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Noma (Restaurant)

Restaurant in Kopenhagen From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Noma ist ein Restaurant in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, das in der Vergangenheit mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde.[4] Gegenwärtig hält das Restaurant keine Michelin-Sterne, da seine Niederlassung in Kopenhagen aufgrund des Projekts "Noma L.A." im Bewertungszeitraum geschlossen war. Der Name Noma ist ein Silbenwort aus den dänischen Wörtern nordisk ‚nordisch‘ und mad ‚Essen‘.

Schnelle Fakten
Noma
Rechtsform Anpartsselskab
Gründung 23. November 2003
Sitz Refshalevej 96
1432 København K
Leitung Marc Blazer (Leitung)
Peter Kreiner (Managing Director)
René Redzepi (Chefkoch, zurückgetreten am 12. März 2026; noch Miteigentümer)
Claus Meyer (Haupteigentümer)
Kristian Byrge (Miteigentümer)[1]
Mitarbeiterzahl 82 (2012)[2]
Umsatz 40 Mio. DKK (2012)
(5,4 Mio. Euro)[3]
Branche Gastronomie
Website www.noma.dk
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Inneneinrichtung im Noma (2018)
Seeigel und Kürbiskerne in Kartoffelrosenöl

Die Küche unter dem ehemaligen Küchenchef René Redzepi pflegte eine kreative Interpretation nordischer Gerichte, die bevorzugt aus heimischen Produkten, insbesondere Fisch, lokalem Gemüse und verschiedenen, auch ungewöhnlichen, lokalen Kräutern und Zutaten bestanden.[5]

Noma wurde von der Fachzeitschrift Restaurant Magazine fünfmal (2010, 2011, 2012, 2014, 2021) zum besten Restaurant der Welt gewählt.

Geschichte

Als das Noma 2003 von Redzepi und seinem Haupteigentümer, dem dänischen Koch Claus Meyer, eröffnet wurde, ließen sich die beiden Köche durch Rezeptideen aus einem Überlebenshandbuch der schwedischen Armee inspirieren, in dem beschrieben wurde, wie man zu Kriegszeiten allein mit aus der Natur vorgegebenen Gaben auskommen würde.[6]

Nach einer im März 2026 veröffentlichten Recherche der New York Times, die auf Interviews mit 35 ehemaligen Mitarbeitern basiert, wurde René Redzepi über Jahre hinweg körperliche Gewalt, Demütigungen, Kollektivstrafen und Drohungen gegenüber Mitarbeitern vorgeworfen.[7] Redzepi erkannte in einer Stellungnahme entsprechende Verhaltensmuster an, entschuldigte sich und trat im gleichen Monat zurück, da seine Aufarbeitung die Vergangenheit nicht ungeschehen machen könne.[8]

Standorte

Es befand sich von 2003 bis 2016 in Nordatlantens Brygge, einem Speichergebäude aus dem 18. Jahrhundert im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn, Strandgade 91. Im Juli/August 2012, während das Lokal in Kopenhagen renoviert wurde, zog das Noma-Team anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2012 ins Londoner Fünfsternehotel Claridge’s.[9]

In der Folgezeit schloss das Restaurant immer wieder vorübergehend, um im Ausland als Pop-Up-Restaurant zu gastieren: 2015 in Tokio, 2016 in Sydney, April und Mai 2017 in Tulum, 2023 und 2024 in Kyōto.[10] Vom 11. März 2026 bis 26. Juni 2026 befand sich das Pop-Up-Projekt in Los Angeles.

Im Februar 2018 bezog das Noma seinen neuen Standort auf der Wallanlage von Christianshavn in einem eigens errichteten Gebäude. Der neue Standort wurde nach Plänen vom Architekturbüro von Bjarke Ingels umgesetzt.[11]

Dokumentarfilme

2008 wurde von Danmarks Radio ein Dokumentarfilm unter dem Titel Noma på kogepunktet ‚Noma am Siedepunkt‘ produziert, der die Arbeit des Küchenchefs porträtiert. Der Film sorgte wegen des rauen Arbeitsklimas, das hinter den Kulissen des Nobelrestaurants herrscht, in Dänemark für einiges Aufsehen.[12][13]

2015 wurde der britische Dokumentarfilm Noma - Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt (Originaltitel: Noma - My Perfect Storm) des französischen Regisseurs Pierre Deschamps produziert; in den deutschen Kinos startete er im Februar 2017.

Auszeichnungen

  • 2007: Platz 15: Bestes Restaurant der Welt
  • 2008: Platz 10: Bestes Restaurant der Welt
  • 2008: Die Nutzer der Webseite TripAdvisor bewerteten Noma als bestes Restaurant der Welt[14]
  • 2008: René Redzepi ausgezeichnet als internationaler Koch des Jahres auf der Lo Mejor de la Gastronomia-Konferenz in San Sebastián, Spanien[15]
  • 2008–2020: Zwei Sterne im Guide Michelin[16]
  • 2009: Platz 3: Bestes Restaurant der Welt und Chefs' Choice
  • 2010: Platz 1: Bestes Restaurant der Welt, 2010 Restaurant Magazine Top 50[17]
  • 2011: Platz 1: Bestes Restaurant der Welt, 2011 Restaurant magazine Top 50[18]
  • 2012: Platz 1: Bestes Restaurant der Welt, 2012 Restaurant magazine Top 50[19]
  • 2013: Platz 2: Bestes Restaurant der Welt, 2013 Restaurant magazine Top 50[20]
  • 2014: Platz 1: Bestes Restaurant der Welt, 2014 Restaurant magazine Top 50[21]
  • 2021–2025: Drei Sterne im Guide Michelin[4]
  • 2021: Platz 1: Bestes Restaurant der Welt, 2021, The World's 50 Best Restaurants[22]
  • 2022: Aufnahme in die Liste Best of the Best, 2022, Best of the Best[23]

Siehe auch

Literatur

Commons: Noma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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