Neoxanthin
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Neoxanthin ist eine natürlich vorkommende organische Verbindung aus der Gruppe der Xanthophylle. Es weist eine Allen-Einheit mit zwei kumulierten Doppelbindungen auf.
| Strukturformel | ||||||||||
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| trans-Neoxanthin | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Neoxanthin | |||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C40H56O4 | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
oranger Feststoff[1] | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 600,9 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | |||||||||
| Schmelzpunkt |
134–138 °C[1] | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Vorkommen und Biosynthese
Neoxanthin ist Intermediat in der Biosynthese von Carotinoiden in Pflanzen. Aus Violaxanthin wird zunächst das all-trans-Neoxanthin gebildet und dieses dann zu 9'-cis-Neoxanthin isomerisiert. Letzteres ist wiederum Vorläufer des Wachstumsregulators Abscisinsäure.[2] Die Umwandlung von Violaxanthin zu Neoxanthin wird durch eine Neoxanthin-Synthase katalysiert. Solche Enzyme und entsprechende Gene wurden an Tomaten- und Kartoffelpflanzen untersucht.[2][3] Neoxanthin ist Bestandteil des Lichtsammelkomplexes im Photosystem II, der in höheren Pflanzen der Absorption von Licht in der Photosynthese dient.[4] Neoxanthin ist außerdem ein wahrscheinlicher biosynthetischer Vorläufer des von Grashüpfern gebildeten Grashüpferketons.[5]