Neuziegenrück

Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn From Wikipedia, the free encyclopedia

Neuziegenrück (fränkisch: Neuzerick[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Neuziegenrück hat eine Fläche von 1,245 km². Sie ist in 240 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5185,71 m² haben.[4] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Neuselingsbach.[5]

Schnelle Fakten Markt Neuhof an der Zenn ...
Neuziegenrück
Koordinaten: 49° 28′ N, 10° 38′ O
Höhe: 412 m ü. NHN
Einwohner: 60 (2017)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 90616
Vorwahl: 09106
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Geografie

Das Dorf liegt auf dem Markt Erlbacher Plateau, das unmittelbar südwestlich des Ortes abfällt. Die Staatsstraße 2255 führt nach Markt Erlbach (2,2 km nördlich) bzw. an Neuselingsbach vorbei zur Staatsstraße 2413 (1,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altziegenrück (0,5 km nordwestlich).[6]

Geschichte

Der Ort wurde wie Neukatterbach und Neuselingsbach im 17. Jahrhundert von österreichischen (und Schweizer) Glaubensflüchtlingen gegründet.[7][8]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neuziegenrück neun Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die neun Häuser hatte das Kastenamt Neuhof.[9]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Jahre 1810 kam Neuziegenrück zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof und der 1813 gebildeten Munizipalgemeinde Neuhof zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Neuziegenrück, zu der Neuselingsbach gehörte.[10][11] Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim.[12] Ab 1862 gehörte Neuziegenrück zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Markt Erlbach (1919–1929: Finanzamt Markt Erlbach, 1929–1972: Finanzamt Fürth, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt-Erlbach (1879 in Amtsgericht Markt Erlbach umbenannt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Fürth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 0,821 km².[13]

Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, wurde Neuziegenrück nach Neuhof an der Zenn eingemeindet.[14][15]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Neuziegenrück

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 130158160152162153134129122113117109100979810310810695128129132113117
Häuser[16] 212231303028222121
Quelle [17][18][19][19][20][21][22][23][24][25][26][19][27][19][28][19][29][19][19][19][30][19][13][31]
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Ort Neuziegenrück

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002017
Einwohner 738597775856527757634360
Häuser[16] 1312161611111112
Quelle [17][18][20][22][25][27][29][30][13][31][32][1]
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Religion

Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Thomas (Neuhof an der Zenn) gepfarrt.[9] Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war[13][33] und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.[34]

Literatur

Fußnoten

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