Norvalin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Norvalin ist eine nichtproteinogene α-Aminosäure. Strukturell leitet sich L-Norvalin durch Substitution des α-Wasserstoffatoms durch eine Aminogruppe (–NH2) von der Valeriansäure ab. L-Valin und L-Isovalin sind Konstitutionsisomere des L-Norvalins.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Norvalin
Strukturformel von L-Norvalin
Allgemeines
Name L-(+)-Norvalin
Andere Namen
  • (S)-(+)-2-Aminopentansäure
  • L-(+)-α-Aminovaleriansäure
  • (S)-Norvalin
  • n-Propylglycin
Summenformel C5H11NO2
Kurzbeschreibung

farblose, kleine Blättchen[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 229-543-3
ECHA-InfoCard 100.026.858
PubChem 65098
ChemSpider 58608
DrugBank DB04185
Wikidata Q418707
Eigenschaften
Molare Masse 117,15 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
Löslichkeit

gut löslich in heißem Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Durch Decarboxylierung von Norvalin entsteht n-Butylamin. Dessen Trivialname Norvalamin weist auf diese Reaktion hin.

Decarboxylierung von Norvalin zu n-Butylamin
Decarboxylierung von Norvalin zu n-Butylamin

Anwendung

L-Norvalin hemmt das Enzym Arginase, so dass es zur Erhöhung der Arginin-Konzentration kommt.[3] Norvalin kann anstelle von L-Leucin in Proteine eingebaut werden.[4]

Einzelnachweise

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