukteur ...
Siege[14] Konstrukteur Jahr
19 DeutschlandDeutschland BMW 1978, 1994, 1995, 1998, 2002, 2004–2006, 2008–2011, 2014, 2016–2022
09 DeutschlandDeutschland Opel 1983, 1990, 1991, 1993, 1996, 1997, 2001, 2003, 2007
05 DeutschlandDeutschland Volkswagen 1982, 1984, 1985, 1989, 2012
02 FrankreichFrankreich Renault 2013, 2015
01 FrankreichFrankreich Simca 1977
DeutschlandDeutschland Audi 1979
ItalienItalien Autobianchi 1980
ItalienItalien Fiat 1981
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ford 1986
FrankreichFrankreich Peugeot 1987
DeutschlandDeutschland Mercedes 1988
FrankreichFrankreich Citroën 1992
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chrysler 1999
JapanJapan Suzuki 2000
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Explosion vom 2. August 2024

Am Freitag, dem 2. August 2024, ereignete sich im Vorfeld des 6-Stunden-Rennens der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS4), dem ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, eine schwere Explosion im Fahrerlager des Nürburgrings. Dabei wurden insgesamt 22 Personen verletzt, darunter eine Person mit schwersten Verletzungen, drei mit schweren Verletzungen und 18 mit leichten Verletzungen, darunter Knalltraumata. Die Verletzten wurden umgehend von Rettungskräften versorgt und in nahegelegene Krankenhäuser transportiert, teils mit Rettungshubschraubern.

Die Explosion ereignete sich gegen 18:25 Uhr während der Schlussphase der Einstellfahrten, die als Vorbereitung für das bevorstehende Rennen dienten. Die betroffene Box 27 war zum Zeitpunkt des Vorfalls dem Team Smyrlis Racing zugewiesen. Die Explosion wurde durch eine Druckluftflasche verursacht, die für das Anheben und Absenken von Fahrzeugen während Boxenstopps verwendet wurde.

Trotz des Vorfalls entschieden sich die Veranstalter, das Rennen am nächsten Tag wie geplant stattfinden zu lassen. Den Teams und Fahrern wurde freigestellt, ob sie teilnehmen möchten. Acht Teams verzichteten auf die Teilnahme, während der Großteil der 121 angemeldeten Teams am Rennen teilnahm.

Nach dem Vorfall wurden Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um den betroffenen Personen zu helfen.[15] Die genauen Ergebnisse der Ermittlungen und etwaige Änderungen der Sicherheitsbestimmungen standen zum Zeitpunkt des Vorfalls noch aus.

Dieser Vorfall führte zu einer verstärkten Sensibilisierung für die Sicherheit im Motorsportumfeld,[16] indem die Veranstalter nachdrücklich die Teams auf die bestehenden Handlungsanweisungen im Umgang mit Druckluftbehältern hinwiesen und zu einer Überprüfung der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen.[17][18][19]

Tödlicher Unfall am 18. April 2026

Beim ersten Rennen der zweiteiligen 24h-Nürburgring-Qualifiers am 18. und 19. April 2026 kam es in der dritten Rennrunde im Bereich Klostertal zu einem schweren Unfall, in den sieben Autos verwickelt waren. Die Rennleitung reagierte mit umgehender Roter Flagge, das Rennen wurde danach nicht wieder aufgenommen. Grund für den Unfall sei eine Ölspur gewesen. Der 66 Jahre alte, finnische BMW-Fahrer Juha Miettinen kam dabei ums Leben. Die sechs weiteren Fahrer, von denen keiner lebensgefährlich verletzt wurde, wurden im Medical Center und in umliegenden Krankenhäusern behandelt.[20] Das zweite Rennen der Qualifiers am Sonntag, den 19. April wurde wie geplant veranstaltet, zu Beginn des Rennens wurde eine Schweigeminute für Miettinen abgehalten.[21][22]

Trivia

  • In der siebten Runde des ersten Rennens der Saison 2015 ereignete sich ein schwerer Unfall. Der Nissan GT-R Nismo GT3 des britischen Rennfahrers Jann Mardenborough hob im Streckenabschnitt Quiddelbacher Höhe / Flugplatz ab, schlug senkrecht in einen Reifenstapel ein und überschlug sich dabei über den FIA-Sicherheitszaun in den Zuschauerbereich. Hierbei wurde ein Zuschauer getötet.[23] In der Konsequenz wurde auf Teilen der Nordschleife ein Tempolimit eingeführt (welches später wieder aufgehoben wurde) und es wurden leichte Modifizierungen in Form von Fahrbahnerneuerungen und Beseiteigung von Bodenwellen an der Strecke vorgenommen.[24]
  • Am 13. September 2025 startete im achten Lauf der niederländische Formel-1-Weltmeister Max Verstappen in der NLS. Er fuhr das Rennen auf Porsche Cayman 718 Cayman GT4 Clubsport. Durch das Absolvieren von 14 straffreien Runden erhielt er die DMSB Permit Nordschleife A, womit er zukünftig bei offiziellen Rennen mit einem GT3-Fahrzeug auf der Nordschleife starten darf.[25] Dies tat Verstappen beim neunten Lauf der NLS in derselben Saison zwei Wochen später am 27. September 2025. Hier startete er auf einem Ferrari 296 GT3. Gemeinsam mit seinem britischen Teamkollegen Chris Lulham fuhr er den Gesamtsieg bei dem 4-Stunden-Rennen ein.[26]

Literatur

  • Jörg Hildebrand, Erich Kahnt, Luki Scheuer, Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring: 25 Jahre in der grünen Hölle: Das große Buch zum Langstreckenpokal Nürburgring. Die Fahrer, die Autos, die Fans. Hackethal, 2001, ISBN 3-00-007028-1.

Einzelnachweise

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