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Hochschule für Musik Würzburg

staatliche Musikhochschule in Würzburg, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Hochschule für Musik Würzburg ist eine staatliche Musikhochschule in Bayern.

Gründung1. September 1973[1]
Trägerschaftstaatlich
BundeslandBayern
Schnelle Fakten Gründung, Trägerschaft ...
Hochschule für Musik Würzburg
Gründung 1. September 1973[1]
Trägerschaft staatlich
Ort Würzburg
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Präsident Christoph Wünsch[2]
Studierende 615 (SoSe 2025)[3]
Mitarbeiter 165 (2025)[4]
davon Professoren 61 (2025)[4]
Website www.hfm-wuerzburg.de
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Eingangsbereich des Hauptgebäudes in der Hofstallstraße
Kammermusiksaal im Gebäude am Residenzplatz

1797 wurde ein Collegium musicum academicum durch Franz Joseph Fröhlich gegründet. Von 1921 bis August 1973 entstand daraus das Bayerisches Staatskonservatorium der Musik, woraus am 1. September 1973 die Musikhochschule hervorging; seit 2001 ist sie mit dem (bis dahin städtischen) Hermann-Zilcher-Konservatorium (der Fachakademie für Musik) vereint.[5] Die Hochschule verteilt sich auf vier Gebäude in Würzburg: Hofstallstraße 6–8, Ebracher Gasse 1, Hofstraße 13 (Residenzplatz) und Hofstraße 11 (Mozartareal).

Präsident ist seit 2017 Christoph Wünsch. Die Zahl der Studierenden liegt bei rund 615 (Stand: Sommersemester 2025).[3]

Studiengänge

Zum Abschluss „Bachelor of Music“ führen folgende künstlerische (teils auch künstlerisch-pädagogische) Studiengänge:[6]

Die künstlerischen und instrumentalpädagogischen Studienfächer mit Abschluss als Diplom-Musiker(in) oder Diplom-Musiklehrer(in) laufen aus und werden für Studienanfänger nicht mehr angeboten.

Es wird weiterhin das Musikstudium im künstlerischen Lehramt an Gymnasien sowie im künstlerischen Lehramt an Grund-, Mittel- und Realschulen angeboten.

Dazu gibt es mehrere Aufbaustudiengänge und die Möglichkeit zur Promotion.

Musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche werden von der Hochschule spezifisch gefördert (musikalische Frühförderung).

Projekt DVVLIO

An der Hochschule ist seit August 2021 das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt DVVLIO – Digitalisierung, Vernetzung und Vermittlung in der Lehre der Internationalen Orgelkunst unter der Leitung von Christoph Bossert beheimatet.[7]

Konzertsaal-Orgel

Die Orgel im Konzertsaal wurde 2016 von der Orgelmanufaktur Klais (Bonn) erbaut (Zuvor war im großen Saal der Musikhochschule eine Orgel der Oettinger Firma G. F. Steinmeyer & Co. installiert[8]). Die Disposition wurde von der Originaldisposition der Arnstädter Bach-Orgel von Johann Friedrich Wender aus dem Jahr 1703 ausgehend erstellt. Sie ist allerdings nicht rein barock, sondern angereichert um Register verschiedener Epochen, so dass die Orgel insgesamt ein symphonisches Instrument ist. Zu den Besonderheiten des Instruments zählen der Einsatz von Proportionalmagneten in der Spieltechnik sowie die Vernetzungsmöglichkeiten und (auch maschinellen) (Fern-)Steuerungsmöglichkeiten (u. a. MIDI- und OSC-Schnittstellen). Die elektronische Steuerung ermöglicht auch beispielsweise Tastenfessel, Inverskoppeln und freie Manualzuordnungen. Auch die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz sollen evaluiert werden.[9] Das Instrument hat derzeit 83 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Nicht realisiert wurden bislang die Register des IV. Manualwerkes und einige Pedalregister. Insgesamt wird das Instrument einmal 106 Register haben. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.[10]

