Turnow-Preilack

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Turnow-Preilack (ˈtʊ⁠ʁnoː ˈpʁaɪ̯l⁠ak), niedersorbisch Turnow-Pśiłuk, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie wird vom Amt Peitz verwaltet.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Turnow-Preilack
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Turnow-Preilack hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 52′ N, 14° 24′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 38,02 km²
Einwohner: 1094 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 401
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 19
03185 Turnow-Preilack
Website: www.peitz.de
Bürgermeister: René Sonke
Lage der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße
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Karte
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Geographie

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch den südlichsten Teil der Gemeinde fließen in westlicher Richtung die Malxe und der Hammergraben.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Turnow-Preilack gehören die Ortsteile Preilack (Pśiłuk) mit dem Wohnplatz Ausbau (Wutwaŕki) und Turnow (Turnow) mit dem Wohnplatz Ausbau Windmühle (Wutwaŕki pśi Wětšniku).[2]

Geschichte

Turnow entstand infolge der Errichtung der Festung Peitz im 16. Jahrhundert und wurde 1567 unter dem Namen Neue Peiz erstmals erwähnt. Weil viele Einwohner wegen des Festungsbaus ihre Flächen verloren, siedelten sie sich in der Nähe einer Schäferei neu an, woraus zunächst das Vorwerk Turnow entstand. Der Ort Turnow verfügt als Besonderheit über eine gleichlautende deutsche und sorbische Bezeichnung. Zum Ort Turnow gehört die 1858 erbaute Holländermühle. Am Grassumpf oder Wiesengrund gelegen, bedeutet der niedersorbische Name Pśiłuk der 1587 erstmals als Preylangk erwähnten Gemeinde Preilack. Das Dorf wurde im Dreißigjährigen Krieg 1641 von schwedischen Truppen in Brand gesteckt. Der Ort verfügt mit der ehemaligen Chausseegeldhebestelle (auch „Zollhaus“ genannt) und dem preußischen Rundmeilenstein über Zeugen der preußischen Verkehrsgeschichte.

Turnow und Preilack gehörten seit 1816 zum Kreis Cottbus in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Cottbus-Land im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße.

Die Gemeinde Turnow-Preilack entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Turnow und Preilack.[3]

Die Gemeinde fördert die wendisch/sorbische Kultur, Sprache und die wirksame politische Mitgestaltung der wendisch/sorbischen Bürger. Die Beschriftung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken erfolgt schrittweise in deutscher und sorbischer Sprache.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Preilack ...
JahrTurnowPreilackJahrTurnow-Preilack
187554833120011.290
191086537120051.289
193984041120101.204
194697656620151.154
195096054520201.102
197188940220211.110
199078733520221.105
199580736620231.104
200089040120241.094
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991),[4][5][6] von 2011 bis 2021 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Turnow-Preilack besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[7]

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Ergebnis 2024 ...
Partei / Wählergruppe Ergebnis
2024
Sitze
2024
Ergebnis
2019
Sitze
2019
Wählergemeinschaft Turnow-Preilack 53,9 % 6 59,6 % 6
AfD 22,4 % 1 17,0 % 1
CDU 22,2 % 2 22,0 % 2
FDP 01,5 % 01,4 %
Wahlbeteiligung 77,1 % 69,1 %
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Der Stimmenanteil der AfD entspricht sowohl 2019 als auch 2024 jeweils zwei Sitzen, die Partei hatte bei beiden Wahlen jedoch nur einen Kandidaten aufgestellt. Daher bleibt ein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

Bürgermeister

  • 2003–2014: Helmut Fries (Wählergemeinschaft Turnow-Preilack)[8]
  • seit 2014: René Sonke (Wählergemeinschaft Turnow-Preilack)[9]

Sonke wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 88,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] wiedergewählt.[11]

Wappen und Flagge

Hissflagge

Das Wappen wurde am 18. April 2011 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit einer blauen Wellenleiste, nach der Teilung begleitet von zwei abgeschnittenen silbernen Zweigen, oben eine Schlehe mit fünf schwarzen Früchten und unten eine Trollblume mit drei Blüten.“[12]

Die Gemeinde führt laut ihrer Hauptsatzung eine Flagge in den Farben Rot-Weiß-Rot (Rot-Silber-Rot) im Verhältnis 1:5:1 mit dem Gemeindewappen im Mittelstreifen.

Sehenswürdigkeiten

Holländerwindmühle Turnow

In der Liste der Baudenkmale in Turnow-Preilack und in der Liste der Bodendenkmale in Turnow-Preilack stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Verkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 168 zwischen Lieberose und Peitz sowie an der Landesstraße 50 zwischen Peitz und Guben.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Peitz Ost an der Bahnstrecke Guben–Cottbus. Er wird von der Regionalbahnlinie RB 11 (Frankfurt (Oder)Cottbus) bedient.

Persönlichkeiten

Gedenktafel für Prof. Mjertyn Moń/Martin Moyn vor seinem Geburtshaus in Turnow
Commons: Turnow-Preilack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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