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Neiße-Malxetal

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Neiße-Malxetal (niedersorbisch Dolina Nyse a Małkse) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie wird vom Amt Döbern-Land verwaltet, das seinen Sitz in der Stadt Döbern hat.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
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Neiße-Malxetal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neiße-Malxetal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 39′ N, 14° 40′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 82,57 km²
Einwohner: 1497 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03159
Vorwahlen: 035600, 035695Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 294
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Website: www.amt-doebern-land.de
Bürgermeister: Rainer Riedel
Lage der Gemeinde Neiße-Malxetal im Landkreis Spree-Neiße
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Geografie

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz an der Grenze zu Polen im historischen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Sie liegt direkt an der polnischen Grenze zwischen Forst (Lausitz) im Norden und Bad Muskau im Süden. Die Stadt Cottbus liegt ca. 20 bis 30 km nordwestlich.

Der Ortsteil Jerischke besitzt mit seinen drei Naturschutzgebieten und einem Flächennaturdenkmal eine sehenswerte Waldlandschaft. 2004 eröffnete hier das Informationszentrum Muskauer Faltenbogen. Namensgebende Flüsse sind die Lausitzer Neiße und die Malxe.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung[2] in die folgenden Ortsteile mit den zugehörigen bewohnten Gemeindeteilen und Wohnplätzen:[3]

Geschichte

Groß Kölzig, Jerischke, Jocksdorf, Klein Kölzig und Preschen gehörten seit 1816 zum Kreis Sorau in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Forst im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße.

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Groß Kölzig, Jerischke, Jocksdorf, Klein Kölzig und Preschen.

Sorbische Wurzeln

Wie in der gesamten Lausitz sind die meisten Ortsnamen in der Gemeinde sorbischen Ursprungs. Der Ortsname Kölzig beschreibt eine Pfahlsiedlung (von nso. „koł“), der Name von Jerischke geht auf den Personennamen „Jarosław“ zurück. Die Bedeutung des ebenfalls aus dem Sorbischen stammenden Ortsnamens von Raden ist unklar, er geht entweder auf einen Personennamen oder auf das sorbische Wort für „froh“ zurück. Der Ortsname von Gosda II beschreibt eine Siedlung am trockenen Wald. Der Name Bahren geht auf das sorbische Wort für Schafbock zurück und der Ortsname von Zelz auf das Wort „sedlo“ für Siedlung.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
20011 943
20051 886
20101 799
20151 657
20201 596
Jahr Einwohner
20211 605
20221 551
20231 533
20241 530
20251 497
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres: Stand 31. Dezember,[4][5][6] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Neiße-Malxetal besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus zwölf Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.[7] Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis (mit Vergleich zur Wahl 2019):

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Ergebnis 2019 ...
Partei / Wählergruppe Ergebnis
2019[8]
Sitze
2019
Ergebnis
2024[9]
Sitze
2024
Wir sind Heimat14,5 %255,1 %7
AfD08,0 %122,9 %2
Heimat Neiße-Malxetal34,6 %422,0 %2
Wählergruppe Gosda II13,9 %2––
Dorfgemeinschaft Klein Kölzig12,0 %1––
Gut Wehr Groß Kölzig05,8 %1––
Einzelbewerber Hartwig Noack04,3 %1––
Einzelbewerber Rainer Riedel04,3 %–––
SPD02,6 %–––
Insgesamt100 %12100 %11
Wahlbeteiligung 67,4 % 72,5 %
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Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD drei Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt, weil die Partei nur zwei Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister

  • 2003–2023: Eberhard Müller (parteilos)[10]
  • 2023–2024: René Prüfer (AfD)[11]
  • seit 2024: Rainer Riedel (Wir sind Heimat)

Bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 erhielt Prüfer 37,8 % der Stimmen. Da es keine weiteren Bewerber für das Amt gab und er dennoch nicht die absolute Mehrheit erreichte, wurde der Bürgermeister nach § 72 (2) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes durch die Gemeindevertretung aus ihren Reihen gewählt.[12] In der Sitzung der Gemeindevertretung am 11. September 2024 wurde Rainer Riedel zum neuen Bürgermeister gewählt.[13]

Sehenswürdigkeiten

Kirche Groß Kölzig

In der Liste der Baudenkmale in Neiße-Malxetal und in Liste der Bodendenkmale in Neiße-Malxetal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Verkehr

Im Nordwesten des Gemeindegebiets verläuft die Bundesstraße 115 zwischen Forst (Lausitz) und Bad Muskau.

Der Bahnhof Groß Kölzig lag an der Bahnstrecke Weißwasser–Forst, auf welcher der Personenverkehr 1996 eingestellt wurde.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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