I Hauptwerk C–c4
01.Bordun32′
02.Salicet32′
03.Principal16′
04.Quinte10 2⁄3′
05.Principal08′
06.Doppelgedackt08′
07.Terz06 2⁄5′
08.Quinte05 1⁄3′
09.Septime04 4⁄7′
10.Principal04′
11.Dolcissima04′
12.Terz B/D03 1⁄5′
13.Quinte02 2⁄3′
14.Septime02 2⁄7′
15.Principal02′
16.Terz01 3⁄5′
17.Quinte01 1⁄3′
18.Septime01 1⁄7′
19.Principal01′
20.Mixtur II-IV04′
21.Mixtur VI02 2⁄3′
22.Ophecléide16′
23.Ophecléide08′
24.Clairon04′
Tremulant
II Positiv C–c4
25.Quintadena16′
26.Salicet16′
27.Principal08′
28.Quintatön08′
29.Viola di Gamba08′
30.Flauten08′
31.Cythara (ab c0)08′
32.Octav04′
33.Mixtur IV02′
34.Cymbal II01′
35.Trompete08′
Tremulant

Transmissionslade
36.Gemshorn08′
37.Gedackt08′
38.Nazard05 1⁄3′
39.Flaut travers04′
40.Sesquialter II02 2⁄3′
41.Fagott16′
III Echowerk C–c4[A 1]
42.Großgedackt16′
43.Salicional08′
44.Dolce08′
45.Holzharmonika08′
46.Labial-Clarinette08′
47.Spitzflöte04′
48.Tertia03 1⁄5′
49.Gemshornquinte02 2⁄3′
50.Flautino02′
51.Rauschquint II02 2⁄3′
52.Harmonia aetheria IV02 2⁄3′
53.Hautbois08′
54.Vox humana08′
Tremulant

Transmissionslade
55.Gemshorn08′
56.Gedackt08′
57.Nazard05 1⁄3′
58.Flaut travers04′
59.Sesquialter II02 2⁄3′
60.Fagott16′

gesondert schwellbar
61.Physharmonika16′
62.Physharmonika08′
IV Solowerk C–c4[A 1]
63.Bordun16′
64.Bordun08′
65.Flûte harmonique08′
66.Aeoline08′
67.Vox coelestis (ab c0)08′
68.Fugara04′
69.Zartflöte04′
Tremulant
70.Clarinette[A 2]08′

gesondert schwellbar
71.Stentorgambe08′

IV Fernwerk C–c4 [A 3]
72.Holzharmonika16′
73.Gambe08′
74.Voix céleste (ab c0)08′
75.Vox angelica08′
76.Rohrflöte08′
77.(Dynamische Zunge)[A 4]08′
Tremulant
Pedal C–g1
78.Untersatz32′
79.Principalbass16′
80.Violonbass16′
81.Salicetbass (= Nr. 26)16′
82.Subbass16′
83.Quintatönbass (= Nr. 25)16′
84.Gedacktbass (= Nr. 42)16′
85.Quintbass10 2⁄3′
86.Octavbass08′
87.Violonbass08′
88.Flûte harmonique (= Nr. 65)08′
89.Stentorgambe (= Nr. 71)08′
90.Salicet08′
91.Aeoline (= Nr. 6)08′
92.Vox coelestis (= Nr. 67)08′
93.Bordun (= Nr. 64)08′
94.Terzbass06 2⁄5′
95.Septime04 4⁄7′
96.Octave04′
97.Fugara (= Nr. 68)04′
98.Zartflöte (= Nr. 69)04′
99.Mixtur VI02 2⁄3′
100.Posaune32′
101.Posaune16′
102.Ophecléide16′
103.Trompete08′
104.Ophecléide08′
105.Clarinette (= Nr. 70)08′
106.Cornett02′
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: I/II, I/III, II/I, II/III, III/I, III/II, I/S, II/S, III/S, S/I, S/II, S/III, F/I, F/II, F/III, I/F, II/F, III/F, I/P, II/P, III/P, S/P, F/P
    • Suboktavkoppeln: I/I, II/II, III/III, S/S, F/F
    • Superoktavkoppeln: I/I, II/II, III/III, S/S, F/F, III/P
  • Äqual: I Äqual Diskant Ab, I Äqual Bass Ab, II Äqual Ab, III Äqual Ab, SOLO Äqual Ab, FERN Äqual Ab
  • Anmerkungen:
  1. Schwellbares Werk.
  2. Durchschlagendes Zungenregister, im eigenen Windschweller.
  3. Über der Saaldecke, schwellbar.
  4. Im eigenen Windschweller.

Bekannte Dozenten (Auswahl)

Ehrungen

Einzelnachweise

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