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Nebojša Čović

serbischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Nebojša Čović (serbisch-kyrillisch Небојша Човић; * 2. Juli 1958 in Belgrad, Serbien, Jugoslawien) ist ein serbischer Politiker.

Nebojša Čović, 2006

Leben

Herkunft, Ausbildung und Beruf

Čović wuchs in einer Arbeiterfamilie im Belgrader Stadtteil Žarkovo auf, wo er die Grund- und die Mittelschule besuchte. Anschließend studierte er an der Maschinenbaufakultät der Universität Belgrad, an der er auch den Magistergrad erwarb und im Jahr 2000 zum Doktor der technischen Wissenschaften promoviert wurde.[1][2]

Beruflich war er zunächst in den Unternehmen „Ivo Lola Ribar“ in Belgrad und im Bergbau- und Energiekombinat „Kolubara“ tätig. Später war er Generaldirektor des Unternehmens „Proleter“ und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Metallwarenfabrik Fabrika metalnih proizvoda (FMP) in Belgrad.[2]

Politische Laufbahn

Als Mitglied der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS) wurde Čović 1992 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Belgrader Stadtversammlung gewählt, 1993 zum Vorsitzenden der Stadtregierung und 1994 zum Bürgermeister von Belgrad. Das Amt übte er bis 1997 aus. Daneben gehörte er in zwei Wahlperioden dem Parlament an.[3]

Er gehörte bis 1997 der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS) an, dann wechselte er ins Lager der damaligen Opposition, indem er mit einigen weiteren aus der SPS ausgetretenen Politikern die Demokratska Alternativa gründete und deren Vorsitzender wurde.[3][4] Die Partei wurde später Teil der Demokratische Opposition Serbiens (DOS).[2]

Von 2000 bis 2001 war er einer der drei Vizepremiers der Übergangsregierung, die Slobodan Milošević gestürzt hatte und schließlich Zoran Đinđić an die Macht brachte. Nach Đinđićs Ermordung war Čović 2003 zusammen mit Dušan Mihajlović für einige Tage Übergangspremier.

Nach der Ermordung Đinđićs am 12. März 2003 war Čović geschäftsführender Ministerpräsident, bis die Nationalversammlung am 18. März 2003 die Regierung unter Zoran Živković wählte. Stellvertretender Ministerpräsident blieb er bis zur Wahl der Regierung Koštunica am 3. März 2004.[5]

Čović ist zudem einer der früheren Vorsitzenden des Kosovo-Koordinationszentrums und war Vorsitzender des Koordinationszentrum für Südserbien während des UÇK-Einfalls in das Preševo-Tal.

Čović ist Inhaber des Basketball-Clubs FMP Železnik Belgrad.

Commons: Nebojša Čović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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