Niesig (Fulda)

Stadtteil von Fulda From Wikipedia, the free encyclopedia

Niesig ist ein Stadtteil der osthessischen Stadt Fulda. Der Stadtteil grenzt im Norden an die Kernstadt.

Schnelle Fakten Stadt Fulda ...
Niesig
Stadt Fulda
Wappen von Niesig
Koordinaten: 50° 35′ N,  41′ O
Höhe: 275 (272–290) m ü. NHN
Fläche: 3,75 km²[1]
Einwohner: 1775 (31. Aug. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 473 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36039
Vorwahl: 0661
Schließen

Geschichte

Im Jahre 1160 wurde das Dorf erstmals urkundlich mit dem Namen Nuasazi genannt. Eine Besiedlung hat wahrscheinlich schon um 800 stattgefunden. Im Jahre 1510 nannte man das Dorf Neuses, 1605 hieß es Nüseß und ab 1790 dann Niesig. Im Jahre 1908 wurde im damaligen Gasthaus ein Schulraum eingerichtet.

Am 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Niesig im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Fulda eingegliedert.[3][4]

Einwohnerentwicklung

 1812:12 Feuerstellen, 111 Seelen[5]
Niesig: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2017
Jahr  Einwohner
1812
 
111
1834
 
126
1840
 
128
1846
 
106
1852
 
98
1858
 
101
1864
 
93
1871
 
124
1875
 
126
1885
 
139
1895
 
112
1905
 
123
1910
 
141
1925
 
159
1939
 
190
1946
 
323
1950
 
347
1956
 
707
1961
 
711
1967
 
781
1970
 
864
1988
 
1.103
2010
 
1.660
2013
 
1.671
2015
 
1.730
2016
 
1.753
2017
 
1.755
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [5]; 2010,2012,2015:[6][7][8][2]

Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[5]

 1885:015 evangelische (= 10,79 %), 124 katholische (= 89,21 %) Einwohner
 1961:105 evangelische (= 14,77 %), 598 katholische (= 84,11 %) Einwohner

Wappen

Am 12. Juni 1970 wurde der Gemeinde Niesig ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: Das Wappen zeigt vorne in gespaltenem Schild ein schwarzes Kreuz und hinten auf blauem Grund eine goldene Kornähre.[9]

Sehenswürdigkeiten

  • Im Niesiger Naherholungsgebiet „Am Gerlos“ eingerahmt von Naturdenkmalen des Niesiger Waldes befindet sich nahe dem wüsten Gerlos Hof das „Gerloser Häuschen“. Es ist vermutlich um die Mitte des 18. Jahrhunderts als Jäger- und Forstaufseherhaus erbaut worden.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Michael Mott: Ende eines stattlichen Gutes / Das ehemalige fürstliche Hofgut Niesig hat eine lange Geschichte / Heruntergewirtschaftet, in: Fuldaer Zeitung, 11. Mai 1994, S. 14 (Serie: DENK-mal!).
  • Michael Mott: Das „Gerloser Häuschen“ hat seine Geheimnisse / Einst Jagdhaus, Freizeitlager und „Wahllokal“ / Das kleine Gebäude im Naherholungsgebiet Niesig stammt möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert, in: Fuldaer Zeitung, 5. Januar 1995, S. 13 (Serie: DENK-mal!).
  • Literatur über Niesig nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI