Trautmannsdorf an der Leitha

Marktgemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Trautmannsdorf an der Leitha ist eine Marktgemeinde mit 2929 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Trautmannsdorf an der Leitha
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Trautmannsdorf an der Leitha
Trautmannsdorf an der Leitha (Österreich)
Trautmannsdorf an der Leitha (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 35,44 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 16° 38′ O
Höhe: 168 m ü. A.
Einwohner: 2.929 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2454
Vorwahl: 02169
Gemeindekennziffer: 3 07 26
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kupfergasse 1
2454 Trautmannsdorf an der Leitha
Website: www.trautmannsdorf-leitha.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Laa (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
12
6
3
12 6 3 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Trautmannsdorf an der Leitha im Bezirk Bruck an der Leitha
Lage der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)BergHöfleinLanzendorfLeopoldsdorfRohrau
Lage der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
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Trautmannsdorf aus der Luft; mittig das Schloss
Trautmannsdorf aus der Luft; mittig das Schloss
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Im südlichen Teil des Ortes, parallel zur Hauptstraße, wird die Gemeinde von der Leitha durchquert. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,44 Quadratkilometer und ist somit die fünftgrößte Gemeinde im Bezirk (nach Himberg, Schwechat, Prellenkirchen und Sommerein). Von der Fläche sind 77 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 10 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst vier Ortschaften, Katastralgemeinden und Zählsprengel (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Nachbargemeinden

Enzersdorf an der Fischa Göttlesbrunn-Arbesthal
Götzendorf an der Leitha Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bruck an der Leitha
Sommerein (Bruckneudorf, Bez. Neusiedl a.S., Bgld.) 
 
Bruckneudorf grenzt um ca. 100 m nicht an, da sich dort Sommerein und Bruck treffen.

Geschichte

Der Name geht vermutlich auf einen Ministerialen namens Trutman (Trautmann) zurück, der um das Jahr 1100 mit dem Kloster Göttweig sein Gut gegen einen Besitz apud Lithah tauschte. Es wurde ein Wehrbau mit sieben Bollwerken, zwei Wassergräben, drei Zwingern und einem Turm errichtet, um Einfälle aus dem Osten abwehren zu können.[3]

Bei der ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 standen die Türken (Osmanen) vor Trautmannsdorf und belagerten die Feste.[4] 1683 wurde sie abermals belagert, konnte aber gehalten werden.[4]

Mit der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurde 1968 Trautmannsdorf mit Sarasdorf verbunden und 1972 auch die Orte Gallbrunn und Stixneusiedl eingemeindet.[5][6]

Die KG Stixneusiedl feierte 2014 ihr 700-jähriges Jubiläum.

Einwohnerentwicklung

Trautmannsdorf an der Leitha: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.253
1880
 
2.501
1890
 
2.560
1900
 
2.571
1910
 
2.533
1923
 
2.511
1934
 
2.439
1939
 
2.401
1951
 
2.393
1961
 
2.306
1971
 
2.241
1981
 
2.316
1991
 
2.529
2001
 
2.686
2011
 
2.785
2021
 
2.965
2025
 
2.929
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Batthyány
Pfarrkirche Gallbrunn
Pfarrkirche Sarasdorf und links das Kriegerdenkmal
Pfarrkirche Stixneusiedl
Pfarrkirche Trautmannsdorf an der Leitha

Bauwerke

Vereine

  • TJ: Trautmannsdorfer Jugend (ehemals Dorfjugend Trautmannsdorf)
  • JVP: Junge ÖVP
  • GJ: Gallbrunner Jugend
  • TheTra: Theater Trautmannsdorf
  • VEG: Verein zur Erhaltung und Verbesserung des Gallbrunner und Stixneusiedler Lebensraumes
  • Trau.Di!: BI Trautmannsdorf Direkt (Bürgerinitiative für mehr Lebensqualität, Mitglied der ARGE gegen Fluglärm und Vertreter im Dialogforum am Flughafen Wien.)
Musikvereine
  • Trachtenkapelle Trautmannsdorf[9]
  • MV Sarasdorf
  • MV „Einigkeit“ Stixneusiedl[10]
  • MV Gallbrunn
Sportvereine
  • TCST – Tennis Club Sarasdorf Trautmannsdorf
  • Sportclub Sarasdorf-Trautmannsdorf/L.
  • Sportverein Stixneusiedl/Gallbrunn
  • 1. GTC: Erster Gallbrunner Tennisclub
  • TTC Gallbrunn: Tischtennisclub Gallbrunn
  • Lauf ins Leben Tri Club Ost

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 72, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 123. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1276. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,8 Prozent. Insbesondere die Orte Stixneusiedl und Sarasdorf beherbergen viele Heurigenbetriebe, die abwechselnd das ganze Jahr über geöffnet sind.

Ein bestehender Windpark wurde 2014 erweitert.[11]

Der Ort hat einen Badesee.

Verkehr

Die beiden Ortschaften Trautmannsdorf und Sarasdorf liegen an der S-Bahn-Linie S60. In Trautmannsdorf befindet sich der Bahnhof Trautmannsdorf an der Leitha. Die Orte Stixneusiedl und Gallbrunn liegen an der Buslinie 272, welche eine Verbindung nach Wien, Schwechat und Bruck an der Leitha darstellt.

Bildung

In Trautmannsdorf befindet sich ein Kindergarten[12] und eine Volksschule.[13]

Politik

Gemeinderat

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1986–2007 Andreas Maurer junior (* 1945) (ÖVP)
  • 2007–2020 Heinz-Christian Berthold (ÖVP)
  • seit 2020 Johann Laa (ÖVP)

Wappen

Der Gemeinde wurde 1968 folgendes Wappen verliehen: Ein blauer Schild, in dessen Grunde sich eine silberne gequaderte einjochige Brücke befindet über der drei goldene Kronen zwei zu eins gestellt schweben.[3]

Persönlichkeiten

Andreas Maurer

Literatur

  • Martin Zeiller: Trautmansdorff. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis … (= Topographia Germaniae. Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679, S. 43 (Volltext [Wikisource]).
  • Feigl: Geschichte des Marktes und der Herrschaft Trautmannsdorf. Wien 1974.

Einzelnachweise

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