Nicolas Koeckert

deutscher Violinist brasilianischer Herkunft From Wikipedia, the free encyclopedia

Nicolas Koeckert (* 9. November 1979 in München) ist ein deutscher Violinist.

Leben

Der deutsch-brasilianische[1] Geiger Nicolas Koeckert, aus einer bekannten Musikerfamilie stammend,[1] erhielt im Alter von 5 Jahren bereits seine erste Geige von seinem Großvater Rudolf Koeckert. Sein akademisches Studium begann er mit 16 Jahren an der Hochschule für Musik Würzburg bei Grigori Zhislin. Ab 1998 studierte er an der Musikhochschule Köln bei Zakhar Bron.[1] Seither tritt er regelmäßig als Solist auf. Sein künstlerisches Diplom legte er 2005 in Köln mit Auszeichnung ab. Er beendete sein Studium 2007 mit dem Konzertexamen.

2012 wurde er als ordentliches Mitglied der Klasse der Künste und Kunstwissenschaften in die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.[2]

Wirken

Koeckert konzertierte mit führenden Orchestern in Europa, Asien, Brasilien, Mexiko und Nordamerika, wie Orchestre symphonique de Montréal, Russisches Nationalorchester, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Royal Philharmonic Orchestra, Bamberger Symphoniker, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, KBS Symphony Orchestra (Seoul), Zagreber Philharmonie, São Paulo Symphony Orchestra, Orquestra Sinfônica Brasileira, Orquestra Sinfônica do Teatro Nacional Brasilia, Norrköping Symphony Orchestra, Georgisches Kammerorchester, Litauisches Kammerorchester, Münchener Kammerorchester und Cappella Istropolitana, sowie namhaften Dirigenten wie Lawrence Foster, Colin Davis, Michail Jurowski, Jonathan Nott, Asher Fisch, José Serebrier, Christoph Poppen, Saulius Sondeckis, Andris Nelsons, Theodor Guschlbauer, Ari Rasilainen, Ira Levin, Nicholas Milton, Marc Piollet, Emil Tabakov, Víctor Pablo Pérez, Osvaldo Ferreira, Fabio Mechetti, Benjamin Northey, Gabriel Feltz und Markus Poschner.

Für den Bayerischen Rundfunk nahm Koeckert mehrere Werke auf: „Ballade“ Solosonate Nr. 3 von Eugène Ysaÿe, Edvard Griegs c-Moll-Sonate, die Sonate von Maurice Ravel, verschiedene Tschaikowski-Stücke, Bartóks Solosonate, Antonio Bazzinis „Tanz der Kobolde“, Sibelius’ Violinkonzert und das 2. Violinkonzert von Szymanowski. Die CD „Russische und Slawische Bearbeitungen“ von Fritz Kreisler wurde in der Fachzeitschrift The Strad für die beste Aufnahme im Dezember 2005 und von Naxos Deutschland als CD des Monats Juni 2004 ausgewählt. Seine CD für Naxos mit Bearbeitungen von Igor Frolov mit seiner Pianistin Kristina Miller kam im Januar 2008 auf den Markt. Ebenfalls für Naxos nahm Nicolas im April 2008 das Chatschaturjan-Violinkonzert und die Konzertrhapsodie mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von José Serebrier auf, die im Mai 2009 auf den Markt kam. Ebenfalls bei Naxos erschien ein Album mit Etüden von Pierre Rode für Violine solo und zwei Violinen (gemeinsam mit seinem Vater Rudolf-Joachim Koeckert). 2017 nahm er das zuvor verschollene Violinkonzert von Henri Marteau mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Raoul Grüneis für das Label Solo Musica auf.

Ab 2011 unterrichtete Koeckert als Universitätsprofessor an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Auch gab er Meisterklassen im In- und Ausland.

Preise und Auszeichnungen

Im Jahre 2001 erhielt Koeckert den 1. Preis bei dem International Competition for Young Violinists Novosibirsk, den Spezialpreis für die beste Interpretation des Pflichtstückes und den Kulturpreis der Stadt Nowosibirsk.[1] Danach, im Jahre 2002 war er der erste deutsche Geiger, der Preisträger beim internationalen Tschaikowski-Violinwettbewerb in Moskau wurde.[1] Noch im selben Jahr zeichnete ihn der Freistaat Bayern mit dem Kunstförderpreis aus. 2003 wurde er Preisträger bei dem Montreal International Musical Competition. Im selben Jahr gewann er außerdem den 2. Preis beim „Montreal International Musical Competition“ in St. Petersburg.[1] 2005 wurde seine CD-Aufnahme Kreisler-Transkriptionen in die „Strad Selection“ der Fachzeitschrift The Strad aufgenommen. 2012 erhielt er den Sudetendeutschen Kulturpreis für darstellende und ausübende Kunst.

Instrument

Koeckert spielte früher ein Instrument von Omobono Stradivari aus dem Jahr 1711. Derzeit (2023) spielt er eine Violine, die Giovanni Battista Guadagnini 1754 in Mailand baute.

Einzelnachweise

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