Nicolas Rimoldi
Schweizer Aktivist
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Nicolas Alexander Rimoldi (geboren 1995) ist ein Schweizer politischer Aktivist. Er wurde 2021 schweizweit als eine führende Persönlichkeit im Kampf gegen COVID-Massnahmen bekannt.
Leben
Nicolas Rimoldi wurde 1995 geboren. Er ist heimatberechtigt in Neuenkirch im Kanton Luzern.[1] Nachdem er im Alter von elf Jahren seinen Vater verlor, wurde er gemeinsam mit seiner Schwester von seiner Mutter und seiner Grossmutter erzogen.[2] Sein Grossvater mütterlicherseits floh infolge des Ungarischen Volksaufstands 1956.[3]
Nicolas Rimoldi wuchs auf dem Land im Kanton Luzern auf.[2] Nach einem abgebrochenen Studium der Ethnologie und Geschichte an der Universität Luzern[3] machte er von Februar 2020 bis November 2021 ein Praktikum bei der Zeitschrift Schweizer Monat[4] als Verantwortlicher für Marketing, Werbung und Online-Redaktion.[5][6]
Politischer Werdegang
2013 trat Nicolas Rimoldi der Luzerner Sektion der FDP.Die Liberalen bei.[5] Er war von 2017 bis 2019 Vizepräsident der Jungfreisinnigen Kanton Luzern[4][7] und von August 2020 bis Oktober 2022 Vorstandsmitglied der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS).[4]
Am 20. Februar 2021 gründete er die Bewegung «Mass-Voll!»[2][6] Im September 2021 verliess er die FDP aus Protest gegen deren Unterstützung für die Ausweitung des COVID-Zertifikats.[8] In seiner Funktion als Präsident von «Mass-Voll» nahm er an mehreren nicht bewilligten Demonstrationen teil.[9] Rimoldi arbeitete bei Veranstaltungen mit rechtsradikalen Exponenten der Junge Tat zusammen.[10]
Im Oktober 2023 kandidierte Nicolas Rimoldi im Kanton Zürich für den Nationalrat. Er wurde nicht gewählt. Seine Bewegung «Mass-Voll» ging eine Listenverbindung mit einer weiteren massnahmenkritischen Organisation sowie rechten Parteien ein.[11]
Im Februar 2026 engagierten sich Rimoldi und «Mass-Voll» gegen ein neues Gesundheitsgesetz des Kantons St. Gallen, das Regelungen zu einer Impfpflicht für gewisse Personengruppen vorsah.[12]
Strafprozesse und Rekurse
Rimoldi und «Mass-Voll» wurden wiederholt angezeigt und rechtskräftig verurteilt. Mehrere Strafverfahren gingen bis vor Bundesgericht.[9][12] Über die Gerichtsverfahren berichten die Medien regelmässig.
Zahlreiche Verfahren betrafen unbewilligte Demonstrationen. Verurteilt wurde er wegen Nötigung, nachdem er bei Demonstrationen Strassen blockiert hatte,[13] wegen Behinderung von Polizeieinsätze und wegen Beschimpfung von Polizisten.[12]
Gewisse Strafverfahren betreffen Äusserungen und Beiträge auf Social Media, für die er wegen Übler Nachrede und Verleumdung verzeigt wurde.[14][15]
Eine weitere Anzeige vom März 2026 wirft ihm Nötigung vor: Durch die Ankündigung, an einer Kundgebung der Grünen in St. Gallen teilzunehmen, habe er bewusst die Veranstalter zur Absage des Anlasses gedrängt und den Anlass verhindert. Denn nach ihm kündigten auch weitere rechtsextreme Kreise an, nach St. Gallen zu kommen, was wiederum antifaschistische Gruppen zu einer Gegendemonstration anregte.[16]
Weitere Verfahren drehen sich um die Bewilligungen von Demonstrationen, wobei auch Rimoldi sich mit Rekursen gegen abwegige Entscheide der Behörden wehrt.[17]