Świętoszów
Ort im Südwesten Polens
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Świętoszów [] (Deutsch Neuhammer am Queis) ist ein Schulzenamt der Landgemeinde Osiecznica im Powiat Bolesławiecki der Woiwodschaft Niederschlesien im Südwesten Polens. Bis 1945 gehörte der Ort zum deutschen Landkreis Sprottau.
| Świętoszów | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Bolesławiec | |
| Gmina: | Osiecznica | |
| Geographische Lage: | 51° 28′ N, 15° 24′ O | |
| Einwohner: | 1556 | |
| Postleitzahl: | 59-726 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DBL | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Eisenbahn: | Jelenia Góra–Żagań | |
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Breslau | |
| Verwaltung | ||
| Webpräsenz: | www.swietoszow.pl | |
Geschichte



Die Grafen zu Dohna errichteten 1898 in der Gegend den Truppenübungsplatz Neuhammer für die Preußische Armee. Im Ersten Weltkrieg diente die Anlage auch als Kriegsgefangenenlager für russische Soldaten.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stalag VIII-E auf dem Truppenübungsplatz errichtet. Es war zunächst mit polnischen und französischen Soldaten, später dann wieder mit russischen Gefangenen belegt. Im Lager starben mindestens 50.000 Soldaten an Hunger und Krankheit, 200 weitere wurden bei der Einnahme des Lagers durch den NKWD erschossen.
Bis 1990 war der Übungsplatz Garnison der Sowjetarmee, heute gehört er der Polnischen Armee.
Nach der erfolgten Zusage des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz im Januar 2023, Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 im Ukraine-Konflikt einsetzen zu dürfen[1], werden hier – am einzigen Panzerausbildungszentrum Polens – ukrainische Soldaten an den Geräten trainiert.[2][3]
Deutsche Garnison bis 1945
Folgende Einheiten waren im Zweiten Weltkrieg in Neuhammer stationiert:
Fronttruppenteile
- II./Infanterie-Regiment 49
- IV./Artillerie-Regiment 18
- III./Artillerie-Regiment 28
- II./Artillerie-Regiment 44
- II./Artillerie-Regiment 76
- Panzer-Abwehr-Abteilung 8
- Infanterie-Division Neuhammer
- Bataillon Neuhammer.
- Schatten-Division Neuhammer
- Panzer-Grenadier-Bataillon Neuhammer
- Marsch-Bataillon z. b. V. 1 Neuhammer
- Spähwagen-Bataillon Neuhammer
- Landesschützen-Bataillon 584, 574, 567
- I./Flak-Regiment 43
Ersatztruppenteile
- Sanitäts-Staffel
- Bau-Ersatz-u. Ausbildungs-Bataillon 28
- Bau-Pionier-Ersatz-u. Ausbildungs-Bataillon 28
- SS-Grenadier-Ausbildungs-u. Ersatz-Regiment 20
Sowjetische Garnison
- 20. Panzer-Zvenigorod-Rotbanner-Division
Polnische Garnison nach 1992
- 10. gepanzerte Kavalleriebrigade
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In der Zeit 1904–1991 hatte der Ort einen Bahnhof an der Bahnstrecke Hirschberg-Sagan. Ein Wiederaufbau der Strecke mit geplanter Inbetriebnahme im Jahr 2026 ist seit 2021 im Gange.[4]
Sehenswürdigkeiten
In der Ortschaft selbst gibt es aus deutscher Zeit noch den Bahnhof, das Hotel Kaiser-Hof von 1915 sowie den Wasserturm und die Kommandantenvilla der Garnison.
- Bahnhof
- Wasserturm
- Hotel Kaiser-Hof
- Villa des Kommandanten
