Wiesengrund

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Wiesengrund, niedersorbisch Łukojce, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße und liegt im südöstlichen Teil von Brandenburg. Sie gehört zum Amt Döbern-Land, das seinen Sitz in der Stadt Döbern hat. Die Gemeinde liegt im sorbischen Siedlungsgebiet.[2][3]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
?
Wiesengrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesengrund hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 42′ N, 14° 34′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 50,44 km²
Einwohner: 1338 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03149
Vorwahlen: 035694 (nur Gosda), 035695Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 414
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Website: www.amt-doebern-land.de
Bürgermeister: Norman Schlüter
Lage der Gemeinde Wiesengrund im Landkreis Spree-Neiße
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Geographie

Die Gemeinde Wiesengrund grenzt im Norden an Heinersbrück, im Nordosten an die Stadt Forst (Lausitz), im Osten an Groß Schacksdorf-Simmersdorf, im Südosten an Neiße-Malxetal, im Süden an Felixsee, im Südwesten an die Stadt Spremberg, im Westen an Neuhausen/Spree und im Nordwesten an das Stadtgebiet von Cottbus. Auf dem Gemeindegebiet wird ein Restloch des Braunkohlebergbaues geflutet. Daraus entsteht gegenwärtig durch allmähliche Flutung der Klinger See.

Weiterhin gibt es im an den See grenzenden Ortsteil Klinge eine geologisch wertvolle Eem-Grabung, die seit 2008 als Freilichtmuseum Zeitsprung besichtigt werden kann. Der Ortsteil Mattendorf grenzt im Süden an den Ausläufer des ebenfalls geologisch interessanten Muskauer Faltenbogens. Die längste Straßenverbindung von Nord nach Süd beträgt zwischen Mattendorf (Süd) und Klinge (Nord) 15 km; die Gemeinde Wiesengrund nimmt eine Gesamtfläche von 50 km² ein.

Gemeindegliederung

Wiesengrund besteht aus folgenden Orts- und bewohnten Gemeindeteilen sowie Wohnplätzen:[4][5]

Geschichte

Gahry, Gosda, Mattendorf und Trebendorf gehörten seit 1816 zum Kreis Cottbus, Jethe zum Kreis Sorau in der preußischen Provinz Brandenburg. Nach der Auflösung des Landkreises Sorau am 1. April 1946 wurde Jethe in den Landkreis Spremberg umgegliedert. 1952 wurden alle Gemeinden in den neu gebildeten Kreis Forst im DDR-Bezirk Cottbus eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße.

Die Gemeinde Wiesengrund entstand im Rahmen der brandenburgischen Gemeindegebietsreform durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Gahry, Gosda, Jethe, Mattendorf und Trebendorf zum 31. Dezember 2001.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
20011 696
20051 686
20101 516
20151 390
20201 347
Jahr Einwohner
20211 342
20221 326
20231 345
20241 338
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember[7][8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Religion

Die Dörfer Gahry, Trebendorf und Mattendorf sind schon vor 1812 in die evangelische Kirchengemeinde Komptendorf eingepfarrt worden, da sie keine eigene Kirche besitzen. Die Kirche von Klinge wurde zu DDR-Zeiten dem Braunkohleabbau geopfert. Jetzt gehen die Klinger, Gosdaer und Dubrauer in die Fachwerkkirche in den Ortsteil Dubrau.

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Wiesengrund besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[10]

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Ergebnis 2024 ...
Partei / Wählergruppe Ergebnis
2024
Sitze
2024
Ergebnis
2019
Sitze
2019
Freie Wählergemeinschaft Wiesengrund 35,1 % 4 85,8 % 9
Freie Wähler Zukunft Wiesengrund 24,4 % 2 10,0 % 1
Wählergruppe Trebendorf 24,0 % 2
Wählergruppe Wir für Jethe/Smarso 09,6 % 1
Einzelbewerber Robert Woidtow 06,9 % 1
Die Linke 04,2 %
Wahlbeteiligung 79,2 % 74,1 %
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Bürgermeister

  • 2002–2019: Egbert S. Piosik (Freie Wählergemeinschaft Wiesengrund)[11]
  • seit 2019: Norman Schlüter (Einzelbewerber; 2019–2024 Wählergruppe Pro Trebendorf)

Schlüter wurde bei der Bürgermeisterstichwahl am 30. Juni 2024 mit 62,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[12] gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,3 %.[13]

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In der Liste der Baudenkmale in Wiesengrund stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale. Zu diesen gehören unter anderem das Gutshaus im Ortsteil Gahry und die Fachwerkkirche im Gemeindeteil Dubrau.

Das Bahnhofsgebäude in Klinge befindet sich im Aufnahmeverfahren. Weitere sehenswerte Gebäude sind die Tiefkirche und der alte Schafstall im Ortsteil Gosda, das Schloss Trebendorf und die 1907/08 gebaute ehemalige Mattendorfer Schule.

Parks

Der alte Park zwischen Trebendorf, Mattendorf und Gahry mit der Begräbnisstätte der früheren Eigentümer des Trebendorfer Schlosses (von Natzmer) stellt die Verbindung zwischen dem Gutshaus Gahry und dem Schloss in Trebendorf her.

Wetterlehrpfad

Im Ortsteil Mattendorf existiert eine Wetterstation. Der Verein Wetter-Ost begann im Jahr 2006 mit dem Aufbau eines „Wetterlehrpfades“, der Interessierten, insbesondere aber auch Kindern und Jugendlichen, das Entstehen des Wetters nahebringen soll (z. B. Blitzmaschine, Windmaschine, aber auch Energiegewinnung mit einem neuen Windrad). Am 5. Mai 2007 wurde im Beisein des Ministers (und heutigen Ministerpräsidenten) Dietmar Woidke der Prototyp eines neuartigen (quer liegenden) Windrades eingeweiht. Dieses erhebt sich am Rande des Muskauer Faltenbogens über Mattendorf.

Verkehr

Wiesengrund liegt an der Landesstraße L 49 zwischen Cottbus und Forst (Lausitz). Die L 481 verbindet die Ortsteile Trebendorf und Gahry miteinander und führt zur Bundesstraße 115 (Forst–Döbern). Die Bundesautobahn 15 (Dreieck Spreewald–polnische Grenze) durchquert das Gemeindegebiet. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Roggosen bzw. Forst.

Der Bahnhof Klinge liegt an der Bahnstrecke Cottbus–Forst (Lausitz) und wird von der Regionalbahnlinie RB 46 CottbusForst (Lausitz) bedient.

Einzelnachweise

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