Niedersulz
Ortschaft von Sulz im Weinviertel, Niederösterreich
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Niedersulz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Sulz im Weinviertel im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 394 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Niedersulz (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Niedersulz | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gänserndorf (GF), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Gänserndorf | |
| Pol. Gemeinde | Sulz im Weinviertel | |
| Koordinaten | 48° 29′ 14″ N, 16° 40′ 56″ O | |
| Höhe | 190 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 394 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 8,46 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03568 | |
| Katastralgemeindenummer | 06124 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Geschichte
Der Ort wurde erstmals im Jahr 1196 erwähnt. Die Pfarre wurde vor 1200 gegründet, war dem Stift Heiligenkreuz inkorporiert und im 13. Jahrhundert wurde ein erster Kirchenbau errichtet.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 100 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Niederleis besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Niedersulz ausgeübt.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Niedersulz zwei Bäcker, ein Binder, ein Fleischer, ein Friseur, ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Müller, ein Rohproduktehändler, zwei Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Tischler, ein Viktualienhändler, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Niedersulz und Obersulz.[2]
Öffentliche Einrichtungen
In Niedersulz befindet sich ein Kindergarten.[6]
Sehenswürdigkeiten
Persönlichkeiten
- Theophil Heimb (1706–1773), Priester, Zisterzienser und Ordenshistoriker, war hier Pfarrer
- Josef Geissler, Gründer und Erbauer des Museumsdorfs in Niedersulz
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 77 (Sulz (Nieder-) – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 104.
Weblinks
- Niedersulz in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
