Neukirchen (Rheinbach)

Stadtteil von Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

Neukirchen (anhören/?) ist eine Ortschaft der Stadt Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis im Süden von Nordrhein-Westfalen. Bis zur kommunalen Neuordnung 1969 war Neukirchen eine selbständige Gemeinde. Mit insgesamt neun zugehörigen Ortsteilen bzw. Wohnplätzen und 2.352 Einwohnern ist Neukirchen zweitgrößte Ortschaft der Stadtteil Rheinbachs.

Schnelle Fakten Stadt Rheinbach ...
Neukirchen
Stadt Rheinbach
Koordinaten: 50° 35′ N,  56′ O
Höhe: 350 m ü. NHN
Einwohner: 2159 (31. Dez. 2025)[1]

Einwohnerzahl aktualisiert mit Q-Nachweis.

Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53359
Vorwahl: 02226
Neukirchen (Nordrhein-Westfalen)
Neukirchen (Nordrhein-Westfalen)
Lage von Neukirchen in Nordrhein-Westfalen
Panoramablick auf Neukirchen
Panoramablick auf Neukirchen
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Geschichte

Neukirchen wird erstmalig 1174 erwähnt. Himmeroder Zisterziensermönche rodeten hier in dieser Zeit ein Stück Wald und erbauten eine „neue Kirche“. Im 13. Jahrhundert übertrug „Himmerod“ diesen Besitz an die Abtei Heisterbach. Die Oberhoheit über die geistliche Herrschaft Neukirchen hatte bis 1794 Kurköln. Bis in die Neuzeit hinein war Neukirchen mit seiner Pfarrkirche St. Margareta kirchlicher Mittelpunkt der „Sürst“, die die Dörfer und Wohnplätze Irlenbusch, Merzbach, Groß- und Kleinschlebach, Vogelsang, Queckenberg, Loch, Eichen, Hardt, Sürst und die Winterburg umfassten. Politisch war die Situation aber wesentlich komplizierter. So hatte beispielsweise Krahforst ein eigenes Gericht und bildete im Mittelalter sowie in der frühen Neuzeit eine eigene Herrschaft. Im 19. Jahrhundert wurde Neukirchen zu einer eigenständigen Gemeinde. Queckenberg mit Loch, Eichen, Hardt, Sürst und Winterburg schied 1845 aus der Gemeinde Neukirchen aus und wurde selbständig.

Im Jahre 1818 war die Bevölkerung wie folgt aufgeteilt:

  • Berscheid 36
  • Gotteskaul 189
  • Hecken 3
  • Irlenbusch 69
  • Krahforst 23
  • Kurtenberg 19
  • Merzbach 177
  • Nußbaum 5
  • Scherbach 35
  • Schlebach 49
  • Vogelsang 16
  • und Dorf Neukirchen 111

Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg ist für Neukirchen ein rasanter Anstieg der Bevölkerungszahl zu bemerken.[2]

Geografie

Lage

Der Ort liegt rund 4,5 km südlich der Kernstadt auf den Höhen der Voreifel im Ahrgebirge unmittelbar an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Nachbarorte sind im Südosten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Südwesten Bad Münstereifel, Nordwesten Euskirchen und Nordosten Meckenheim.

Ortsgliederung

Neukirchen wurde am 1. August 1969 in die Stadt Rheinbach eingegliedert.[3] Seit diesem Zeitpunkt gehörten nachstehende Ortsteile und Wohnplätze zu dieser Ortschaft:

  • Berscheid
  • Groß Schlebach
  • Klein Schlebach
  • Irlenbusch
  • Krahforst
  • Kurtenberg
  • Merzbach
  • Nußbaum
  • Scherbach
  • Vogelsang

Entwicklung der Einwohnerzahl

Einwohnerzahlen ab 2019 nur mit Hauptwohnung
Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Delta
1816732 1
1852877145
190592750
1939925−2
194699065
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Delta
19691.585595
19982.310725
20..
20192.246
20202.220−26
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Delta
20212.216−4
20222.172−44
20232.18917
20242.20213
20252.195 2−7
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1 
Quelle 1816 und 1998: 700 Jahre Stadt Rheinbach, April 1998, „Aus der Neukirchner Geschichte“ ... S. 30ff.
2 
Neukirchen Einwohnerstatistik, nur Hauptwohnungen: 2.195 (Stand: 31. Dezember 2025)

Politik

Ratswahl – Stadt Rheinbach 2025

Stimmbezirk 152 – Hilberath 2
Wahlbeteiligung: 64,53 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
17,22
9,09
60,77
7,18
0,96
4,78
Stimmbezirk 151 – Neukirchen 2
Wahlbeteiligung: 69,90 %
 %
40
30
20
10
0
36,14
24,47
17,78
12,43
3,25
5,93
Weitere Informationen Partei, Name, Vorname ...
Direktmandat Wahlbezirk 150[4]
ParteiName, VornameNr.: Stimmbezirk und WahllokalErgebnis
CDU Wallrath, Nicole 151 Neukirchen 236,14 %
152 Hilberath17,22 %
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Ortsvorsteher/Ortsvorsteherin

Nachstehende Ortsvorsteher wurden nach der kommunalen Neugliederung vom 1. August 1969 gewählt und ernannt:

  • n. n.
  • Rolf Schneider (1998)[5]
  • n. n.
  • Monika Kerstholt SPD, (2020–2025)[6]
  • Nicole Schopp-Nelles SPD, (im Amt seit Nov. 2025–...)[7]
Anmerkung
Ortsvorsteher verbleiben lt. städtischer Satzung nach der Wahl jeweils kommissarisch im Amt, bis zur Neuwahl der Nachfolger durch den Stadtrat und Ernennung durch den Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die unter Denkmalschutz stehende Pfarrkirche St. Margareta stammt aus dem 18. Jahrhundert und geht auf einen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert zurück.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Ort ist landwirtschaftlich strukturiert und zudem Wohnort für Pendler nach Rheinbach, Meckenheim, Bonn und in die Kölner Bucht. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Rheinbach und Meckenheim an der Bahnstrecke der Voreifelbahn Bonn–Euskirchen, und die nächste Autobahnanschlussstelle ist Rheinbach/Meckenheim an der A 61.

Einzelnachweise

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