Niedersulz

Ortschaft von Sulz im Weinviertel, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Niedersulz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Sulz im Weinviertel im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 394 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Niedersulz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Niedersulz
Niedersulz (Österreich)
Niedersulz (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Sulz im Weinviertel
Koordinaten 48° 29′ 14″ N, 16° 40′ 56″ Of1
Höhe 190 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 394 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 8,46 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03568
Katastralgemeindenummer 06124
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Schließen
f0
f0
394

BW

Geografie

Niedersulz liegt in der Niederung des Sulzbachs. Im Ort kreuzen die Landesstraßen L15 und L17. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 245 Adressen.[3]

Geschichte

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1196 erwähnt. Die Pfarre wurde vor 1200 gegründet, war dem Stift Heiligenkreuz inkorporiert und im 13. Jahrhundert wurde ein erster Kirchenbau errichtet.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 100 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Niederleis besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Niedersulz ausgeübt.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Niedersulz zwei Bäcker, ein Binder, ein Fleischer, ein Friseur, ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Müller, ein Rohproduktehändler, zwei Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Tischler, ein Viktualienhändler, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Niedersulz und Obersulz.[2]

Öffentliche Einrichtungen

In Niedersulz befindet sich ein Kindergarten.[6]

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Theophil Heimb (1706–1773), Priester, Zisterzienser und Ordenshistoriker, war hier Pfarrer
  • Josef Geissler, Gründer und Erbauer des Museumsdorfs in Niedersulz

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 77 (Sulz (Nieder-)Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 104.
Commons: Niedersulz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI