Nikolaus von Wallwitz

deutscher Diplomat, Botschafter in Stockholm und Brüssel (1852-1941) From Wikipedia, the free encyclopedia

Nikolaus Heinrich Viktor Graf von Wallwitz (* 5. Dezember 1852 in Dresden, Königreich Sachsen; † 12. März 1941 im Jagdhaus Schönfeld, Kreis Belgard an der Persante[1]) war ein deutscher Diplomat im Rang eines Gesandten.

Leben

Nikolaus Graf von Wallwitz war der Sohn von Georg Graf von Wallwitz (1807–1901) und dessen Ehefrau Maria Gräfin Serényi von Kis-Serény (1820–1914). Wallwitz hatte mehrere Geschwister,[2] sein nächstälterer Bruder Hans Graf Wallwitz (1849–1925) wurde u. a. kgl. sächs. Ober-Kammerherr und war Inhaber von drei Rittergüter war.

Nikolaus von Wallwitz heiratete 1896 in Dresden Eugenie Gräfin von Dönhoff (* 1868). Das Ehepaar hatte die Kinder Irma (* 1897) und Georg (* 1898), zunächst kgl. sächs. Leutnant, dann Dr. phil. und Hauptmann d. R. Alle Familienangehörigen waren Mitglieder der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). Bernhard von Bülow wurde sein Schwiegersohn.

Sein Gutshaus Schmorkau b. Oschatz.[3]

Von 1890 bis 1893 war er Minister-Resident des Deutschen Reichs im Großherzogtum Luxemburg und von 1893 bis 1896 war er Gesandter des Deutschen Reichs in Teheran. Sein Nachfolger wurde Anfang 1896 der Generalkonsul Günther von Gaertner-Griebenow (1856–1898).[4] Von 1896 bis 1897 war von Wallwitz preußischer Gesandter in Hamburg, trat daraufhin aber wieder in den auswärtigen Dienst des Kaiserreichs, von 1897 bis 1901 als Gesandter in Stockholm und von 1901 bis 1909 in Brüssel. 1909 nahm er seinen Abschied aus dem diplomatischen Dienst.

Fast unbekannt blieb, dass Nikolaus Graf Wallwitz und sein Neffen Georg Michael Graf Wallwitz gemeinsam weit über 1925/1930 hinaus anteilig Mitbesitzer des 184 ha-Gutes Schmorkau waren, den Besitz aber verpachteten.[5] Graf Wallwitz war zudem der dienstälteste Ehrenritter[6] des Johanniterordens der Provinz Sachsen; und er führte die Titulatur Exzellenz.

Genealogie

  • Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Who’s Who in Germany. Wer ist’s?. V. Ausgabe, G. E. Stechert & Co.-New York, Oscar Brandstetter-Selbstverlag, Leipzig 1911, S. 1551.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Gerader Jahres-Jahrgang. Deutscher Uradel. 1930. Jahrgang 103, Gotha 1941, S. 662–664.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Gotha 1941, S. 616–617.
  • Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1962. Band IV, Band 28 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn 1962, S. 517.

Literatur

Einzelnachweise

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